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Marillen-Streuselkuchen

21 Jul

Zur Vernissage einer Freundin habe ich fürs (komplett vegane) Buffet diesen Marillen-Streuselkuchen mitgebracht. Ich kenne und verwende das Rezept schon seit Jahren und will es euch nicht vorenthalten. Woher ich es habe, weiß ich nicht mehr.

Ich finde, es gibt fast nichts Schlimmeres als diese Obstkuchen, die aus sehr viel trockenem Teig und sehr wenig Obst bestehen. Ganz anders dieser hier: der Teig ist flaumig und saftig und erinnert von Konsistenz und Geschmack sehr an Topfenteig, belegt mit reichlich Obst und knusprig-zimtigem Streusel hat er bisher noch jeden überzeugt („Was, der ist vegan?“).

 

Zutaten für den Teig

100 g Kristallzucker

150 g Margarine (z.B. Alsan)

1 ausgekratzte Vanilleschote (oder 1 Päckchen Vanillezucker)

Abrieb einer halben unbehandelten Zitrone

2 gehäufte EL Sojamehl**, zu einer Paste angerührt mit 6 EL Wasser

250 ml Sojamilch

500 g Mehl

1 Päckchen Backpulver

1 Prise Salz

 

Obstbelag

1 kg Obst nach Geschmack (z.B. Marillen, Äpfel, Kirschen, Zwetschken…)

 

Zutaten für die Streusel

200 g Kristallzucker

100 g Margarine

100 g gemahlene Mandeln

150 g Mehl

1 Prise Zimt

 

Zubereitung

Backofen auf 175°C vorheizen.

Die Zutaten für die Streusel gut verkneten und beiseite stellen.

Für den Teig Zucker und Margarine schaumig schlagen. Vanille, Zitronenschale, die angerührte Paste (aus Sojamehl und Wasser) und die Sojamilch unterrühren und zuletzt Mehl, Backpulver und Salz hinzufügen. Das Ganze ergibt einen relativ festen, klebrigen Teig.

Diesen – möglichst gleichmäßig – auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech streichen und darauf das entsteinte und in Spalten geschnittene Obst verteilen und leicht flach drücken. Darüber die Streusel verteilen.

Auf mittlerer Schiene etwa 30-40 Minuten backen. Der Kuchen ist durch, wenn die Ränder schön goldbraun sind.

 

 

Das Bild ist leider nicht sehr aussagekräftig, aber ich konnte den Kuchen natürlich nicht daheim anschneiden… aber ihr könnt es euch sicher vorstellen: unten Teig, in der Mitte Marillen, oben Streusel ;-)

 

** Sojamehl bekommt man beim Merkur (in der Ökoabteilung) und in jedem Biomarkt, es ersetzt in diesem Rezept die Eier.

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Soba Nudeln mit Aubergine und Mango

26 Mrz

Dieses Rezept stammt von meinem Lieblingskoch Yotam Ottolenghi.

Yotam Ottolenghi ist ein in Israel geborener Koch, der zusammen mit seinem Freund einige Lokale in London betreibt. Er ist kein Vegetarier, hat aber über einige Zeit eine Kolumne mit vegetarischen Rezepten im britischen Guardian geschrieben und im Jahr 2010 sein zweites Kochbuch veröffentlicht, welches, im Gegensatz zum ersten, auch vegetarisch ist.

Ich liebe Auberginen, ich liebe Nudeln und ich liebe Mango. So abwegig eine Kombination aus den Dreien auch klingen mag – sie ist der absolute Hammer! Müsste ich meinen kulinarischen Geschmack mit einem einzigen Rezept beschreiben, so würde ich wohl dieses hier wählen. Ich liebe die süß-sauer-scharfe Marinade, die Röstaromen der Aubergine, dazu die kalten Nudeln und die saftig-süße Mango… yum yum!

 

Zutaten für 4 Personen:

120 ml Reisessig

40 g Zucker (ich hab Vollrohrzucker genommen)

1/2 TL Salz

2 Knoblauchzehen, gepresst

1/2 frische rote Chili, gehackt

1 TL Sesamöl (ich würde geröstetes nehmen)

1 Limette, Saft und Abrieb

2-3 EL Sonnenblumenöl (das Rezept verlangt nach 300 ml um die Auberginen zu frittieren, ist aber meiner Meinung nach nicht notwendig)

2 Auberginen, in 2 cm große Würfel geschnitten

300 g Soba Nudeln (asiatische Buchweizennudeln, erhältlich im Asialaden)

1/2 rote Zwiebel, in dünne Ringe geschnitten

1 große Mango, in 1 cm große Würfel geschnitten

40 g Basilikum, gehackt

40 g Koreander, gehackt

 

Zubereitung:

In einem kleinen Topf bei niedriger Temperatur den Reisessig zusammen mit Zucker und Salz erhitzen, bis der Zucker sich komplett aufgelöst hat. Anschließend den Topf vom Herd nehmen, Sesamöl, Knoblauch, Chili sowie Abrieb und Saft der Limette unterrühren und beiseite stellen.

Die Sobanudeln in einem großen Topf mit gesalzenem Wasser  (Achtung: schäumt auf und kocht leicht über – wirklich einen großen Topf nehmen!) je nach Packungsanleitung 4-8 Minuten kochen, wenn sie noch Biss haben vom Herd nehmen und mit kaltem Wasser abschrecken, bis die Nudeln komplett kalt sind. In einem Sieb gründlich abtropfen lassen.

In einer Pfanne die Auberginen im Sonnenblumenöl scharf anbraten, bis die Würfel goldbraun und gar sind.

Die kalten Nudeln zusammen mit der gewürfelten Mango, den warmen Auberginenwürfeln, der roten Zwiebel und dem Dressing vermengen und mit den frischen Kräutern bestreut servieren.

 

 

 

Ich empfehle erstens, dieses Gericht nachzukochen und zweitens, das Kochbuch zu kaufen! Es ist so toll, dass mir mein erstes Exemplar davon förmlich aus der Hand gerissen wurde, woraufhin ich mir die englische Ausgabe nachgekaufen musste. Das Kochbuch ist zwar vegetarisch und nicht vegan, es steht aber ganz klar das Gemüse im Vordergrund! So sind die Kapitel auch aufgeteilt nach verschiedenen Gemüsesorten (ein ganzes Kapitel nur mit Auberginen, mhh!) und Eier und Milchprodukte kommen, ebenso wie Tofu, eher selten vor. Wer die orientalische Küche und gemüselastige Rezepte mag, ist hier genau richtig.

 

Yotam Ottolenghis Kolumne im Guardian: the new vegetarian

Veröffentlichung dieses Rezepts in der Kolumne: Soba noodles

Ottolenghis vegetarisches Kochbuch: PLENTY

Und die deutsche Ausgabe davon: Genussvoll vegetarisch (blöder Titel)

 

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