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Vegan in Island

31 Dez

Island stand immer schon ganz oben auf der Liste meiner Traumreiseziele, war aber in meinem Kopf abgespeichert als etwas, was ich vielleicht “irgendwann mal” erleben könnte, da teuer und umständlich, bedarf viel Planung, etwaige Reisepartner würden ein derartiges Budget lieber im warmen Süden verprassen, usw… bis mir meine Mutter vergangenen Juli ein unwiderstehliches Angebot gemacht und mich (größtenteils) auf diese Reise eingeladen hat. Das Ganze war relativ kurzfristig und so wurden Flüge für Mitte August gebucht und die verbleibenden paar Wochen zur intensiven Vorbereitung genutzt. In meiner Vorstellung lag die Veganfreundlichkeit dieser Insel am Polarkreis in etwa auf einer Stufe mit der Mongolei – ich war also durchaus darauf vorbereitet, von Brot und mitgebrachten Aufstrichen zu leben. Was soll ich sagen – diese 10 Tage in Island waren nicht nur landschaftlich ein Erlebnis sondern auch kulinarisch und haben in beiderlei Hinsicht meine Erwartungen bei Weitem übertroffen.

Kleine Info zum verspäteten Blogeintrag: schon vor unserer Abreise habe ich Linda vom veganen Reiseblog ‘V’eltenbummler kontaktiert, um ihr einen Gastbeitrag anzubieten. Ich bin also schon mit der Absicht nach Island geflogen, meine Reise essenstechnisch zu dokumentieren und habe das auch gemacht. Wie das Leben so spielt hatte ich aber nach der Reise weder Zeit, noch Nerven für die Verarbeitung der gesammelten Infos, da ich mit Beruf, Abendschule und Umzugsstress mehr als einmal die Grenzen meiner Belastbarkeit erreicht habe. Nun also mit 6 Monaten Verspätung, hier ein Reisebericht.

 

Anreise und Allgemeines

Die beste Reisezeit für Island ist von Ende Juni bis Anfang September, da es in den restlichen Monaten die meiste Zeit dunkel und kalt ist und demnach auch viele Touristenattraktionen und Straßen nur in den Sommermonaten geöffnet sind.

Die Flüge von Wien nach Reykjavík geben im Prinzip eine Reisezeit von 10 Tagen vor, was sich für uns als genau richtig erwiesen hat. Hin- und Rückflug haben Mitte August 2013 für uns beide ca. 900 Euro gekostet, wobei Service und Komfort an Bord absolut miserabel waren. Ich weiß jetzt, was die Leute mit dem Ausdruck „Sardinenbüchse“ meinen, an Schlaf war auf beiden Nachtflügen nicht zu denken (und das lag nicht mal am brüllenden Baby, sondern an den Sitzen ohne Kopflehne) und die Wahl zwischen Schinken- und Käsesandwich blieb mir als Veganerin zum Glück erspart. Dafür wurde ich mit der bislang einzigen Sichtung einer Aurora borealis (Polarlicht) belohnt, auf die uns der Captain aufmerksam machte, als wir über Norwegen waren.

Angekommen am Keflavík International Airport (KEF) haben wir den Flybus genommen, was sicher die einfachste und komfortabelste Lösung ist, da die Busse regelmäßig nach jeder Landung abfahren, man garantiert einen Sitzplatz bekommt und man die Tickets schon vorab im Internet kaufen kann. Der nervige Flug und die Ankunft mitten in der Nacht bei 11°C und Nieselregen waren also schnell vergessen, als wir im kuschelig-warmen Bus mit gratis Wifi nach Reykjavík gefahren wurden (Fahrzeit ca. 50 Minuten).

Alle Isländer, die uns begegnet sind, haben exzellentes Englisch gesprochen, auch in den abgelegendsten Gebieten. Außerdem waren alle extrem freundlich, hilfsbereit und offen und das zu einer Jahreszeit, wo sie von Touristen nur so überschwemmt werden. Angeblich befinden sich in den Sommermonaten doppelt so viele Menschen auf der Insel wie sonst, allerdings ist die Insel generell so dünn besiedelt, dass auch das nicht sonderlich auffällt, zumindest nicht, wenn man ein Stadtleben gewohnt ist. Uns ist zeitweise kilometerlang kein anderes Auto begegnet und das, obwohl wir fast ausschließlich auf der Ringstraße unterwegs waren. Es war also wirklich eine kleine Auszeit für uns, ohne Stress und ohne Hektik.

Apropos Auto: wir haben unser Mietauto vorab im Internet gebucht und es hat alles reibungslos funktioniert. Für eine Inselumrundung auf der Route 1 reicht in jedem Fall ein Kleinwagen, wir sind damit auch heil durch die Berge im Osten des Landes gekommen. Nur sogenannte „F roads“ dürfen damit nicht befahren werden, hier ist Allradantrieb Pflicht. Diese führen aber meist ins Landesinnere und da wollten wir eh nicht hin.

Überall wird bargeldlose Bezahlung mittels Kreditkarte bevorzugt, selbst bei den allerkleinsten Beträgen. Geldwechseln ist also auf der gesamten Reise nicht notwendig (es sei denn, man will den öffentlichen Verkehr nutzen, hier wird nur Bargeld akzeptiert).

Auf unserer gesamten Reise gab es an jedem Ort kostenloses Wi-Fi. Am Flughafen, im Flughafenbus, in jeder Unterkunft, in jedem Café, in jedem Restaurant, einfach überall. Was für ein modernes Land!

Die Fotos sind teilweise recht klein, zur Vergrößerung einfach draufklicken :)

 

Unterkünfte

Was die Übernachtungsmöglichkeiten betrifft, so haben wir das breite Angebot voll ausgenutzt: die ersten zwei Nächte in Reykjavík haben wir bei unserer airbnb Gastgeberin Elín verbracht, danach kamen schäbige Hostels, luxuriöse Hostels, eine kleine Holzhütte mit Stockbetten und die wohl schönste Nacht der Reise im Bakki Guesthouse mit traumhaftem Blick auf den Atlantik. Generell empfiehlt es sich, Unterkünfte schon vor der Abreise zu reservieren, da gerade im Juli und August so viele Touristen auf der kleinen Insel unterwegs sind, dass die besseren Hostels schon lange voll sind und die meisten Isländer auf Plattformen wie Couchsurfing oder airbnb ihre Anfragen nicht mal mehr lesen/beantworten, da sie geradezu überflutet werden. Wir hatten 5 von 9 Nächten im Voraus geplant und sind auch so ganz gut durchgekommen, aber die spontanen Nächtigungen waren dann eben entsprechend teurer oder so abgelegen und schäbig, dass ich das nächste Mal eher mehr reservieren würde.

Wer auf der sicheren Seite sein will, dem empfehle ich folgende Plattformen zur Vorausplanung und Reservierung:

www.couchsurfing.org  //  www.airbnb.com  //  www.hostel.is

Bakki Guesthouse  ///  Kirkjubraut 5, 780 Höfn 

Das Bakki Guesthouse war definitiv die schönste Unterkunft unserer Reise. Wir hatten für diese Nacht nichts reserviert und sind einfach so weit gefahren, bis es dunkel wurde. Wie es der Zufall will, waren wir zu dem Zeitpunkt gerade in Höfn, einer Kleinstadt im Südosten Islands, die als malerisches Fischerdorf gilt und wo sich wohl generell die kaufkräftigeren Isländer und Touristen ansiedeln. An der Promenade reihen sich idyllische, private Gästehäuser aneinander und wir mussten an viele Türen klopfen, bis wir ein freies Zimmer gefunden haben. Mit ca. 120 Euro pro Nacht (für 2 Personen) war das auch mit Abstand die teuerste für uns. Aber als wir unser Zimmer bezogen und durch die riesige Fensterfront vom Bett aus den Sonnenuntergang über dem Atlantik beobachten konnten, waren wir auch damit versöhnt.

Unterkünfte

 

 

Reykjavík

Reykjavík ist eine bezaubernde kleine Stadt und der kulturelle Mittelpunkt des Landes. Wer etwas für Cafés, Museen und skandinavische Architektur übrig hat, könnte die gesamte Reisezeit hier verbringen, aber natürlich hat die Insel noch viel viel mehr zu bieten. Auch das Nachtleben soll hier ausgesprochen vielfältig sein, aber unsere Erkundung hat sich auf den Tag beschränkt.

Wir waren überrascht, wie nahe alles beisammen liegt. Auf die öffentlichen Verkehrsmittel kann man getrost verzichten, v.a. wenn man direkt in der Stadt wohnt. Da wir relativ weit außerhalb in der Nähe des Einkaufszentrums Kringlan genächtigt haben, haben wir uns 1 oder 2 Mal ein Taxi gegönnt. Sonst ist eigentlich alles zu Fuß zu erreichen und so sind wir ein paar Straßen entlang geschlendert und haben ohne Mühe unser erstes Ziel des Tages erreicht, das Café C is for Cookie, welches ich sofort ins Herz geschlossen habe und zu meinen absoluten Lieblingen weltweit zähle.

Auf den Fotos u.a. die evangelisch-lutherische Kirche Hallgrímskirkja, der alte Hafen und die Skulptur „Sonnenfahrt“ des Künstlers Jón Gunnar Árnason.

Reykjavík 3

Reykjavík 1

Reykjavík 4

Reykjavík 2

 

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C is for Cookie  //  Týsgata 8, 101 Reykjavík

Der vegane Apfel-Streusel Kuchen wird warm serviert und gibt zusammen mit einem Soja Latte ein hervorragendes Frühstück ab. Einige andere Kuchen wurden mir auch als vegan aufgezählt und auch pikante Snacks wie Hummus mit Brot oder div. Suppen sind im Angebot. Die Bedienung war sehr freundlich und kann im Zweifelsfall helfen. Am Ende unserer Reise waren wir ein zweites Mal im C is for Cookie und da saß Björk zusammen mit ihrer Mutter und Tochter am Nebentisch. Ich habe also auf meiner ersten Islandreise gleich die einzige mir bekannte Isländerin getroffen, auch nicht schlecht :)

C is for Cookie

 

Elding Whale Watching  //  Reykjavík’s Old Harbour, Ægisgarður 5, 101 Reykjavík

Wir haben uns für eine Tour mit dem Anbieter Elding Whale Watching entschieden – angeblich der professionellste und umweltfreundlichste und wir waren auch wirklich sehr zufrieden mit allem, außer…….. dass wir keine Wale gesehen haben.

Es hat den ganzen Tag geregnet und gestürmt, zudem war Mitte/Ende August die Whale Watching Saison schon fast am Ende angelangt und man kann Elding wirklich keinen Vorwurf machen. Wir sind eine gute Stunde länger als vorgesehen am offenen Meer herumgetuckert (manche von uns haben sich ob der stürmischen See übergeben, ich war’s nicht, räusper räusper) und wir haben einen Gutschein bekommen, die gleiche Tour innerhalb eines Jahres gratis zu wiederholen. Das finde ich wirklich mehr als fair, vor allem da sich in den allerletzten Minuten des Trips doch noch ein Minkwal gezeigt hat. Die See war wirklich sehr rauh und man konnte kaum etwas erkennen, aber für den Bruchteil einer Sekunde hab ich seine Rückenflosse gesehen.

Fotografieren war unmöglich, deswegen gibt es an dieser Stelle nur ein Foto von mir mit in Reykjavík gekaufter Haube der isländischen Outdoor-Marke N°66 (natürlich wollfrei und somit vegan) und Ganzkörperanzug, der von Elding zur Verfügung gestellt wurde.

Trotz mehrerer Schichten – Winterjacke, Jogginghose, darüber Jeans, darüber Ganzkörperanzug, Trekkingschuhen und Haube – war es so bitterkalt auf dem Schiff, dass ich mich gleich am ersten Tag megamäßig verkühlt habe und im Laufe der nächsten Tage auf isländisches Aspirin und Lutschtabletten zurückgreifen musste, um nicht richtig krank zu werden. Kein Wunder, immerhin lagen die Temperaturen in Wien vor unserer Abreise bei knapp 39°C und so einen Temperatursturz von 30 Grad erlebt man auch nicht alle Tage…

Das zweite Foto zeigt den einzigen (offiziell) gesichteten Wal der Reise, gesehen auf einem Spielplatz in Reykjavík .

Darunter erkennt man in der Ferne eine Papageitaucher Kolonie, gesehen vom Schiff aus am offiziell letzten Tag der puffin breeding season :)

Whale Watching 2Whale Watching 1

 

Da wir uns dringend aufwärmen bzw. ich meine seekranke Mutter in ein nahegelegenes Lokal lotsen musste, fiel unsere Wahl auf das vegetarische Grænn Kostur. Es liegt etwas versteckt in einer Seitengasse der Einkaufsstraße Skolavordustigur, ist aber leicht zu finden, wenn man auf die aufgestellten Schilder und die von dort aus zum Restaurant führenden grünen Fußabdrücke am Boden achtet.

Auch hier waren wir absolut positiv überrascht und ich hab selten so bunt und abwechslungsreich gegessen.

 

Grænn Kostur – The Green Choice  //  Skolavordustigur 8b, 101 Reykjavík

Wir haben uns für den Tagesteller entschieden, das war eine Art veganer Braten mit Sesamkruste und Kräutersauce, viele verschiedene Salate, Ofengemüse, Naturreis, Brot und eine extrem leckere Erdnussauce, die man sich von einer Bar holen konnte. Dazu gab es viel Tee und hinterher haben wir uns ein rohveganes Törtchen geteilt, das auch fantastisch war.

Am letzten Tag unserer Reise waren wir ein zweites Mal hier zu Gast, da hatte ich wieder den Tagesteller, der wieder sehr bunt zusammengestellt war, und meine Mutter eine Thai Gemüsesuppe. Geteilt haben wir uns diesmal den rohveganen Schokokuchen – ein Traum.

Graenn Kostur 1Graenn Kostur 2Graenn Kostur 3

 

Am nächsten Morgen haben wir dem Laundromat Café einen Besuch abgestattet.

Laundromat Café  //  Austurstræti 9, 101 Reykjavík

Dieses ist zwar nicht vegetarisch/vegan, aber wie der Name verspricht, handelt es sich dabei um eine gelungene Mischung aus Café und Waschsalon und mehr braucht es nicht, um mein Interesse zu wecken.

Mittlerweile hat jedes Lokal, das etwas auf sich hält, eine vegane Option in der Karte stehen. Leider ist man hier (wie auch in entsprechenden Lokalitäten in Wien) wenig einfallsreich und serviert Hummus mit Brot. Versteht mich nicht falsch, für mich ist Hummus ein Grundnahrungsmittel und ich liebe es, aber gerade wenn ich auswärts esse, hätte ich schon gern etwas mehr Abwechslung.

Während meine Mutter sich mit einem (nicht veganen) Muffin und einem Espresso begnügt hat, hab ich mir mein Frühstück selbst zusammengestellt und neben dem Hummus mit Brot noch um etwas frisches Gemüse gebeten. Zusammen mit dem Caffé Latte war das ein recht ausgewogenes, solides Frühstück. Obstsalat und diverse Säfte hätte es auch noch gegeben.

In ganz Island scheint es üblich zu sein, dass man sich in Cafés und Restaurants an einer Bar aus Krügen mit Leitungswasser selbst bedienen darf. Das allein finde ich schon super, aber ein besonders schönes Detail im Laundromat Café war noch, dass es neben dem Leitungswasser und Zitronenwasser auch Erdbeerwasser im Angebot gab – also ein Krug Leitungswasser mit TK-Erdbeeren drin. So, so, so gut! Unbedingt für den nächsten Sommer merken.

Laundromat Café 1

Laundromat Café 2

 

gló – Health Food Restaurant  //  Laugavegi 20b, 101 Reykjavík

Die Restaurantkette gló hat sich gesunden, frischen Lebensmitteln verschrieben und bietet täglich vier Gerichte an: eins davon ist roh, eines mit Huhn, eins vegetarisch und einmal die Tagessuppe. Dazu gibt es Kaffee und Tee, etliche Kuchen (roh und gebacken), frische Säfte, gratis Leitungswasser und eine riesige Salatbar. Die Inneneinrichtung ist sehr modern und es wurde viel mit natürlichen Materialien und Farben gearbeitet. Da wir kurz davor Essen waren und hier nur die Zeit bis zum Heimflug überbrücken wollten, haben wir außer Kaffee nichts konsumiert. Es hat aber alles wirklich hervorragend ausgesehen.

gló

 

Reykjavík Museum of Photography  //  Grófarhús, Tryggvagata 15, 101 Reykjavík

Das Museum befindet sich in den oberen Stockwerken einer Bücherei und ist sehr sympathisch, nicht nur wegen dem freien Eintritt. Die aktuelle Ausstellung über Biker in den USA war jetzt nicht so ganz unser Geschmack, dafür waren die Fotocollagen im Eingangsbereich und die alten isländischen Schwarzweißfotografien im Stiegenhaus den Besuch allemal wert.

Fotografiemuseum

 

Bevor wir die Stadt mit dem Mietauto Richtung Süden verlassen haben, haben wir uns in verschiedenen Supermärkten und dem Reformhaus Heilsuhúsið (es gibt mehrere Filialen in Reykjavík und anderen größeren Orten und ein umfangreiches veganes Angebot, vergleichbar mit Biomärkten hierzulande) mit Lebensmittelvorräten eingedeckt.

 

On the road

Zu unserer Reiseroute sei gesagt, dass wir die Insel nicht umrundet haben, sondern von Reykjavík über die Südküste Islands bis nach Borgarfjörður eystri im Nordosten und dann wieder retour gefahren sind. So haben wir gegenüber einer Umrundung zwar nicht wirklich Kilometer gespart, aber wir hatten genug Zeit, die Südküste ausgiebigst zu erkunden und was uns da geboten wurde an Landschaft, an Naturschauspiel, an Begegnungen,… hätte locker für 3 Reisen ausgereicht. Diese Insel ist einfach unglaublich.

Von strömendem Regen und eisiger Kälte bis zu strahlendem, frühlingshaften Sonnenschein. Wasserfälle, Wasserfälle und nochmal Wasserfälle. Dazwischen mal den größten Gletscher Europas und die dazugehörige Gletscherlagune gesehen. Große Eisberge fotografiert, kleine Eisberge abgeleckt, Seehunde gesichtet, aber weder fotografiert, noch abgeleckt. Außerdem Papageientaucher, Schwäne (im Meer!), unzählige mir unbekannte andere Vögel, Islandpferde, Kühe und Schafe ohne Ende. Letzte stehen oft mitten auf der Straße herum und müssen mehrmals angehupt werden, bevor sie den Weg räumen.

Jede Stunde Autofahrt war eine komplett andere Welt: Lavafelder, grüne Wiesen, rote Wiesen, schwarze Sandstrände und türkisblaues Meer, Gletscherzungen, ein Canyon, unendlich viele Flüsse in allen Variationen, heiße Schwefelquellen. In den Bergen sind wir durch weiße Wolken gefahren und am Meer durch schwarze Sandverwehungen.

Reiseroute

Landschaft 1

Landschaft 2

Landschaft 4

Landschaft 3

Landschaft 5

Landschaft 6

Landschaft 8

Landschaft 7

Essen unterwegs

Da wir außerhalb von Reykjavík mit dem Auto unterwegs waren und in verschiedenen Herbergen und Gästehäusern übernachtet haben, haben wir uns zum größten Teil selbst versorgt. Das heißt: ich habe gekocht und meine Mutter abgewaschen ;)

Hier eine kleine Auswahl dessen, was wir unterwegs gegessen haben. Ich gebe zu, es kommen relativ oft Nudeln vor… aber bis auf ein, zwei Mal, wo wir auf Jamie Oliver Pastasaucen zurückgegriffen haben, wurde immer frisch gekocht, mehrmals gab es auch Hirse mit Gemüse, was besonders praktisch ist, weil man die restliche Hirse am nächsten Morgen als Porridge servieren kann.

Abgesehen von reichlich Obst und Gemüse und den Gewürzen und Aufstrichen, die wir von daheim mitgebracht haben, haben sich folgende Lebensmittel als absolute Allrounder und Lebensretter erwiesen: Haferflocken, Pflanzenmilch, Toast, Nudeln, Erdnussbutter und Avocados. Aus Haferflocken und Milch lässt sich jederzeit ein schnelles und nahrhaftes Frühstück zubereiten, Toast (unterwegs) und Nudeln (abends) sind perfekte Grundlagen für schnelle und einfache Mahlzeiten und Erdnussbutter bzw. Avocados machen einfach glücklich ;)

Man beachte bitte die selbstgepflückten Heidelbeeren und den Meerblick beim Essen im Freien!

 

Frühstück  //  Snacks  //  Unterwegs  //  Abendessen

Frühstück

Snacks

Essen unterwegs

Abendessen

 

Außerhalb von Reykjavík haben uns essenstechnisch nur drei Orte nachhaltig beeindruckt:

 

Langabúð  //  Djúpivogur

Langabúð ist eines der ältesten Gebäude in diesem kleinen Fischerdorf in Südostisland (aus Reykjavík kommend kurz nach Höfn). Es ist aufgeteilt in einen Restaurantbereich und ein Museum. So wie es von außen ausgesehen hat, hätte ich nie im Leben mit Sojamilch gerechnet, aber vollkommen perplex war ich erst, als ich zwischen den vielen üppigen Torten ein Schild mit der Aufschrift „Banana Chocolate Ice Cream Cake (vegan & glutenfree)“ entdeckt habe. Mitten in der Einöde! Die Eistorte war mit frischen Granatapfelkernen und Minze verziert und hat himmlisch geschmeckt.

Langabúð

 

Bókakaffi – Book Café  //  Helgafelli 2, 700 Egilsstaðir

Das Buchcafé befindet sich direkt am Ende der Brücke von Egilsstaðir nach Fellabæ und ist weder von außen, noch von innen besonders auffällig. Allerdings gibt es hier nicht nur den einzigen Kaffee mit Sojamilch weit und breit (die Kleinstadt befindet sich in einem Tal; egal aus welcher Richtung man kommt, man hat auf jeden Fall eine abenteuerliche Fahrt durch die Berge hinter sich), sondern endlose Bücherwände mit alten und neuen Werken, die zum Schmökern einladen. Eine besondere Überraschung war an diesem Montag Nachmittag die Livemusik: die isländische Sängerin und Songwriterin hatte eine unglaubliche Stimme und hat sowohl ihre eigenen Stücke, als auch englischsprachige klassische Soul- und Popnummern zum Besten gegeben. Ich bin eine der wenigen Personen, die nicht von sich behaupten kann, ein großer Musikfan zu sein, aber ihr ganz besonderer Stil hat sogar mir Gänsehaut gemacht. Als meine Mutter sie angesprochen und sich für dieses schöne Erlebnis bedankt hat, hat sie uns auch noch eine CD von sich geschenkt, die auf der weiteren Reise noch viele Male gelaufen ist.

Ein weiteres Book Café gibt es auch in auch in Selfoss, auch hier eine Mischung aus Buchladen und Café, auch hier gibt es Kaffee mit Sojamilch. Außerdem ist es wenige Meter vom örtlichen Hostel entfernt. Konnte im Internet leider nur diese Tripadvisor Seite finden: Bokakaffid Selfoss. Ob die beiden Cafés zusammengehören, kann ich nicht sagen.

Book Café

 

Vallanes – Organic Farm  //  Móðir jörð – Vallanesi – 701 Egilsstöðum (ca. 15km südlich von Egilsstaðir, bei Rte 931 abzweigen und den Schildern folgen)

Über Vallanes habe ich zufällig gelesen, als ich in meinem Reiseführer geblättert habe. Wir wussten nur, dass es sich um einen Biobauernhof mit Ab-Hof Verkauf handelt, der nicht nur Gerste und frisches Gemüse, sondern auch Marmeladen und Chutneys im Angebot hat. Dort angekommen sind wir mit einer reizenden älteren Engländerin ins Gespräch gekommen, die im Rahmen einer WWOOF Initiative auf dem Hof arbeitet. Sie hat uns herumgeführt und wir haben frischen Salat fürs Abendessen und Chutneys als Mitbringsel gekauft (siehe ganz am Ende des Artikels). Der Salat wurde in unserem Beisein gestochen, frischer gehts also gar nicht. Definitiv empfehlenswert, wenn einem unterwegs frische Lebensmittel ausgehen oder wenn man etwas wirklich Schönes mit nach Hause nehmen möchte.

Vallanes

Sehenswert

 

Hverasvæðið Geothermaler Park  //  40km östlich von Reykjavík in der Kleinstadt Hveragerði 

Die Stadt Hveragerði befindet sich auf einem Hochtemperaturgebiet und dies macht sich auf verschiedenste Arten bemerkbar. Sei es der dampfende Fluss, der daran vorbeiführt, die dampfenden Stellen in manchen Gärten oder diese Schwefelquellen. Gegen eine kleine Gebühr kann man den Park betreten und wird in ernstem Tonfall daran erinnert, auf den markierten Wegen zu bleiben, wenn man seine Schuhe nicht einschmelzen will. Mich hat besonders fasziniert, dass direkt neben den heißen Quellen so viele Pflanzen wachsen und gedeihen.

Schwefelquellen

Fjaðrárgljúfur Canyon  //  3,5km nördlich der Ringstraße

Dieser Canyon im Südosten Islands ist in etwa zwei Millionen Jahre alt, an manchen Stellen bis zu 100m tief und erstreckt sich über eine Länge von 2 Kilometern. Er befindet sich 3,5km nördlich der Ringstraße und ist entweder per Fußmarsch über Lavafelder zu erreichen oder über die Route 206. Es wird öfter behauptet, dass dieser Canyon nur über eine sogenannte „F road“ zu erreichen wäre (auf diesen ist Allradantrieb Pflicht), dies können wir aber widerlegen, wir habens ausprobiert und man erreicht den Canyon, noch bevor die Straße zu einer F road wird :)

Canyon

 

Wasserfälle  //  immer und überall

Es ist schwer, sich für einen zu entscheiden, denn Wasserfälle gehören zum Landschaftsbild Islands und wir haben unzählige gesehen. Einer der schönsten, größten und bekanntesten ist Skógafoss in Südisland, direkt and der Rte 1. Er ist 60m hoch und 25m breit und beeindruckt durch die gewaltigen Wassermassen, die hier hinabstürzen und einem Ohrensausen und nasses Gewand bescheren. Es gibt seitlich eine Treppe, die man hinaufgehen kann, um das Ganze von oben zu beobachten.

Auf den Fotos seht ihr den Wasserfall Seljalandsfoss, der sich ebenfalls in Südisland an der Ringstraße befindet und ebenso einen kurzen Stop wert ist.

Wasserfälle

 

Vík  //  der südlichste Punkt der Insel

Vík í Mýrdal ist der südlichste Ort auf dem Festland Islands. Der Strand wurde einst unter die 10 schönsten Strände der Welt gewählt und wenn wenn man erst einmal den schwarzen Lavasand gesehen hat, an dem sich die stürmische See bricht, dann weiß man auch warum. Eine Legende berichtet, dass die drei schwarzen Felsnadeln, die aus dem Wasser ragen, versteinerte Trolle sind, die ein Schiff an Land bringen wollten. Sie heißen Skessudrangur, Landdrangur und Langsamur.

Vík

 

Jökulsárlón Gletscherlagune  //  direkt an der Rte 1 zwischen Skaftafell und Höfn

Wenn ich einen Punkt der Reise nennen müsste, der mich am meisten beeindruckt hat, so wäre es wohl diese Lagune. Man parkt direkt an der Ringstraße, geht zu Fuß über eine kleine Anhöhe und auf einmal blickt man auf eine riesige, milchig-blaue Lagune herab, in der Eisberge treiben, die von Vulkanasche grau gestreift sind. Es ist ganz still, kühl, alles um einen herum ist weiß, blau oder grau. Das einzige, was sich in dieser surrealen Welt bewegt sind die Eisberge, die langsam ins offene Meer hinausdriften und die Seehunde, die ab und zu ihre Nase aus dem Wasser recken, um dann wieder zwischen den Eisbergen abzutauchen. Wir waren insgesamt zweimal dort, einmal bei Tag und einmal bei Dämmerung, das war wirklich wunderschön. Es gibt drei Möglichkeiten, den Eisbergen noch näher zu kommen: entweder eine Bootstour (ziemlich teuer), oder man geht zu Fuß entweder zur Lagune hinunter oder auf der anderen Seite des Parkplatzes direkt zum Strand, wo die Eisberge unter einer Brücke durch ins offene Meer hinaustreiben. Der Eisbär mit dem Einkaufswagen passt auf, dass nichts passiert. Was sonst.

Jökulsárlón

Jökulsárlón

 

 

Mitbringsel

Neben unendlich vielen Eindrücken habe ich nur diese 6 typisch isländischen Produkte mit nach Hause genommen.

  • meine wollfreie und somit vegane Haube der isländischen Outdoor Marke N°66 (siehe Whale Watching Tour)
  • Heidelbeermarmelade mit Engelwurz & Steckrübenchutney mit Marille und Engelwurz, beides vom Biobauernhof Vallanes  (Übersetzung: Heidelbeeren = Blaubeeren; Marillen = Aprikosen)
  • Ein Naturkosmetik Deo von oy! Organic Young mit dem Versprechen „no gunk, no junk, no nasties“ (vegan zertifiziert) und eine traumhafte Handcreme mit isländischer Birke von Sóley Organics. Ausprobiert habe ich die Creme am WC des Rohkost Restaurants gló in Reykjavík. Es kam mir sehr gelegen, dass sich unterhalb des Restaurants eine Filiale der Heilsuhúsið Reformhäuser befindet und ich habe die letzte noch lagernde Pumpflasche sofort an mich gerissen.
  • Lava Salz von Saltverk – gibt es in vielen typischen Touristenläden, aber auch in Supermärkten und am Flughafen zu kaufen. Saltverk bietet auch andere Salze an, z.B. grobes Meersalz, Salz mit Lakritze, arktischem Thymian oder geräucherter Birke.

Mitbringsel

 

 

Für Rückfragen und weitere Tipps stehe ich jederzeit gerne zur Verfügung :)

Dieser Artikel erscheint ebenso auf  ‚V’eltenbummler – Vegan Verreisen.

 

 

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Einfacher Erdäpfelsalat

5 Aug

Dieses Rezept ist eine Hommage an meinen 2008 verstorbenen Großvater, der immer den besten Erdäpfelsalat von allen gemacht hat. Nämlich ohne Suppe, sondern nur mit viel roter Zwiebel, Zitronensaft und Olivenöl.

 

Zutaten

0,5 kg gekochte Erdäpfel (Kartoffeln)

1 rote Zwiebel

1 Knoblauchzehe

1/3 Bund Petersilie

Saft von 1-2 Zitronen (je nach Geschmack, ich mag mindestens 2!)

1 EL Olivenöl

1 EL Ahornsirup

1 EL Hefeflocken

1 TL Senf

Salz, Pfeffer

 

Zubereitung

Die gekochten Erdäpfel (am besten noch heiß, geht aber auch mit kalten) schälen und in dünne Scheiben schneiden. Die Zwiebel schälen und in feine Würfel schneiden, den Knoblauch pressen, die Petersilie fein hacken.

Mit den restlichen Zutaten vermengen und einige Zeit durchziehen lassen.

Passt sicher auch gut zum Grillen.

 

Erdäpfelsalat

 

 

Karamellisierte Auberginen

2 Aug

Im NENI am Naschmarkt gibt es ein Gericht, das es mir schon beim ersten Bissen angetan hat: karamellisierte Auberginen auf Basmati Reis.

Das ist meine Freestyle Version davon, die außerdem mit weniger Fett und Zucker auskommt.

 

Zutaten

1 EL Öl

1 Zwiebel

2 Knoblauchzehen

1 daumengroßes Stück Ingwer

2 Auberginen (oder 1 Aubergine + anderes Gemüse nach Wahl, bei mir zB Zucchini und Fenchel)

3 EL Rohrzucker oder Ahornsirup

1 EL Gemüsebrühe

1 guter Schuss Sojasauce

1 guter Schuss Reisessig (oder Apfelessig)

ev. frische Kräuter (Koriander, Basilikum,…)

 

Zubereitung

Zwiebel, Knoblauch und Ingwer schälen und fein hacken. Auberginen und anderes Gemüse in mundgerechte Stücke schneiden.

Alles zusammen in einer sehr heißen (beschichteten) Pfanne in etwas Öl scharf anbraten, bis das Gemüse etwas Farbe genommen hat.

Zucker/Ahornsirup untermengen und karamellisieren lassen.

Mit Gemüsebrühe würzen, mit Sojasauce und Essig ablöschen und auf mittlerer Hitze sämig einkochen lassen (auf den ersten Blick ist vielleicht zu viel Flüssigkeit in der Pfanne, aber gerade die Auberginen saugen das schnell auf. Wenn man das Gericht also nur mit anderem Gemüse – ohne Auberginen – macht, sollte man weniger Sojasauce/Essig nehmen).

Auf braunem Reis anrichten und mit frischen Kräutern garnieren.

 

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Hummus mit weißen Bohnen und Zitrusnote.

29 Jul

 

Ich muss zugeben, ich bin eine von denen, die Hummus lieber kaufen als selbst zu machen. Dieses Rezept könnte das aber schlagartig ändern, da der zitronig-fruchtige Geschmack einfach grandios ist. Außerdem ist die Konsistenz durch die weißen Bohnen unglaublich cremig.

 

Zutaten

1 kleine Dose Kichererbsen

1 kleine Dose weiße Bohnen

1 EL Tahin (Sesampaste)

1 große Zitrone (Saft und Abrieb)

1/2 Orange (Saft)

2 Knoblauchzehen

Salz, Pfeffer

Cayennepfeffer (optional)

ev. einige EL Wasser (je nach gewünschter Konsistenz)

 

Zubereitung

Kichererbsen und weiße Bohnen gründlich abspülen und in einem Sieb abtropfen lassen.

Anschließend zusammen mit Tahin, Abrieb der Zitrone, Orangen- und Zitronensaft, den geschälten Knoblauchzehen, Cayennepfeffer (für die, die’s scharf mögen), Salz, Pfeffer und einigen Esslöffeln Wasser in den Mixer befördern und zu einem cremigen Hummus mixen.

 

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Inspiriert von Hummus Dip. Restaurant-Style. auf Healthy. Happy. Life.

 

Schokolader Chiapudding mit Banane.

27 Jul

Zur Zeit habe ich zwei Lieblingsfrühstücke. Das eine, Smoothie mit Heidelbeeren und Basilikum, hab ich euch gestern vorgestellt. Das andere ist dieser unglaublich gute Chiapudding mit Kakao und Banane – nur gesunde Zutaten und trotzdem ein absolutes comfort food, da er cremig, schokoladig und bananig ist. Ich bin eigentlich überhaupt keine Freundin von gelartigen/schleimigen Speisen, aber lasst euch davon nicht abschrecken, mich erinnert dieses Rezept eher an einen bestimmten Grießpudding aus dem Kühlregal, den ich früher gern gegessen habe.

So sehr wie Chiasamen momentan gehyped werden, muss ich euch wohl nicht mehr allzu viel über deren positive Eigenschaften erzählen. Deshalb nur ganz kurz: die kleinen Samen aus Südamerika können ein Vielfaches ihres Volumens an Flüssigkeit aufnehmen und das ergibt dann eine gelartige Masse, die aufgrund der vielen Ballaststoffe lange satt hält und verdauungsfördernd wirkt. Außerdem sind sie ein guter Lieferant für Omega-3 Fettsäuren (besonders wichtig für Veganer), Proteine, Vitamine (u.a. Vitamin A, Niacin, Tiamin, Riboflavin), Mineralien (u.a. Kalzium, Phosphor, Kalium, Zink) und Antioxidantien.

Ich bereite den Pudding immer schon am Abend zu und stelle ihn über Nacht in den Kühlschrank. Die Banane aber eher so frisch wie möglich hinzufügen.

Der Pudding kann übrigens auch rohköstlich zubereitet werden, in dem man selbstgemachte Mandelmilch und rohes Kakaopulver verwendet.

 

Zutaten

1 Tasse Mandelmilch

1 EL Kakaopulver

4 TL Chiasamen

1 Banane

 

Zubereitung

Milch und Kakaopulver gut verrühren, sodass keine Klümpchen mehr zu sehen sind.

Die Chiasamen unterrühren und ca. 1/2 Stunde quellen lassen. Dabei immer wieder umrühren, damit sich auch hier keine Klümpchen bilden.

Kurz vor dem Servieren die Banane schälen und in Scheiben schneiden oder klein hacken und unterheben.

 

Chiapudding

 

 

Wrap mit Huhn, Mango und Currysauce.

20 Jul

Ich liebe Obst in pikanten Gerichten. Vor allem die Mango ist da sehr vielseitig einsetzbar, was sie schon letztes Jahr bewiesen hat, als ich euch Soba Nudeln mit Aubergine und Mango ans Herz gelegt habe.

Wirklich gute Mangos kaufe ich gerne beim Hofer – sie sind reif, saftig, süß und nicht faserig. Diese Woche hab ich mir eine solche gegönnt und folgendes daraus gemacht…

 

Zutaten für 3 Wraps

3 Tortilla Fladen

1 TL Öl

1/2 Packung Hähnchenfilet in Stücken von Vantastic Foods **

1/2 Mango

1 Avocado

2 Tomaten

6 EL Sojajoghurt

1 gehäufter TL Currypulver

1 EL Ahornsirup

1 Zitrone

Salz, Pfeffer

 

Zubereitung

Aus Sojajoghurt, Currypulver, Ahornsirup, Zitronensaft, Salz und Pfeffer eine Sauce zusammenrühren und beiseite stellen.

Das vegane Hähnchenfilet in etwas Öl knusprig braten.

Die Tortillas in einer trockenen Pfanne erhitzen, bis sie weich und biegsam werden.

Das Obst und Gemüse in mundgerechte Stücke schneiden.

Füllen, rollen, genießen.

 

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Als Nachspeise gibt’s die andere Hälfte der Mango.

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** Dieses und andere Produkte von Vantastic Foods gibt es jetzt auch bei Maran Vegan in Wien. Nicht, dass ich so begeistert von dem Laden wäre, aber alle in Wien lebenden Menschen, die Lust haben, das nachzukochen, müssen nicht darauf warten, dass das Paket des Onlineshops ankommt, sondern müssen sich nur Schuhe anziehen und sich auf den Weg in die Stumpergasse machen.

 

Dolma – gefüllte Weinblätter

14 Jul

Am heutigen Sonntag habe ich arabische Hausfrau gespielt. Dabei rausgekommen sind unglaublich gute selbstgemachte Dolma.

Wieso sollte man etwas selbermachen, was es auch fertig in der Dose gibt? Aus den gleichen Gründen, warum man so ziemlich alles lieber selbermachen sollte, was es in Dosen zu kaufen gibt: es ist billiger, frischer, man weiß was drin ist und es schmeckt um Welten besser. Außerdem ist es weniger Aufwand als man vielleicht denken würde und das Einrollen hat sogar etwas meditatives an sich – also perfekt für Sonntagnachmittag :)

Das Rezept unten ist die Basisversion – da ich zu wenig Tomaten hatte, hab ich die halbe Menge gemacht wie beschrieben und die andere halbe Menge mit ganz fein gehackten Auberginen anstelle der Tomaten. Beides schmeckt sehr gut. Es gibt ja auch Rezepte, wo die Weinblätter mit Reis und Faschiertem gefüllt werden – das nächste Mal versuche ich das mit Sojagranulat :)

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Zutaten

1 Packung Weinblätter (gibt’s im türkischen Supermarkt, z.B. von der Marke Sera um ca. 6 Euro)

2 Tassen Basmati Reis

2 Zwiebeln

5 Knoblauchzehen

8 Tomaten

2 Zitronen

2 TL Dolma Gewürz

Salz, Pfeffer

frische Kräuter nach Geschmack (z.B. Petersilie)

2 EL Olivenöl

3 EL Tomatenmark

Zubereitung

Den Reis gründlich waschen.

Zwiebeln, Knoblauch und Tomaten so fein wie möglich hacken, mit Reis und Zitronensaft vermischen und mit den Gewürzen abschmecken (verträgt einiges an Salz!).

Die Masse mit der Hand ordentlich durchkneten, damit sich die Aromen verbinden.

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Die Packung mit den Weinblättern öffnen…

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…und eins davon mit dem Stiel nach unten auf ein Küchenbrett legen. Je nach Größe des Weinblattes 1 TL bis 1 EL der Fülle auf das untere Ende des Blattes legen.

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Zuerst werden die Seiten eingeschlagen, dann das Blatt von unten nach oben vorsichtig eingerollt.

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In einem großen Topf 1 EL Olivenöl am Boden und an den Rändern verteilen, damit nichts kleben bleibt.

Anschließend die fertig gewickelten Dolma so eng wie möglich schichten, damit sie sich nicht wieder ausrollen.

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Mit der obigen Mengenangabe gehen sich in meinem großen Topf genau 3 Schichten aus.

Wir man sehen kann, ist der Topf nach oben hin nicht mal halb voll, aber mehr solltet ihr wirklich nicht reinpacken, da die Dinger in der Flüssigkeit so stark aufgehen, dass der Topf eine halbe Stunde später randvoll sein wird :)

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In einer Tasse das Tomatenmark mit warmem Wasser und dem restlichen EL Olivenöl ordentlich verrühren, bis möglichst keine Klümpchen mehr zu sehen sind (so wie bei mir :D) und über die Weinblätter leeren. Dann den Topf mit so viel Wasser auffüllen, bis alle Dolma bedeckt sind.

Bei mittlerer Hitze (bei mir Stufe 7 von 12) vor sich hin köcheln lassen, bis die Flüssigkeit aufgesaugt bzw. verdampft und der Reis gar ist.

Am besten alle 10 Minuten nachsehen, damit nichts anbrennt. Gegebenenfalls Flüssigkeit nachgießen.

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Bei mir hat das ca. 40-50 Minuten gedauert… und fertig sind die selbstgemachten Dolma.

Dazu schmecken Fladenbrot, Hummus, Oliven, frisches Gemüse und was euch sonst noch so alles aus diesem Themenkreis einfällt. Oder einfach mit den Fingern direkt aus dem Topf :)

Achja, noch besser sind sie angeblich am nächsten Tag, das kann ich aber noch nicht bestätigen. Wäre aber nicht mal notwendig, da sie jetzt schon wirklich fantastisch schmecken.

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Schönen Abend allerseits! :D

wife her

Gebratener „Eierreis“ mit grünem Gemüse

23 Jun

Hey.

„Egg-fried rice“ ist das neue „oats in a jar“ – eine Welle an Rezepten überrollt gerade so ziemlich jeden veganen Blog im Internet, aber was soll’s. Dieses Rezept ist so gut, das muss einfach festgehalten werden, auch wenn’s nur für mich selbst ist.

 

Gebratener Eierreis

 

Zutaten

2 EL Öl (geschmacksneutral oder Sesam, Erdnuss,…)
2cm Stück Ingwer
2 kleine Zwiebeln
2-4 Zehen Knoblauch
½-1 Block Tofu
1 TL Currypulver
1 TL Gemüsebrühe
1 EL Hefeflocken
2 große Hände voll Gemüse nach Wahl (zB Brokkoli, Spargel, Erbsen,…)
2 Portionen gekochter, ausgekühlter Naturreis
1 EL Sojasauce
1 TL Reisessig oder Zitronensaft
1 TL Agavensirup
2 Frühlingszwiebeln

 

Zubereitung
Falls beim letzten Abendessen kein gekochter Reis übrig geblieben ist, dann bitte als erstes darum kümmern, schließlich sollte der Reis möglichst kalt sein, dann wird er beim Braten nicht matschig.
In einer sehr heißen, beschichteten Pfanne die in Ringe geschnittene Zwiebel und feingehackten Knoblauch & Ingwer zusammen mit dem abgespülten und gut ausgedrückten Tofu scharf anbraten. Den Tofu dafür am besten zwischen den Fingern zerkrümeln, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist (also in etwa so wie bei scramlbed tofu/Tofu-Rührei). Mit Currypulver, Gemüsebrühe und Hefeflocken würzen und braten, bis alles schön Farbe genommen hat und knusprig wird. Dann auf einem Teller beiseite stellen.
In der immer noch heißen Pfanne das klein geschnittene Gemüse in 1 EL Öl ebenso scharf anbraten, bis es Farbe genommen hat, aber immer noch knackig ist. Ebenfalls auf einem Teller beiseite stellen.
Letzter Durchgang: den Reis in der Pfanne ohne weitere Zugabe von Öl anbraten, bis er an manchen Stellen knusprig wird. Eventuell kann man auch einfach alles zusammen anbraten, aber mir war das Risiko zu groß, dass irgendwas matschig wird, v.a. der Reis.
Alle Zutaten zurück in die Pfanne, mit Sojasauce, Reisessig/Zitronensaft und Agavensirup abschmecken und mit in Ringe geschnittenen Frühlingszwiebeln servieren.

 

Vegan Wednesday (3)

5 Sep

Und schon wieder ist Mittwoch… ihr müsst euch leider dran gewöhnen, dass ich gerade die Vegan Wednesday Fotos nur mit der Handykamera mache bzw. die dann sogar noch verwackelt und unscharf sind, weil ich immer erst in letzter Sekunde dran denke, zu fotografieren :-)

 

Frühstück: ein Stück Marillen-Streuselkuchen, den ich gestern für die Arbeit gebacken habe.

 

Mittag: da ich gestern früh ins Bett bin und nicht mehr kochen wollte, hab ich mir in der Mittagspause vom Asialaden eine vegetarische Bento Box geholt: Reis, Gemüse, 3 Frühlingsrollen, 3 Kappa Maki, 3 Avocado Maki.

 

Abendessen: selbstgemachte, scharfe Kürbis-Mais-Cremesuppe. Bestehend aus Knoblauch, grüner Currypaste, 1 EL Gemüsebrühenpulver, 1/2 Hokkaido Kürbis, 1 Dose Mais, einem Schuss Sojasahne, Wasser.

 

Schönen Abend!

Gebackener Hokkaido mit Zimt, cremigem Mangold und Couscous

1 Sep

Heute gibt’s was richtig Herbstliches: im Ofen gebackene Kürbisspalten, aromatisch gewürzt mit Zimt, Thymian und Chili; ein cremig-zitroniges Mangoldgemüse und Vollkorn Couscous.

Das Rezept ist für 2-3 Portionen.

 

Zutaten für den Kürbis

1/2 Hokkaido Kürbis

1 TL Zimt

1 TL Thymian

Chili nach Geschmack

1 EL Olivenöl

1 TL Ahornsirup

Salz, Pfeffer

 

Zutaten für den Mangold

1 TL Olivenöl

1-3 Knoblauchzehen

ca. 600 g frischen Mangold

1 TL Gemüsebrühenpulver

Abrieb einer unbehandelten Zitrone

2 EL Sojasahne (z.B. von Provamel)

1 kleiner Becher Sojajoghurt (z.B. von Provamel; ca. 125 g)

Salz, Pfeffer

 

Zutaten für den Couscous

1 kleine Tasse Vollkorn Couscous (gibt es bei Merkur)

1 kleine Tasse kochendes Wasser

etwas Salz

 

Zubereitung

Da der Kürbis am längsten braucht, zuerst das Backrohr auf 250°C vorheizen. Den Kürbis halbieren und mit einem Löffel entkernen, eine Hälfte in den Kühlschrank (morgen gibt’s Kürbissuppe, nam nam!) und die andere Hälfte in ca. 1 cm dicke Spalten schneiden. Diese mit Zimt, Thymian, Chili, Olivenöl, Ahornsirup, Salz und Pfeffer würzen und auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen. Im vorgeheizten Backofen ca. 20 Minuten backen, bis der Kürbis bissfest gegart bzw. am dünneren Ende leicht knusprig ist.

Da die zwei Beilagen jeweils nur wenige Minuten in Anspruch nehmen, reicht es damit zu beginnen, wenn der Kürbis bereits im Ofen ist.

Eine Tasse Wasser im Wasserkocher zum Kochen bringen. In einer Schüssel oder einem kleinen Topf den Vollkorn Couscous und etwas Salz mit gleich viel Wasser übergießen, abdecken und 6 Minuten quellen lassen. Anschließend mit einer Gabel auflockern.

Für den Mangold den kleingehackten Knoblauch in Olivenöl anbraten. Währenddessen den Mangold waschen, etwas trockenschütteln und die härteren Stiele in dünne Streifen schneiden. Diese etwas andünsten lassen, bevor die in breitere Streifen geschnittenen Mangoldblätter dazukommen. Wenn die beginnen zusammenzufallen, mit Suppenpulver und Zitronenschale würzen, mit etwas Wasser und/oder Sojasahne ablöschen und den Herd abdrehen. Sojajoghurt unterrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Alles zusammen anrichten und genießen.

 

 

Einen schönen September wünsch ich!

 

Vegan Wednesday (2)

29 Aug

 

Worum gehts?

Hab ich hier  schon geschrieben – sag bloß, das hast du nicht gelesen!

 

Zum Frühstück gabs heute wieder Haferbrei. Diesmal mit Haferflocken und Reismilch, dazu Banane und 2 Nektarinen. Und eine Prise Zimt.

 

Für heute Mittag wollte ich mir eigentlich etwas von daheim mitnehmen, da es mich aber gestern nicht gefreut hat, war ich beim Merkur. Große Schüssel vom Salatbuffet, Dachsteinbrot mit Zitronen-Koreander-Hummus (von Green Heart) und als Nachspeise ein Dr. Martins Kokoswasser mit Ananas und Acerola (schmeckt wie Piña Colada).

 

 

 

 

Und am Abend waren wir am Rathausplatz essen: Chana Masala (Kichererbsen Curry) mit Reis und dazu frisch gepressten Granatapfelsaft. Mhh!

 

 

 

Gebratene Nudeln mit Sojaschnetzeln und allem, was der Kühlschrank hergibt.

26 Aug

Nachdem ich seit 5 Jahren Vegetarierin und seit ca. 3 Monaten Veganerin bin, hab ich jetzt erst Sojaschnetzel für mich entdeckt. Ich koche zwar alle paar Monate mal Bolognese oder Chili mit Sojagranulat, aber da ich ein großer Fan von Seitan bin und dieser so vielseitig einsetzbar ist, hab ich nie  einen Grund gehabt, mit Sojaschnetzel zu experimentieren. Fragt mich nicht, wie ich jetzt darauf gekommen bin, aber Sojaschnetzel haben doch ein paar sehr große Vorteile…

TVP (engl.: textured vegetable protein) wird unter großem Druck und bei hohen Temperaturen hergestellt und ist ein Nebenprodukt der Sojaölproduktion. Es enthält daher viel Eiweiß und wenig Fett, hat eine fleischähnliche, faserige Struktur und kaum Eigengeschmack, weshalb es wunderbar als Fleischersatz geeignet ist. Zubereitet wird es normalerweise, indem man es in heißem Wasser (oder Brühe oder Marinade) aufquellen lässt und anschließend würzt, anbrät und wie Fleisch verwendet. Weitere Vorteile sind, dass es in getrocknetem Zustand sehr lange haltbar ist (noch dazu ungekühlt) und es im Gegensatz zu Seitan oder anderen fertig gewürzten Fleischersatzprodukten sehr preiswert ist. Eine 300g-Packung der deutschen Marke Vantastic Foods kostet in div. Onlineshops ca. 2,19 Euro (z.B. hier) und ergibt nach dem Einweichen bis zu 900g Sojafleisch. Klar, es ist ein sehr stark verarbeitetes Produkt und es besteht aus Soja – man sollte es also nicht zur Basis seiner Ernährung machen. Aber man isst es ja auch nicht jeden Tag.

Perfekt geeignet ist es also für jene Tage, an denen der Kühlschrank nicht mehr viel hergibt und man gerne aus ein paar Resten noch etwas Leckeres zubereiten möchte… so geschehen letztes Wochenende und das Ergebnis kann ich durchaus weiterempfehlen :-)

 

 

Zutaten

1 Handvoll Sojaschnetzel (z.B. die von Vantastic Foods)

1 EL Gemüsebrühenpulver

1 TL Sesamöl

100 g gekochte Vollkornnudeln (z.B. Fussili)

1 kleine Handvoll TK-Erbsen

4-5 Cocktailtomaten

Blattspinat

Sojasauce

Reissirup

Limettensaft

 

Zubereitung

Mit dem Wasserkocher ca. 0,5 Liter Wasser kochen, in einer Schüssel mit dem Suppenpulver verrühren, die Sojaschnetzel darin versenken, Deckel drauf und für ca. 10-15 Minuten quellen lassen.

Danach gut ausdrücken und in einer beschichteten Pfanne im Sesamöl bei großer Hitze anbraten, bis sich Röstaromen bilden. Die gekochten Nudeln und Erbsen hinzufügen und erwärmen bzw. mitanbraten. Zum Schluss mit Sojasauce, Reissirup und Limettensaft würzen, die geviertelten Tomaten und den Blattspinat kurz durchschwenken und servieren.

Mahlzeit!

Das Wort zum Freitag.

24 Aug

Die Franzosen haben bereits entdeckt, dass die Schwärze der Haut [der Sklaven] kein Grund dafür ist, jemanden schutzlos der Laune eines Peinigers auszuliefern. Es mag der Tag kommen, da man erkennt, dass die Zahl der Beine, der Haarwuchs oder das Ende des Kreuzbeins gleichermaßen unzureichende Gründe sind, ein fühlendes Wesen demselben Schicksal zu überlassen… Die Frage ist nicht: ‚können sie denken?‘ oder ‚können sie sprechen?‘, sondern: ‚können sie leiden?‘

Quelle: Jeremy Bentham: An Introduction to the Principles of Morals and Legislation. A new edition, corrected by the author. London 1828. Chapter 17: Of the Limits of the Penal Branch of Jurisprudence. IV. Fußnote „Interest of the inferior animals improperly neglected in legislation“. p. 235, 236

 

 

 

Newborns responding to a cold stethoscope.
Feelings make us equal.
Break the species barrier.

 

 

Vegan Wednesday (1)

22 Aug

 

Auf dem Blog „V“eltenbummler – Vegan Verreisen habe ich eine nettes Projekt entdeckt: Vegan Wednesday.

Ins Leben gerufen wurde es von den Bloggerinnen von Mixxed Greens, think. care. act. und twoodledrum und das ist die Idee dahinter:

 

Was soll das?
Jeden Tag etwas anderes. Burger, Kartoffeln, Salat, Reispfannen, Kuchen, Smoothies, Kekse, Cupcakes, Bananen, Schokolade… Wer behauptet, dass Veganer nur Gemüse essen, könnte nicht falscher liegen. Wie vielfältig und unterschiedlich vegane Ernährung ist, möchten wir mit dieser Initiative zeigen. Dabei lehnen wir uns an “What I Ate Wednesday” an – eine Blogbewegung, die immer mehr Teilnehmer findet. Alles, was mittwochs auf dem Teller gelandet ist, wird in einem Blogpost dokumentiert.

Wie kann ich mitmachen?
Immer abwechselnd rufen wir jeden Mittwoch mit unserem persönlichen “What I Ate Wednesday”-Post zum “Vegan Wednesday” auf. In den Kommentaren könnt ihr dann bis Samstag Abend die Links zu euren eigenen Posts hinterlassen. Zwei Bedingungen: Mindestens die Hauptmahlzeiten sollen fotografiert werden, und alles Gegessene soll vegan sein. Das ein oder andere Rezept könnt ihr natürlich gern gleich mit verraten! Wir sammeln dann die schönsten Bilder (aus jedem Post mindestens eins) auf tumblr/Pinterest ein, sodass ihr euch anschließend durch alle Posts klicken könnt.

Quelle: Mixxed Greens.

 

Da ich das absolut unterstützenswert finde und die Idee hinter meinem eigenen Blog auch die ist, anderen Leuten zu zeigen wie abwechslungsreich ein veganes Leben ist, habe ich beschlossen, mitzumachen. So weit es sich bei mir organisatorisch ausgeht, werde ich also jeden Mittwoch mein Essen fotografisch festhalten. Los gehts!

 

Zum Frühstück hab ich mir in der Arbeit einen Haferbrei gemacht: ca. 6-7 EL Haferflocken mit Sojamilch bedecken, für 3 Minuten in die Mikrowelle, mit 1 Tropfen Stevia und reichlich Zimt würzen und einen rohen, geschnittenen Apfel unterrühren.

 

Zu Mittag hat es wieder (wie immer bei diesem Wetter) Salat gegeben: heute mit 2 Tomaten, 1/3 Gurke, 2/3 gelber Paprika, gemischten Blattsalaten mit gehobelten Karotten und roten Rüben, 1 reifen Nektarine und einem Dressing aus dem Saft einer Zitrone, 2 EL Ume Su (japanischer Essig aus Umeboshi Pflaumen), 1 TL Olivenöl und Pfeffer. Dazu 3-Korn Waffeln (bestehend aus Vollkornreis, Hirse und Buchweizen) mit Kichererbsenaufstrich von Alnatura.

 

Am Nachmittag hab ich mir noch was Süßes geholt: und zwar 0,5 Liter frisch gepressten Orangen-Ananas-Saft vom Merkur und eine sehr gute vegane Schokolade: Himbeer-Granatapfel von Liebhart’s Gesundkost. Noch besser ist allerdings die Sorte Erdbeere-Pfeffer, mhh.

 

Abendessen fällt heute aus. Und somit wünsche ich euch allen einen schönen Abend :-)

„Liebster Blog“ Award

28 Jul

Die liebe Crysanthes vom veganen Blog Gemüsli – Liebe in meinem Kühlschrank hat mir diesen Blog Award verliehen:

 

 

Sinn und Zweck dieses Awards ist es, Bloggerneulingen die Chance zu geben, sich bekannt zu machen.
Wenn du den Award erhalten hast:
1. Poste den Award auf deinem Blog.
2. Verlinke deinen Nominator – als kleines Dankeschön.
3. Gib den Award an fünf Blogger weiter, die weniger als 200 regelmäßige Leser haben und informiere sie hierüber in einem Kommentar oder per Mail.

 

Vielen vielen Dank, ich fühl mich geehrt!

Zu Punkt 1: Ich konnte den Award erst heute auf meinem Blog posten, da sie leider vergessen hat, mich zu informieren und ich erst gestern zufällig davon erfahren habe ;-)

Zu Punkt 2: Hier nochmal ganz ausdrücklich: http://gemuesli.wordpress.com/

Zu Punkt 3: Da ich nicht weiß, wie man herausfindet, ob jemand mehr oder weniger als 200 regelmäßige Leser hat, hab ich einfach Blogs gewählt, die ich persönlich schätze und gerne lese. Die Reihenfolge ist zufällig.

 

Mein Blog Award geht an…

Oh, glorious food. – ein veganer Foodblog mit Schwerpunkt auf Wien und die hier erhältlichen Produkte bzw. hier ansässigen veganen Lokalitäten. Sehr hilfreich, viele neue Inputs. Dass der letzte Eintrag 8 Monate her ist, ist hoffentlich nur Zufall. Ihr macht doch noch weiter, oder?

Leckerlutionaer – minimalistisches Design, sehr schöne Fotos und tolle Rezepte. Das sind meine Kriterien an einen guten Foodblog und Leckerlutionaer trifft dabei genau meinen Geschmack.

Vegans do it better! – Sherry aus Mainz berichtet von ihrem veganen Leben. Ein sehr lebendiger Blog mit interessanten Rezepten und erst kürzlich einem Reisebericht aus Schweden.

„V“eltenbummler – bleiben wir doch gleich beim Thema Reisen. Auf dem sympathischen Blog „V“eltenbummler geht es nämlich nur darum und das ist fantastisch (außer man sitzt bei 30°C im Büro, dann ist es eher depremierend ;-)). Besonders angetan haben es mir die Berichte aus Kroatien und Jamaica.

Lisa Goes Veggie! – und last but not least ein bemerkenswerter Blog der 15-jährigen Veganerin Lisa. Hut ab!

 

Also, schaut auf den Blogs vorbei und habt noch ein schönes Wochenende!

Und nicht vergessen: bis morgen, Sonntag, 10 Uhr MEZ, habt ihr noch die Möglichkeit, bei meinem Gewinnspiel mitzumachen!

 

Marillen-Streuselkuchen

21 Jul

Zur Vernissage einer Freundin habe ich fürs (komplett vegane) Buffet diesen Marillen-Streuselkuchen mitgebracht. Ich kenne und verwende das Rezept schon seit Jahren und will es euch nicht vorenthalten. Woher ich es habe, weiß ich nicht mehr.

Ich finde, es gibt fast nichts Schlimmeres als diese Obstkuchen, die aus sehr viel trockenem Teig und sehr wenig Obst bestehen. Ganz anders dieser hier: der Teig ist flaumig und saftig und erinnert von Konsistenz und Geschmack sehr an Topfenteig, belegt mit reichlich Obst und knusprig-zimtigem Streusel hat er bisher noch jeden überzeugt („Was, der ist vegan?“).

 

Zutaten für den Teig

100 g Kristallzucker

150 g Margarine (z.B. Alsan)

1 ausgekratzte Vanilleschote (oder 1 Päckchen Vanillezucker)

Abrieb einer halben unbehandelten Zitrone

2 gehäufte EL Sojamehl**, zu einer Paste angerührt mit 6 EL Wasser

250 ml Sojamilch

500 g Mehl

1 Päckchen Backpulver

1 Prise Salz

 

Obstbelag

1 kg Obst nach Geschmack (z.B. Marillen, Äpfel, Kirschen, Zwetschken…)

 

Zutaten für die Streusel

200 g Kristallzucker

100 g Margarine

100 g gemahlene Mandeln

150 g Mehl

1 Prise Zimt

 

Zubereitung

Backofen auf 175°C vorheizen.

Die Zutaten für die Streusel gut verkneten und beiseite stellen.

Für den Teig Zucker und Margarine schaumig schlagen. Vanille, Zitronenschale, die angerührte Paste (aus Sojamehl und Wasser) und die Sojamilch unterrühren und zuletzt Mehl, Backpulver und Salz hinzufügen. Das Ganze ergibt einen relativ festen, klebrigen Teig.

Diesen – möglichst gleichmäßig – auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech streichen und darauf das entsteinte und in Spalten geschnittene Obst verteilen und leicht flach drücken. Darüber die Streusel verteilen.

Auf mittlerer Schiene etwa 30-40 Minuten backen. Der Kuchen ist durch, wenn die Ränder schön goldbraun sind.

 

 

Das Bild ist leider nicht sehr aussagekräftig, aber ich konnte den Kuchen natürlich nicht daheim anschneiden… aber ihr könnt es euch sicher vorstellen: unten Teig, in der Mitte Marillen, oben Streusel ;-)

 

** Sojamehl bekommt man beim Merkur (in der Ökoabteilung) und in jedem Biomarkt, es ersetzt in diesem Rezept die Eier.

Erdnuss-Orangen-Frühstückskekse

18 Jul

Diese Kekse sind sicher nicht für jeden.

Sie sind nicht sehr süß und beinhalten keine Schokolade – das sind wohl Ausschlussgründe für die meisten Leute. Ich mag sie gerade deswegen und nenne sie Frühstückskekse, da sie – zusammen mit einem heißen Kakao – ein leckeres und gar nicht mal so ungesundes Frühstück abgeben. Wer es süßer und ungesünder mag, kann natürlich trotzdem gehackte Schokolade unter den Teig mischen ;-)

 

Zutaten

1 reife Banane

2 EL Erdnussmus (100% Erdnüsse – ohne Öl oder Zucker)

1 Prise Salz

1 Prise Zimt

Abrieb einer halben unbehandelten Orange

1 EL Leinsamen

1/2 Tasse Dinkelvollkornmehl

1/4 TL Backsoda (Natron)

1 Tasse Haferflocken

 

Zubereitung

Den Backofen auf 180°C vorheizen.

Die Banane mit einer Gabel zerdrücken, dann die restlichen Zutaten hinzufügen, alles mit einem Kochlöffel verrühren und zum Schluss die Haferflocken richtig gut einkneten, damit sie nicht zu trocken bleiben.

Ein Blech mit Backpapier auslegen und den Teig esslöffelweise in kleinen Häufchen auf das Blech setzen, etwas flachdrücken und ca. 14 Minuten backen. Vollständig abkühlen lassen und nicht luftdicht verpacken – es sei denn, man will weiche Kekse haben, dann nur zu.

Ergibt bei mir 13 Kekse.

 

 

 

Eierschwammerl Sauce

16 Jul

Ich liebe Eierschwammerl (=Pfifferlinge) und finde, dass sie mit möglichst wenigen Zutaten und bei möglichst kurzer Garzeit am besten zur Geltung kommen. Besser als Nudeln würden natürlich Semmelknödel passen, aber das ist mir zu aufwendig (obwohl die vegan ganz super gelingen – vielleicht mach ich das mal für Gäste).

 

Zutaten

150 g Vollkorn Fussili (oder andere Pasta)

1 rote Zwiebel

1-2 Knoblauchzehen

330 g Eierschwammerl

60 ml Sojasahne

frische Petersilie

1 EL Gemüsesuppenpulver

Abrieb einer halben unbehandelten Zitrone

Salz, Pfeffer

 

Zubereitung

Nudeln nach Packungsanweisung kochen. Sobald die Nudeln im Wasser sind, mit der Sauce beginnen.

Dafür eine beschichtete Pfanne vorheizen. Zwiebel und Knoblauch hacken und in etwas Öl oder Wasser andünsten. Eierschwammerl hinzufügen, mit Suppenpulver, Salz und Pfeffer würzen, mit mehr Wasser und/oder Sojasahne ablöschen und einige Minuten köcheln lassen. Die gekochten Nudeln mit der Sauce vermengen und mit frisch gehackter Petersilie und fein geriebener Zitronenschale servieren.

 

Veganes Frozen Yogurt bei Zanoni&Zanoni!

15 Jul

Liebe Leute,

ich weiß, die erste Hälfte des Sommers ist fast schon vorbei (und ich muss sagen, dass mich das nicht gerade stört), aber obwohl ich seit Monaten von seiner Existenz weiß, hab ich’s erst gestern geschafft, es zu probieren: das vegane Frozen Yogurt von Zanoni&Zanoni in Wien.

Und ich muss euch sagen: ich finde keine Worte dafür, wie gut es ist. Es ist der Hammer. Wirklich. Das Sojaeis ist cremig und aromatisch und ich konnte überhaupt nur beim allerersten Bissen eine leichte Sojanote erkennen, danach hat es so vollmundig und sahnig geschmeckt, dass ich schon fast gedacht hätte, man hätte mir aus Versehen das Milcheis gegeben. Die Auswahl der Toppings lässt (für mich) keine Wünsche offen, vegan sind auf jeden Fall alle Obstsorten, alle Obstsaucen und mindestens eine Krokantsorte. Was will man mehr?

Ich hatte einen kleinen Becher mit 3 Toppings (Himbeersauce, Heidelbeeren und veganes Krokant) um 3,50 Euro. Den Preis finde ich total in Ordnung, zumal das kleine Eis so viel war, dass ich das letzte Drittel nicht mehr essen konnte.

Der einzige Minuspunkt für mich ist, dass es wirklich sehr sehr süß ist. Ich hätte mir gewünscht, dass das Eis selbst vielleicht wenig bis gar nicht gesüßt ist, damit die süßen Toppings als Kontrast dazu besser wirken. Aber erstens ist das Geschmackssache und zweitens könnte man das wohl leicht umgehen, indem man als Topping nur pures Obst nimmt. Auch waren wir etwas verwundert, dass das Frozen Yogurt so gar nicht säuerlich geschmeckt hat – ich muss sagen, ich hab auch davor noch nie ein „normales“, unveganes Frozen Yogurt gegessen, aber sollte das nicht irgendwie joghurtig-säuerlich schmecken?

 

 

Zanoni&Zanoni

1010 Wien, Am Lugeck 7

Tel: 01 – 512 79 79

www.zanoni.co.at

Öffnungszeiten: tgl. 11 – 23 Uhr (gilt für Frozen Yogurt Filiale, die sich gegenüber der Hauptfiliale befindet)

 

Kleiner Tipp: das Frozen Yogurt hat zwar auch bei Regen und 15°C fantastisch geschmeckt, aber am kommenden Donnerstag soll es wieder heiß werden! ;-)

 

 

Sommerlicher Kichererbsensalat

11 Jul

Ich hasse Geschirrabwaschen so sehr, dass ich oft deshalb Salate mache. Das ist also einer der wenigen Fälle, wo Faulheit zu etwas Gutem führt ;-) Und wenn man einen Salat um Hülsenfrüchte, Mais, Nudeln, Reis, Hirse, Couscous oder Quinoa erweitert, hat man eine komplette Mahlzeit ohne den Herd aufzudrehen oder viele verschiedene Schüsseln und Töpfe abspülen zu müssen. Dass im rohen Gemüse alle Nährstoffe optimal erhalten bleiben, ist da für mich nur mehr Nebensache.

 

Zutaten

1 Handvoll Kichererbsen (aus der Dose oder frisch gekocht)

1 Tomate

1/2 Paprika

10 cm Gurke

1 Handvoll gemischte Blattsalate

Basilikum

1 EL gehackte Rosinen

 

Zutaten für das Dressing

1 EL Balsamico Essig

1/2 Zitrone (Saft und Abrieb)

1 TL Olivenöl

1 Knoblauchzehe, gepresst

1 Msp Dijonsenf

Salz, Pfeffer

 

Zubereitung

Zutaten für das Dressing vermengen, Gemüse schneiden, beides in eine Schüssel tun und genießen.

 

 

Baked Tofu. Viel Geschmack, wenig Fett.

10 Jul

Ich hab mir letztens das neue Kochbuch von Isa Chandra Moskowitz gegönnt: Appetite for Reduction – 125 Fast and Filling Low-Fat Vegan Recipes. Es ist wirklich toll und ich habe bisher ca. 20 Eselsohren hineingemacht – eines zu jedem Rezept, das ich unbedingt ausprobieren muss.

Da Google schon die Drecksarbeit für mich übernommen hat (= das Rezept für jeden zugänglich zu machen – und zwar hier), wasche ich mein Gewissen rein und mache hier nur mehr die Übersetzung:

 

Zutaten

1 Block Tofu (so fest wie möglich – ich liebe den von Spar Veggie aus dem Kühlregal)

3/4 Tasse Gemüsebrühe

3 EL Balsamico Essig

2 EL Tamari oder Sojasauce

1 TL getrockneter Thymian

3 Zehen Knoblauch, gepresst

1 EL Reissirup (optional)

Salz, Pfeffer und Chili nach Geschmack

 

Zubereitung

In einer Plastikbox alle Zutaten für die Marinade vermengen. Den Tofu abspülen und auspressen bzw. mit Küchenrolle trocken tupfen, anschließend in Würfel, Scheiben oder Dreiecke schneiden.

Den Tofu in der Marinade versenken und ab damit in den Kühlschrank: für mindestens eine Stunde, am besten über Nacht. Wenn der Tofu nicht komplett in der Marinade schwimmt, gelegentlich wenden.

Das Backrohr auf 200°C vorheizen und den Tofu auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen und mit je 1/2 TL Marinade übergießen. 20 Minuten backen, dann wenden und wieder mit Marinade übergießen. Nach insgesamt 30-40 Minuten sollte der Tofu fertig sein. Fertig heißt: an manchen Stellen knusprig, an anderen von klebrig-süß-pikanter Marinade überzogen.

Der baked tofu eignet sich für asiatische Gerichte, Gemüsepfannen, Wraps, Salate,… aber auch in einem Sandwich würde er eine gute Figur machen.

Alternativ kann man die Marinade auch für Tempeh verwenden. Da ich den sogar lieber mag als Tofu, muss ich das unbedingt probieren.

 

 

Ich habe dazu Hirse gekocht (1 Teil Hirse + 2 Teile Wasser in den Reiskocher, Knöpfchen drücken und 20 Minuten warten) und eine schnelle Gemüsepfanne, die ich mit der restlichen Tofumarinade gewürzt hab.

 

 

Spaghetti mit Champignon-Spinat-Sahnesauce

29 Jun

Normalerweise esse ich Spinat ja nicht, ich trinke ihn. In Form eines grünen Smoothies. Da man aber eine 500g-Packung nicht so schnell aufbrauchen kann, gab es heute ausnahmsweise mal gekochten Spinat. Hab ganz vergessen, wie toll das schmeckt, mhh.

 

Zutaten für zwei Personen

150-200 g Vollkorn Spaghetti

1-2 Knoblauchzehen

1 Handvoll Champignons

300 g Blattspinat (frisch)

1 TL Gemüsenbrühenpulver

1 Schuss Sojasahne

1 kleiner Becher Sojajoghurt (125 g)

Saft und Abrieb einer Bio-Zitrone

Muskatnuss, Salz und Pfeffer

 

Zubereitung

Die Nudeln nach Packungsanweisung kochen.

In einer beschichteten Pfanne den gehackten Knoblauch und die in Scheiben oder Würfel geschnittenen Champignons in etwas Wasser andünsten. Den Spinat zugeben, zusammenfallen lassen, mit Gemüsebrühenpulver und Sojasahne etwas köcheln lassen, dann vom Herd nehmen und mit Sojajoghurt, Saft und Abrieb einer Zitrone, Muskatnuss, Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Sauce zusammen mit den Nudeln anrichten und – je nach Geschmack – mit Hefeflocken oder Mandelparmesan bestreuen.

 

 

 

Alles roh: Gurkenspaghetti mit Tomatensauce

22 Jun

 

Mein Spiralschneider von Lurch ist gerade noch rechtzeitig angekommen, bevor es so heiß wurde.

Ich hasse dieses Wetter. Irgendwann werde ich nach Kopenhagen ziehen (ich beobachte das Wetter dort seit ein paar Monaten und es hat immer – wirklich immer – zwischen 10 und 20 Grad Celsius – was für ein Paradies!), aber bis dahin tröste ich mich täglich mit einem Teller roher Gurkenspaghetti mit Tomatensauce.

Gemüsespaghetti? Mit ungekochter Tomatensauce? Ja und ja. Urteilt nicht, bevor ihr es nicht probiert habt. Den intensiven Geschmack dieser Sauce kann man sich nicht vorstellen, wenn man es nicht probiert hat. Und die Gurke ist so knackig und frisch, dass ich richtig begeistert bin. Ich habs auch schon mit roher Zucchini probiert, das ist allerdings nicht mein Fall. Die Zucchini hat mMn so viel Stärke, dass es so klebrig wird und quietscht auf den Zähnen. Also bleiben wir erstmal bei Gurke.

Das Rezept ergibt zwei kleine oder eine sehr große Portion.

 

Zutaten

1 Salatgurke

2 frische Tomaten

1/2 Stange Stangensellerie oder 1/2 gelbe Paprika oder anderes Gemüse nach Wahl

3 Hälften getrocknete Tomaten

3 Datteln

1 Knoblauchzehe

1-2 EL Zitronensaft

Salz, Pfeffer

einige Tropfen Olivenöl (optional)

 

Zubereitung

Die Gurke waschen, die Enden gerade abschneiden und in zwei gleichgroße Teile teilen. Beide Teile nacheinander durch den Spiralschneider drehen und die Spaghetti auf einem Teller zur Seite stellen.

In einem Standmixer oder einer Küchenmaschine die restlichen Zutaten zu einer Sauce mixen, abschmecken und eventuell mit frischen, gehackten Kräutern ergänzen.

Falls aus den Spaghetti in der Zwischenzeit Wasser ausgetreten ist, dieses wegschütten und die Spaghetti zusammen mit der Tomatensauce anrichten.

 

Kennt jemand den Film Do The Right Thing von Spike Lee?

 

Schönes Wochenende!

 

Polenta mit Nektarinen und Brombeeren

9 Jun

Ein sehr leckeres Frühstück für die kühleren Tage – so wie heute.

 

Zutaten

1 Espressotasse Polenta

4 Espressotassen Hafermilch

1 Nektarine

1 Handvoll Brombeeren

Zimt und Mandelsplitter (optional)

 

Zubereitung

Hafermilch erhitzen, Polenta einrühren und auf schwacher Hitze solange köcheln lassen, bis die Polenta weich und cremig ist. Die Hafermilch, die ich verwende (Alnatura von dm), ist auch ohne Zuckerzusatz sehr süß, deswegen brauche ich kein weiteres Süßungsmittel. Wenn ihr eine andere Milch verwendet oder überhaupt nur Wasser (auch das wird genau so cremig!), dann müsst ihr eventuell mit etwas Reissirup nachhelfen.

Die Polenta mit dem Obst in eine Schüssel schichten und mit Zimt und Mandelsplittern bestreuen.

 

 

 

Fabelhafte Brownies (obwohl vollwertig, zuckerfrei und fettarm)

6 Jun

Frage: Was ist besser als Brownies?

Antwort: Vegane, zuckerfreie, vollwertige, fettarme Brownies, denen man ihre gesunden Eigenschaften nicht ansieht oder anschmeckt.

 

Zutaten

2 Bananen

7 Datteln

2 EL Leinsamen

2 EL Reissirup (alternativ: Agavensirup)

1 EL Kokosöl (alternativ: geschmacksneutrales Öl)

1/4 Tasse Wasser

1/2 Tasse Vollkornmehl

1/4 Tasse Kakaopulver

1/2 TL Natron (Speisesoda)

1 Prise Salz

1 Prise Zimt

1 Tasse Haferflocken

 

Zubereitung

Die Bananen mit Datteln, Leinsamen, Reissirup, Kokosöl und Wasser pürieren. (Das funktioniert einwandfrei im Vitamix und sollte auch mit anderen Standmixern, Küchenmaschinen oder Stabmixern zu schaffen sein. Im schlimmsten Fall die Datteln vorher im Wasser einweichen.)

Das Bananenpüree in eine Rührschüssel umfüllen und zuerst mit Mehl, Kakaopulver, Natron, Salz und Zimt verrühren. Dann die Haferflocken einkneten, bis ein klebriger, eher fester Teig entsteht.

An dieser Stelle könnte man noch gehackte Nüsse oder gehackte Schokolade unter den Teig rühren. Zuckerfreie Schokolade (gesüßt mit Xylitol) gibt es zum Beispiel von der britischen Marke Plamil, erhältlich u.a. beim Veganversand Lebensweise.

Die Masse ca. 1,5 cm hoch auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech streichen. Der Teig zerrinnt nicht und geht nicht stark auf, deshalb ist keine Kuchenform notwendig.

Bei 180°C auf mittlerer Schiene 17-20 min backen und danach vollständig abkühlen lassen.

Am ersten Tag schmecken sie wie Kuchen, richtig „chewy“ (wie Brownies sein sollten) sind sie erst am nächsten Tag ;-)

 

 

Nachtrag vom 16.06.2012

Nachdem ich die Brownies jetzt schon mehrmals gemacht hab (unter anderem für die Veganmania in Wien, wo sie innerhalb kürzester Zeit weg waren), kann ich sagen: bei einer Backzeit von 17 Minuten sind die Brownies wunderbar weich und saftig, wer also den „chewy“ Effekt will, sollte sie auf keinen Fall länger backen. Wer mehr auf Sandkuchen steht, kann die Backzeit auf bis zu 20 Minuten erhöhen. Desweiteren lässt sich das Rezept wunderbar vervielfachen, ich hab zB die dreifache Menge gemacht für ein ganzes Backblech.

Die viel wichtigere Neuigkeit ist aber: ich empfehle eine kleingehackte Tafel Schokolade unter den Teig zu mischen. Himmlisch schmeckt es mit der zuckerfreien Kaffeeschokolade Plamil Coffee ohne Zucker. Oh mein Gott!!! Erinnert mich an die Espresso Brownies von Starbucks, die ich früher gern gegessen habe.

 

Rohe Pastasauce aus Tomaten und Cashews

5 Jun

In letzter Zeit bin ich ziemlich fasziniert von rohen Pastasaucen. Für den nächsten Schritt – rohe Gemüsenudeln – hab ich mir auch schon einen Spiralschneider bestellt, der kommt allerdings erst nächste Woche an. Einstweilen passt die Sauce auch gut zu gekochten Vollkornnudeln :-)

 

Zutaten für zwei Portionen

3 Tomaten

3 Datteln

3 Stück(=Hälften) getrocknete Tomaten, eingeweicht

1/2 Tasse Cashews

1 Stange Stangensellerie (optional)

1 Zehe Knoblauch

Pfeffer

frisches Basilikum

 

Zubereitung

Alle Zutaten (außer die letzten zwei) in den Vitamix werfen, 20 Sekunden auf höchster Stufe mixen und mit Pfeffer abschmecken. Salz war bei mir nicht mehr nötig, da die getrockneten Tomaten gesalzen waren und auch der Sellerie leicht salzig schmeckt – sonst eventuell noch salzen.

Zusammen mit frischem Basilikum anrichten und genießen ;-)

Tofu Scramble mit Pilzen, Zucchini und Tomaten

3 Jun

Ich hab heute zum ersten Mal in meinem Leben Tofu Scramble gemacht bzw. gegessen. Bin ziemlich begeistert.

Obwohl ich Eierspeise (=Rührei) nie so besonders gerne gegessen hab, finde ich Tofu Scramble toll. Das soll aber jetzt nicht die abschrecken, die den Geschmack von Eiern mögen – ich finde, die Tofuvariante kommt dem geschmacklich sehr nahe. (Ich hab auch Spaghetti Bolognese nie gerne gegessen, Sojabolognese allerdings schon, auch wenn es fast gleich schmeckt. Keine Ahnung warum.)

Was ich auch noch toll daran finde: es ist schnell zubereitet, man hat meistens alle Zutaten zu Hause und es ist ein leckeres Frühstück mit viel Gemüse und hochwertigem Eiweiß, dafür wenig Fett (man kann das Gemüse auch in Wasser dünsten, wenn man gar kein Öl verwenden will).

Okay, kommen wir zur Sache.

 

Zutaten für 1 große Portion

1 TL Olivenöl

5 Champignons

1/2 Zucchini

1 Tomate

1-2 Zehen Knoblauch

1/2 Packung Tofu (ca. 120g; möglichst fest)

1 TL Gemüsebrühenpulver

1/2 TL Currypulver

Pfeffer

1 EL Hefeflocken

1 EL Schnittlauch

 

Zubereitung

In einer beschichteten Pfanne das Olivenöl erhitzen, das geschnittene Gemüse und den gehackten Knoblauch zugeben und scharf anbraten. Sobald sich Röstaromen gebildet haben, den ausgedrückten Tofu mit den Händen über das Gemüse bröseln und solange mitbraten, bis der Tofu an manchen Stellen dunkler und knusprig wird. Dann mit Gemüsebrühenpulver, Currypulver und Pfeffer würzen und solange am Herd lassen, bis aus dem Gemüse genügend Wasser ausgetreten ist, um dem Ganzen die gewünschte Konsistenz zu geben (wer keine Champignons und Tomaten nimmt, muss an dieser Stelle eventuell 2 EL Wasser hinzufügen). Am Schluss mit Hefeflocken und Schnittlauch abrunden und servieren. Dazu passt Vollkorntoast.

 

 

Schönen Sonntag! :-)

Filmtipp: May I Be Frank.

20 Mai

Ich habe schon vor einer Woche auf Claudis Blog über den Film May I Be Frank gelesen. Dieses Wochenende hatte ich endlich Zeit, ihn anzusehen und ich bin begeistert – ich war nicht nur einmal zu Tränen gerührt und kann den Film wirklich jedem empfehlen. Hier eine kurze Zusammenfassung:

 

Frank Ferrante is a 54 year old Sicilian from Brooklyn living in San Francisco.  A lover of life, great food, beautiful women and a good laugh, Frank is also a drug addict, morbidly obese, pre-diabetic, and fighting Hepatitis C. He’s estranged from his daughter, single, and struggling with depression. Frank knows that life can be better than this, and is looking for a way out.

May I Be Frank documents the transformation of Frank Ferrante’s life. He unknowingly stumbles into a local restaurant in San Francisco, Café Gratitude, a raw, organic and vegan café. As he becomes friends with the staff, he keeps returning to the café where he feels welcomed and free from his collapsing personal life. On one such visit, Frank is asked by Ryland, one of the servers, “What is one thing you want to do before you die?” Frank replies “I want to fall in love one more time, but no one will love me looking the way I do.”

Inspired by the possibility of helping Frank, Ryland invites him to come into the café everyday for the next month. Armed with a camera and a wide open heart, Ryland soon enrolls his brother Cary, and Conor, his best friend, to participate in supporting Frank’s transformation. The final agreement is made that for the next 42 days, Frank will turn his life over to three twenty-something young men committed to his healing and prepared to coach him physically, emotionally and spiritually.  Frank will eat only raw food, practice gratitude, visit local holistic practitioners, and get a weekly colonic.  Ryland, Conor, and Cary get to support and witness Frank’s miraculous transformation.  Frank gets a new body, a clearer mind, and most importantly, a soaring spirit.

Over those 42 days, the four men go on the ride of their lives.  Setting out to help Frank lose weight and get healthy, no one anticipated the profound impact this journey would have on the lives of countless others.  Through Frank’s story of love, redemption, and transformation, the viewers witness the power of change for themselves and the world.  May I Be Frank documents the essence of the human condition and what it truly means to fall in love again.

 Quelle: http://mayibefrankmovie.com

 

 

Den Film gibt es auf DVD zu kaufen (auf der Webseite weiter oben) oder man kann ihn sich hier online ausleihen – das kostet $3 (umgerechnet €2,43) und kann bequem mit Kreditkarte oder über PayPal bezahlt werden. Das tolle daran ist: man kann sich den Film innerhalb von 7 Tagen so oft ansehen, wie man will. Und zusätzlich kann man den Film nach dem Prinzip „rent one, gift one free“ an eine Person weiterschenken, die sich den Film dann auch online ansehen kann.

Wenn jemand Interesse hat – ich verschenke meine Weitergabeoption an den ersten, der einen Kommentar mit seiner E-Mail Adresse hinterlässt. Die E-Mail Adresse wird von mir selbstverständlich nicht veröffentlicht.

Achja, der Film ist auf Englisch, ohne Untertitel, aber leicht verständlich.

 

Schönen Sonntag, allerseits!

Matcha Smoothie

20 Mai

Guten Morgen!

Heute gibts mal eine andere Art von Green Smoothie. Und zwar mit Matcha.

Matcha ist zu feinem Pulver vermahlener Grüntee, der ursprünglich in japanischen Teezeremonien verwendet wird/wurde. Der Vorteil gegenüber herkömmlichem Grüntee ist ganz klar, dass bei Matcha nicht nur die wasserlöslichen Stoffe getrunken werden, sondern das gesamte Teeblatt, wodurch man alle guten Inhaltsstoffe nutzen kann. Die da wären zum Beispiel Mineralien wie Flour und Kalzium, Vitamin C (so viel wie Zitronen), Chlorophyll und eine ganze Menge an sekundären Pflanzenstoffen. Darüber weiß die Webseite http://www.matcha-grüntee.de (seit wann gibt es eigentlich Umlaute in einer URL?) mehr zu sagen:

Die interessanteste Wirkstoffgruppe des grünen Tees sind die sekundären Pflanzenstoffe, u.a. die Catechine, und in dieser Gruppe besonders das „Epigallo-Cathechin-3-O-gallat“, abgekürzt EGCG. Sie wirken als „Radikalfänger“ und halten Schadstoffe von den Zellen fern. In einer großen Versuchsreihe mit vielen Teilnehmern haben Wissenschaftler der amerikanischen „University of Kansas City“ außerdem festgestellt, dass grüner Tee Herz- und Krebserkrankungen vorbeugt. Vermutet wurde dieser Zusammenhang schon lange. EGCG schützt 100 mal stärker vor Freien Radikalen als Vitamin C sowie 25 mal stärker als Vitamin E. Damit ist das EGCG allen bisher bekannten Waffen gegen das Altern weit überlegen. Zu den Catechinen gesellen sich noch weitere sekundäre Pflanzenstoffe, wie zum Beispiel die Flavonoide, die vor Entzündungen und Infektionen schützen und die Immunabwehr steigern. Die Gerbstoffe im grünen Tee haben darüber hinaus eine ähnlich blutverdünnende Wirkung wie das Aspirin. Sie hemmen die Blutgerinnung und verhindern, dass Blutfette wie zum Beispiel das Cholesterin sich an den Gefäßwänden absetzen kann. Das beugt Gefäßverschlüssen und damit dem Herzinfakt vor. Japanische Pharmakologen der Universität Tokio stellten darüber hinaus fest, dass der Genuss von grünem Tee die Blutfettwerte normalisiert.

Quelle: www.matcha-grüntee.de/inhaltsstoffe/index.html

 

Ich finde, Matcha hat die Bezeichnung „Superfood“ durchaus verdient. Und damit die Inhaltsstoffe optimal erhalten bleiben, sollten geöffnete Packungen unbedingt im Kühlschrank aufbewahrt und schnell verbraucht werden.

Matcha bekommt man in Asialäden, Teehäusern und Biomärkten. Ich verwende momentan ein Produkt der Marke ARCHE Naturküche und zwar dieses hier. Gibt es in Wien beim Basic Biomarkt (Schönbrunner Straße), eine Dose mit 30 g kostet knappe 16 Euro. Von der Biomarke AIYA gibt es viele verschiedene Sorten von Matcha for Cooking über Ceremonial Matcha bis hin zur Super Premium Luxus-Klasse. Mehr Infos zu den einzelnen Sorten findet ihr hier, erstehen kann man den in Wien bei dem Teehaus Cha No Ma im 4. Bezirk oder – lt. Aiya Webseite – auch bei Tee Gschwendner. Sobald ich wieder so viel Geld habe, dass ich für ein paar Gramm eines bestimmten Pulvers Unmengen an Geld ausgeben kann, werde ich mir mal eine vernünftige Sorte von Aiya gönnen ;-)

So. Jetzt zu meinem Frühstück.

 

Zutaten

2 reife Bananen

1 Handvoll Babyspinat

1 TL Matcha

Hafermilch

Wasser

 

Zubereitung

Die geschälten Bananen, den Spinat und das Matchapulver im Mixer eures Vertrauens platzieren, mit Hafermilch und Wasser aufgießen, mixen, fertig. Wenn man so viel Flüssigkeit nimmt, dass die anderen Zutaten gerade bedeckt sind, ergibt das bei mir einen Liter (eher dünnflüssigen) Frühstückssmoothie.

 

 

 

Maiscremesuppe mit grüner Currypaste und Kokosmilch

19 Mai

Vor einigen Wochen hab ich, von einer Wurzelbehandlung kommend (mit leerem Magen, noch betäubt und mit dem Wissen, dass ich nicht so bald kauen werde können), im Supermarkt eine Fertigsuppe von Roggenkamp Organics gekauft. Frische Kürbis-Mais-Suppe mit Anapurna-Curry. Die Suppe war zwar sehr gut, aber erstens relativ teuer und zweitens nicht vegan (enthält Sahne, wenn auch nicht viel). Da ich sie aus diesen Gründen nicht wieder kaufen will, habe ich mir die wichtigsten Zutaten gemerkt und die Suppe seitdem einige Male nachgekocht. Warum sie bisher nicht auf dem Blog gelandet ist? Weil kein Foto diesem Geschmackserlebnis gerecht werden kann. Ehrlich, lasst euch nicht von der blassgelben Farbe abschrecken. Ich hab selten so eine würzige Suppe gegessen.

Ohne Kürbis (diese Saison ist erstmal vorbei) wird die Suppe sehr dick und cemig. Man könnte stattdessen vielleicht Karotten o.ä. mitkochen, hab ich allerdings noch nicht probiert. Das würde der Suppe wahrscheinlich auch zu einer kräftigeren Farbe verhelfen ;-)

 

Zutaten

ein paar Tropfen Olivenöl

1 Zehe Knoblauch

1 Dose Mais, abgetropft

1/2 TL grüne Currypaste

1 TL Gemüsebrühenpulver

1/3 bis 1/2 Dose Kokosmilch

 

Zubereitung

In einem mittleren (beschichteten) Topf das Olivenöl erhitzen und die grob gehackte Knoblauchzehe etwas anbraten, sollte aber nicht zu dunkel werden. Dann Mais, Currypaste, Gemüsebrühenpulver und Kokosmilch hinzufügen und mit so viel Wasser aufgießen, dass der Mais gerade bedeckt ist. Sobald die Flüssigkeit zu köcheln beginnt, sollte auch der Mais erhitzt sein. In einem Standmixer oder mit einem Stabmixer  zu einer cremigen Suppe pürieren und servieren.

 

Glasierter Tempeh aus dem Ofen

19 Mai

Nachdem ich diese Woche zweimal am Abend Wraps mit Gemüse und gebratenem Tempeh gegessen habe, wollte ich heute unbedingt den restlichen Tempeh aufbrauchen. Da ist mir wieder eingefallen, dass es in einem meiner Lieblingskochbücher – Veganomicon von Isa Chandra Moskowitz & Terry Hope Romero – ein ganz tolles Rezept für „Hot-sauce glazed Tempeh“ gibt. Mehr Würze als mit dieser Marinade kann man in Tempeh wohl kaum hineinbringen ;-) Leider ist die Marinade so flüssig, dass es eine Ewigkeit braucht, bis das Wasser im Ofen soweit verdampft ist, dass man den glasierten Tempeh genießen kann. Deswegen (und weil ich so wenig Tempeh hatte, dass ich noch Champignons dazugenommen habe) gibt es hier eine etwas abgewandelte Version davon..

 

Zutaten

1 Packung Tempeh (oder: weniger Tempeh und dafür Gemüse wie Champignons, Spargel,…)

1 Schuss Weißwein

1 EL scharfe Chilisauce (nicht diese klebrige Sweet-Chili Sauce, sondern so eine, auf deren Flaschenrückseite ein Totenkopf prangt)

2 EL Olivenöl

2 EL Sojasauce

2 EL Zitronensaft

2 Knoblauchzehen, gepresst

1 TL Rohrzucker oder Agavensirup

1 TL Kumin (Kreuzkümmel)

1/2 TL getrockneten Oregano oder Thymian

 

Zubereitung

Den Ofen auf 200°C vorheizen.

Alle Zutaten für die Marinade vermengen. Den Tempeh in ca. 7 mm dicke Scheiben schneiden und in einer feuerfesten Form nebeneinander auflegen, mit der Marinade übergießen und ab damit in den Ofen. Wenn die Marinade in den Tempeh eingezogen bzw. verdampft ist und nur mehr ein sirupartig eingekochter Rest übrig bleibt, ist er fertig. Man kann den Tempeh dazwischen auch mal wenden, ist aber nicht unbedingt notwendig. Im Originalrezept wird auch empfohlen, den Tempeh vor dem Backen zuerst 10 Minuten in Wasser zu kochen, um ihm etwaige Bitterstoffe zu entziehen… ich hab beides probiert und schmecke keinen Unterschied, deswegen spare ich mir das. (Wer statt dem Tempeh überhaupt nur Pilze oder anderes Gemüse zubereiten will, lässt den Weißwein am besten ganz weg oder verrührt zuerst alle anderen Zutaten und nimmt anschließend nur so viel Weißwein, dass eine gut zu verarbeitende Paste entsteht.)

Dazu gabs bei mir Quinoa – ein nährstoffreiches Pseudogetreide aus Südamerika – das man, wie ich heute herausgefunden habe – ganz wunderbar im Reiskocher zubereiten kann. Dafür die gewünschte Menge Quinoa in ein feinmaschiges Sieb geben und gründlich unter fließendem, möglichst heißem Wasser spülen, um die bitteren Saponine der Samenschalen zu entfernen. Anschließend mit der 1,5 fachen Menge Wasser in den Reiskocher geben und das Knöpfchen drücken. Ich würde den Reiskocher dabei allerdings nicht mehr als halbvoll machen, da es beim Kochen ziemlich schäumt und blubbert.

Der Salat ist im Grunde nichts allzu außergewöhnliches, ich kann an dieser Stelle aber empfehlen, mal ein Dressing aus Orangensaft, Balsamico und Haselnussöl zu probieren. Passt besonders gut zu Blattsalaten.

Die Joghurtsauce besteht aus Sojajoghurt, einer Messerspitze Dijonsenf, etwas Zitronensaft, Salz, Pfeffer, frischer Petersilie und Olivenöl.

 

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