Ecover “Ocean Plastic” Geschirrspülmittel

6 Jul

Die auf ökologisch, fair & nachhaltig produzierte Produkte spezialisierte PR Agentur sieben&siebzig aus Berlin war so nett, mir eine Flasche Geschirrspülmittel zu schicken – das klingt erstmal komisch, aber es handelt sich dabei nicht um irgendeins, sondern um die limitierte Auflage “Ocean Plastic” von Ecover.

Wer mich kennt, weiß, dass ich teilweise eine Schwäche für ansprechendes Verpackungsdesign habe und obwohl ich mir der Verkaufstricks bewusst bin, soll es auch schon mal vorgekommen sein, dass ich etwas gekauft habe, nicht weil ich es brauchte, sondern weil die Verpackung meine Sinne angesprochen hat (auch das verbreitete “don’t judge a book by its cover” ist mir fremd; ich bin bisher sehr gut damit gefahren, mir Bücher nach der Gestaltung des Umschlags auszusuchen, ich gehe sogar so weit zu behaupten, dass es nur ein Buch mit hässlichem, nichtssagendem Cover gibt, das mir wirklich gefallen hat, und zwar “Garp und wie er die Welt sah” von John Irving, aber das ist eine andere Geschichte).

Abgesehen davon, verwende ich schon seit Jahren fast ausschließlich Wasch- und Reinigungsmittel von Ecover und kann hier wirklich eine persönliche Empfehlung aussprechen, die nicht erst durch die Zusendung eines gratis Musters gebildet wurde ;) Egal ob Fenster-, Bad- oder Kloreiniger, Geschirrspülmittel, Waschmittel oder Weichspüler… ich war bisher mit allem zufrieden und mir würde nicht im Traum einfallen, konventionelle Reinigungsprodukte zu kaufen.

Nun aber mal zu Ecover Ocean Plastic: es handelt sich hierbei um ein Geschirrspülmittel in einer formschönen Verpackung, die zur Gänze aus recyceltem Plastik besteht – und zu 10% aus dem namensgebenden Ocean Plastic. Dass Plastikmüll im Meer ein riesen Problem ist, ist hoffentlich für niemanden neu. Hier ein Auszug aus der Ecover Pressemitteilung:

Laut aktuellen Schätzungen verenden jährlich eine Million Seevögel, 100.000 Haie, Schildkröten, Delfine und Wale, weil sie Plastik wie Nahrung zu sich genommen haben, weitere Tierarten sind ebenfalls betroffen: Die Fische in den mittleren Tiefen des Nordpazifiks nehmen beispielsweise 24.000 Tonnen Plastik pro Jahr auf – das entspricht 480 Millionen 2-Liter-Plastikflaschen oder dem Gewicht von 132 Blauwalen. Weniger Plastikmüll in Meeren würde sich nicht nur positiv auf die Tierwelt der Ozeane auswirken, sondern auch zur Reduktion von Mikroplastik in Nahrungsmitteln und Trinkwasser beitragen. […] Der neu designte Flaschenkörper besteht ausschließlich aus recyceltem Plastik, davon stammen zehn Prozent aus dem Meer. Das Spülmittel erinnert, dank seines natürlichen Duftes von Strandflieder und Eukalyptus, an eine frische Meeresbrise und verfügt über die gewohnt effiziente Reinigungsleistung von Ecover.

Nun ist es so, dass ich einen Geschirrspüler habe und eher selten – und wenn, dann nur einzelne Stücke – mit der Hand wasche. Trotzdem konnte ich das Spülmittel gleich einem gehörigen Test unterziehen, ich hatte nämlich mit einem angebrannten Topf zu kämpfen, der im Geschirrspüler nicht sauber wurde (man sollte sich einen Wecker stellen, wenn man Dolma kocht und die Küche verlässt). Ich musste den also mit der Hand schrubben und das hat auch mit diesem Waschmittel wunderbar funktioniert. Was die frische Meeresbrise betrifft, bzw. den Duft von Strandflieder und Eukalyptus, also ich hätte das jetzt nicht unbedingt erkannt, aber das Spülmittel riecht auf jeden Fall sehr angenehm und frisch.

Fazit: Reinigungsleistung ist wie gewohnt hoch, der Duft ist angenehm und ich bin froh, nicht allzu oft per Hand abzuwaschen, da mir so die wunderschöne Flasche noch länger erhalten bleibt.

Ecover 1

Ecover 2

Ecover 3

 

Wer mehr über das Projekt wissen möchte, schaut mal bei Ecover vorbei oder sieht sich diesen Film an:

 

Wassermelonensaft mit frischer Minze

15 Jun

DAS Sommergetränk schlechthin: Wassermelonensaft mit frischer Minze.

Die Wassermelone besteht – wie der Name schon sagt – größtenteils aus Wasser, dazu kommen wichtige Antioxidantien, Vitamine und Mineralstoffe, vergleichsweise wenig Kalorien und kaum Fett. Außerdem wirkt sie im Körper extrem basisch und sowohl Melone, als auch Minze haben einen hervorragenden Kühleffekt.

 

Wassermelonensaft

 

Zutaten für ein großes Glas (ca. 750ml)

¼ einer großen Wassermelone, gekühlt

1 Zweig frische Minze

 

Zubereitung

Die gut gekühlte Wassermelone von der Schale befreien und in Stücke schneiden.

Zusammen mit der Minze in einem Mixbehälter platzieren und auf höchster Stufe mixen, bis keine Stücke mehr zu sehen sind.

Entweder sofort genießen oder mit Eiswürfeln kühlen.

 

Anmerkung: eigentlich handelt es sich hier ja um einen Smoothie, da die festen Bestandteile nach dem Mixen nicht herausgefiltert werden. Da die Melone ohnehin zu 95% aus Wasser besteht, ist kein Filtern notwendig und der “Saft” ist trotzdem dünnflüssig :)

 

 

Tabouleh (arabischer Bulgursalat)

4 Mai

Tabouleh ist ein erfrischender Salat, der ursprünglich aus der libanesischen Küche kommt, aber im ganzen arabischen Raum sehr beliebt ist (und bei mir in Wien Favoriten). Er kann als Vorspeise, Beilage oder Hauptspeise gegessen werden und würde meiner Meinung nach auch jede Grillparty bereichern.

 

Tabouleh

 

Zutaten für 3-4 Portionen

1 Tasse grober Bulgur (ca. 250g)

1 Gurke

2-3 Tomaten oder zwei Hände voll Cocktailtomaten

1-2 Frühlingszwiebeln

1 großer Bund Petersilie

3 Zitronen

3 EL Olivenöl

Salz, Pfeffer

 

Zubereitung

Den Bulgur in eine große Schüssel geben und mit kochendem Wasser übergießen. 30 Minuten ziehen lassen, dann abgießen und gut ausdrücken.

Das Gemüse klein schneiden und die Petersilie fein hacken, alle Zutaten vermengen und mit Olivenöl, Zitronensaft, Salz & Pfeffer abschmecken.

 

Kleiner Witz zum heutigen Datum: May the 4th be with you! (ich hab Star Wars nie gesehen, find’s aber trotzdem lustig)

 

Vegan in Wien Guide: Rezension und Gewinnspiel

13 Mär

Liebe Leute,

das Wiener Online Magazin stadtbekannt.at hat zusammen mit dem Holzbaum Verlag ein Büchlein herausgebracht, das sich mit dem spannenden Thema “Vegan in Wien” beschäftigt. Wenn es um vegane Infrastruktur geht, ist Wien im europäischen Vergleich ziemlich weit vorn dabei und obwohl ich in Wien lebe, gibt es immer noch unzählige spots, die darauf warten, von mir besucht zu werden.

Der Holzbaum Verlag hat mir zwei Exemplare kostenlos zur Verfügung gestellt: eins zur Rezension und eins zur Verlosung.

Vegan in Wien 1

Rezension

Der Klappentext verspricht folgendes:

“Vegan in Wien” ist der praktische Begleiter für all jene, die Wert auf eine gesunde Ernährung, nachhaltiges Einkaufen und eine genussvolle Zukunft legen. Wir haben die besten Restaurants, Cafés und Shops für euch herausgesucht, um das vegane Leben und die Stadt Wien in Einklang zu bringen.

Mit dem Stadtbekannt-Guide “Vegan in Wien” bleibt nichts Wichtiges im Verborgenen. Entdeckt mit uns gemeinsam die veganen Seiten Wiens!

Das Büchlein ist relativ klein (was ja durchaus praktisch ist für unterwegs) und obwohl ich das Cover ziemlich langweilig und wenig originell finde, bin ich vom Inhalt doch sehr begeistert. Mir gefallen die stimmungsvollen Bilder der einzelnen Kapitel ebenso gut wie das dezente, geradlinige und übersichtliche Design.

Gegliedert wurde in einzelne Kapitel, die so ziemlich alle Bereiche des veganen Lebens abdecken, wobei das Hauptaugenmerk natürlich auf Wien gerichtet ist – nach einem Überblick zu den Themen Warum vegan?, Vegan im Alltag und Vegane Ernährung geht es also schon los mit wienspezifischen Dingen wie…

  • Gemüsekistln und allem anderen, was man zu diesem Themenkreis aus Bauernmärkten, Selbstversorgung und Food-Coops noch wissen muss,
  • Selber kochen – inkl. einer Musterwoche mit Vorschlägen für Frühstück, Mittag- und Abendessen (ist wohl für Vegan-Neulinge gedacht),
  • Tipps für vegane Lieferservices (jaha, man kann als Veganer auch mal faul sein),
  • Essen gehen – wirklich ziemlich vollständig, wobei hier nicht nur rein vegane Lokalitäten, sondern dankenswerterweise auch solche genannt werden, die neben Omni-Küche auch exzellente vegane Gerichte im Angebot haben
  • und einem Shopping-Guide, der in sich nochmal gegliedert ist in: Bioläden, Reformhäuser, Supermärkte, Bäckereien, Mode & Accessoires, Wellness Beauty & Kosmetik und Onlineshops.

Wer sich nicht gerne wegen jeder Kleinigkeit an Google wendet, sondern lieber etwas in den Händen hält, wird mit diesem Guide seine Freude haben. Die Informationen sind sehr übersichtlich, auf ansprechende Art präsentiert und auf dem allerneusten Stand: sogar der hoffentlich-endlich-irgendwie-doch-noch-bald-mal zu eröffnende Veganz Supermarkt wird erwähnt… wenn das mal kein gutes Omen ist!

Vegan in Wien 4

 

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Gewinnspiel

Wer Lust hat, dieses Büchlein im Wert von 9,99 Euro sein Eigen zu nennen, der hinterlässt bitte einen Kommentar unter diesem Artikel und verrät mir, was ihm/ihr am veganen Wien am besten gefällt…. oder worauf du neugierig bist, falls du noch nie in Wien warst. Das Gewinnspiel läuft bis Sonntag, 23.03.2014, 20:00 Uhr und der Gewinner/die Gewinnerin wird per random.org gezogen und per Mail verständigt.

(Gezählt wird 1 Kommentar pro Teilnehmer, vergiss bitte nicht, deine E-Mail Adresse anzugeben und bedenke, dass ich nur innerhalb Österreichs, nach Deutschland und in die Schweiz versende.)

Buchpräsentation

Morgen (Freitag, 14.03.2014) findet eine Buchpräsentation statt! Und zwar im Klub der komischen Künste (Museumsquartier) ab 19 Uhr. Angekündigt wurden bereits veganes Fingerfood, kühle Getränke und Musik, also wer Zeit und Lust hat, erfährt hier weitere Details: Facebook Veranstaltung.

 

Einen schönen Abend einstweilen und ich bin gespannt auf eure Wien-Tipps! :)

 

 

Semmelknödel mit Linsen

13 Mär

Lustigerweise fange ich erst an, die österreichische Küche zu entdecken, seit ich vegan lebe.

Die Semmelknödel sind eigentlich sogenannte Tiroler Knödel, die traditionell mit Speck und Zwiebel zubereitet werden, der deftige Geschmack kommt hier vom knusprig gebratenen Räuchertofu :)

Die Mengenangaben reichen für 3 Portionen.

 

Zutaten für die Semmelknödel

1 EL Öl

1 große Zwiebel

1/2 Block Räuchertofu (optional)

250g Semmelwürfel

250g warme Sojamilch

1 EL Sojamehl angerührt mit 2 EL Wasser (optional, zwecks Bindung)

etwas Mehl

etwas Olivenöl

3 EL gehackte Petersilie

Salz, Pfeffer, Muskatnuss

 

Zutaten für die Linsen

1 TL Öl

3 Zehen Knoblauch

2 Karotten

1 große Dose braune Linsen (Abtropfgewicht: 480g)

Sojamilch oder Wasser zum Aufgießen

3 Lorbeerblätter

1 gehäufter EL Gemüsebrühenpulver

1 TL Senf

2 EL Hefeflocken

1 EL Sojasauce

1 EL Balsamico Essig

Pfeffer

 

Zubereitung

Für die Knödel einen sehr großen Topf mit Salzwasser aufstellen und schon mal langsam zum Kochen bringen, danach die Temperatur reduzieren, sodass das Wasser nur leicht siedet.

Die Zwiebel und den Räuchertofu in möglichst kleine Würfel schneiden und in Olivenöl knusprig braten.

In einer großen Rührschüssel die Semmelwürfel mit warmer Sojamilch übergießen, Zwiebel/Räuchertofu und Petersilie hinzufügen, mit Salz, Pfeffer und ordentlich Muskatnuss würzen, einen guten Schuss Olivenöl drüber und mit so viel Mehl binden, dass ein nicht zu feuchter, formbarer Teig entsteht. Wer Angst hat, dass die Knödel beim Kochen zerfallen, kann auch noch eine Mischung aus Sojamehl und Wasser unter den Teig rühren, das dient als Ei-Ersatz und bindet sehr gut.

Den Teig ca. 10 Minuten rasten lassen, anschließend mit nassen Händen kleine Knödel formen und auch diese noch kurz rasten lassen, zum Beispiel so lange, bis das Wasser kocht ;) Dann in leicht siedendem Wasser ca. 10 Minuten lang köcheln lassen, ev. eins anstechen, um zu sehen, ob sie auch durch sind.

Für die Linsen den Knoblauch und die Karotten fein hacken und in etwas Öl anschwitzen. Die abgespülten und abgetropften Linsen hinzufügen, mit Sojamilch aufgießen, mit Lorbeerblättern, Gemüsebrühenpulver, Senf, Hefeflocken Sojasauce, Balsamico & Pfeffer würzen und vor sich hin köcheln lassen. Wenn die Karotten gar sind und ein sämiger Eintopf entstanden ist, die Sojasahne unterrühren und mit den Semmelknödeln servieren.

 

Semmelknödel mit Linsen

 

 

Lesterschweinische Fragen.

7 Mär

Kati und Hanna, die kreativen Schreiberlinge von lesterschweine.wordpress.com, haben mich nominiert, an einer Art virtuellem Kettenbrief teilzunehmen. Es sind 11 Fragen zu beantworten und dann wiederum 11 neue Fragen an 11 weitere Blogger zu stellen. Ich Spielverderberin werde nur die Fragen beantworten, danke trotzdem für die Ehre!

 
1. was ist gerade in deinem kühlschrank?
 Ich bin gerade nicht zu Hause, aber in meinem Kühlschrank befinden sich normalerweise Misopaste, Champagner (meine Familie hat Verbindungen), Leinöl, Erdnussbutter, Haselnussmus, Tahin, Matcha, Zitronen, Tofu, Weißwein, Karotten und Senf. Abgesehen davon fallen mir gerade ein welker Radicchio, Cocktailtomaten und Babyspinat ein. Und zwei Aufstriche von Spar Veggie.
 
2. was kochst (oder isst) du heute?
 Mein Frühstück ist ein green smoothie bestehend aus 1 gefrorenen Banane, 1 Handvoll Himbeeren und ganz viel Babyspinat.
Zu Mittag werde ich Reste von gestern essen (Nudeln und Gemüse in Erdnuss-Kokos-Sauce) und am Abend bin ich unterwegs, da lass ich mich überraschen.
 
3. worauf kannst du in der küche auf keinen fall verzichten?
 Ich bin im November übersiedelt und hab zum ersten Mal in meinem Leben eine neue Küche – noch dazu ganz nach meinen Wünschen. Winzig und Ikea-Einheitsbrei, aber halt doch schon “meins” und ich liebe sie. Aber gut, abgesehen davon, dass ich auf die Küche als Ganzes nicht mehr verzichten möchte, ist wohl ein gutes Messer wirklich hilfreich.
 
4. was war dein lieblingsgericht als kind?
 Das hätte ich jetzt auf Anhieb gar nicht so sagen können, aber nach telefonischer Rücksprache mit meiner Mutter würde ich sagen Schinkenfleckerl (hier eine vegane und überaus leckere Abwandlung) und Rahmfisolen mit Erdäpfeln (auch schon veganisiert).
Ich stelle grad amüsiert fest, dass das doch sehr bodenständige, österreichische Gerichte sind… liegt wahrscheinlich daran, dass es bei meiner Mama hauptsächlich zusammenhanglose vegetarische Einzelteile, Salate oder indische Eintöpfe gegeben hat und ich sie nicht nur einmal gebeten habe, doch mal ein “echtes Gericht” zu kochen. Heute gibt es bei mir auch hauptsächlich zusammenhanglose vegane Einzelteile und ich liebe es.
 
5. was ist dein dein lieblingsgericht heute?
 Süßkartoffelpommes mit Guacamole und Salat. Gerne jeden Tag.
 
6. welches lied gehört für dich zu diesem gericht?
 Hm…. also inhaltlich auf jeden Fall das hier :)
 
7. woher beziehst du deine lebensmittel?
 Seit ich übersiedelt bin, kaufe ich Obst und Gemüse hauptsächlich bei Hofer, weil frisch und ziemlich günstig (vorher hatte ich leider keinen in meiner Nähe). Veganen Kram bei Merkur und denn’s und Gewürze, Essige, Öle nur bei denn’s.
Für ein Biokistl bin ich leider nicht reich genug, für CSA nicht hip genug (und immer zu spät dran für ne Anmeldung, verdammt!) und sogar für’s Dumpstern fehlt mir die Zeit. Ach herrje.
 
8. was war für dich im letzten jahr die größte kulinarische entdeckung?
Die schier unglaubliche vegane Produktpalette bei Whole Foods (NYC Reise mit meiner Schwester im April 2013).
Das Harvest Bistrot als Ganzes, egal ob Wochenendbrunch, Wochentagsfrühstück, Mittagsbuffet oder Desserts (das Tiramisu!!). Das gemütliche Lokal am Karmeliterplatz gehört zu meinen absoluten Lieblingen in Wien.
Meine eher zufällige Entdeckung, dass Kokosblütenzucker vermischt mit Kakaopulver wie Ovomaltine schmeckt.
 
9. was bringt dich zum lachen?
 In den letzten Wochen haben mich diese zwei Sammlungen wahrer oder zumindest gut erfundener Anekdoten bestens unterhalten und ich musste mir nicht nur einmal auf die Lippen beißen, um in der Arbeit nicht laut loszuprusten. (Nicht nur die Artikel, sondern vor allem die tausenden Kommentare lesen!)
 
10. was findest du spannend?
 Spannend finde ich Menschen, v.a. Beziehungen zwischen Menschen, komische Menschen, menschliche Krisen.
 
11. welche frage würdest du noch gern beantworten?
 Die Frage “Willst du mit mir durchbrennen?”, aber nicht zwangsläufig von euch gefragt ;)
 
 
Danke für die netten Fragen und schönes Wochenende!
 

Pasta mit gebratenem Radicchio

1 Mär

Ich hoffe, ihr habt auch strahlend blauen Himmel und Sonnenschein, da wo ihr gerade seid, und könnt deswegen auch etwas Bitteres vertragen – und zwar in Form von langsam gebratenem Radicchio, der in einer zitronigen Sahnesauce hervorragend zu Nudeln passt.

 

Zutaten für 2 Portionen

250g Pasta (hier: glutenfreie Spaghetti aus Mais)

1 EL Olivenöl

2 Radicchi di triveso (das sind diese hier)

1 chinesischer Knoblauch (oder mehrere Zehen, je nach Geschmack)

1 EL Gemüsebrühenpulver

1 unbehandelte Zitrone

½ Packung Sojasahne

1 Handvoll Babyspinat (optional, hauptsächlich für’s Auge)

Salz, Pfeffer, Hefeflocken

 

Pasta mit Radicchio 1

 

Zubereitung

Die Nudeln nach Packungsanweisung kochen – ich hab heute zum ersten Mal in meinem Leben glutenfreie Spaghetti gekocht und mein Tipp hierzu ist auf jeden Fall ein großer Topf bzw. viel Kochwasser, da im Vergleich zu anderen Nudeln extrem viel Stärke im Kochwasser landet.

Den Knoblauch fein hacken, den Radicchio vom Stielansatz befreien und die einzelnen länglichen Blätter auseinanderpflücken.

In einer großen beschichteten Pfanne das Olivenöl erhitzen und den Radicchio auf mittlerer Hitze (bei mir: Stufe 5 von 9) unter Zugabe von etwas Salz ganz langsam anbraten, sodass sich Röstaromen bilden und er etwas karamellisiert. Gegen Ende den Knoblauch hinzufügen und mitbraten.

Mit Zitronensaft, Sojasahne und etwas Nudelwasser ablöschen, mit Suppenbrühe, Salz, Pfeffer und Hefeflocken würzen. Den Spinat (falls gewünscht) und die Nudeln unterheben und sofort servieren.

 

Pasta mit Radicchio 2

 

 

Schönes Wochenende! <3

 

 

vegan.at Food-Blog Award!

22 Feb

Hey ihr Lieben!

Ich wurde für den vegan.at Food-Blog Award nominiert!

Allein das ist ja schon eine Ehre – ich weiß nicht, wer die Auswahl getroffen hat, aber jedenfalls werden 12 vegane, österreichische Food-Blogs vorgestellt und man kann für einen oder mehrere abstimmen.

Wer sich daran beteiligen will, kann das bis 4. März gerne hier tun: https://de.surveymonkey.com/s/Food-Blog-Award

Schönen Samstag wünsche ich :)

 

PS: Man kann in der WordPress Statistik die Suchbegriffe einsehen, durch die jemand auf den Blog gekommen ist. Heute ist doch tatsächlich jemand hier gelandet, weil er bei Google nach “pfeffer und salz pornos” gesucht hat. Ich war mir meiner Zielgruppe nicht bewusst, werde versuchen, in Zukunft mehr in die Richtung zu bringen! Danke für euer Interesse ;) :)

Macaroni mit Schinken und Grünkohl

4 Feb

Ein Rezept aus der Kategorie “überzeugt jeden Vegan-Skeptiker”. Ich schwör.

Von meinem Kurztrip nach Berlin war noch eine Packung Tofurky übrig (wann kommt Veganz nochmal nach Wien?) und da bot sich dieses schnelle Abendessen an. Wer keine Berlinreise zu Weihnachten bekommen hat, kann auch jeden anderen veganen Schinken verwenden (z.B. von Vantastic Foods).

Grün- bzw. Schwarzkohl gibt es fallweise bei denn’s oder am Naschmarkt, ansonsten eignet sich auch Mangold.

Wenn jemand von euch eine verlässliche Quelle für dieses in Österreich doch recht unterrepräsentierte Blattgemüse weiß, bitte her damit. Hätte gerne 1x pro Woche 1kg, ohne jeden Tag bei denn’s anzurufen, ob sie denn ausnahmsweise mal welchen haben…

 

Zutaten für 3-4 Portionen

400g Vollkorn Macaroni

1 EL Öl

1 rote Zwiebel

1 chinesischer Knoblauch (oder 3 Knoblauchzehen)

1 Packung Schinken (z.B. Tofurky oven roasted slices)

1 Bund Grünkohl (oder Schwarzkohl oder Mangold)

1 Becher Sauerrahm (z.B. Crèmesse von Joya)

1 Bio Zitrone

1 EL Gemüsebrühenpulver

Salz, Pfeffer, Hefeflocken

 

Macaroni 1

 

Zubereitung

Macaroni in reichlich Salzwasser bissfest kochen, dann abseihen (etwas Kochwasser zurückbehalten).

Zwiebel und Knoblauch fein hacken, Schinken und Grünkohl kleinschneiden.

In einer großen (beschichteten) Pfanne das Öl erhitzen und Zwiebel, Knoblauch, Schinken und Grünkohl (zuerst die dickeren Stiele, später auch die Blätter) scharf anbraten.

Gekochte Macaroni hinzufügen, Sauerrahm unterrühren, mit Zitronensaft & -schale, Salz, Pfeffer und Hefeflocken kräftig würzen und mit etwas Kochwasser bis zur gewünschten Cremigkeit verdünnen.

Yum yum.

 

 

Macaroni 2

 

 

 

Vegane Ovomaltine!!!!!!

28 Jan

Okay, heute ist es soweit.

Mein Geschenk an die Welt.

Ich habe vegane Ovomaltine erfunden.

Ja, richtig gelesen.

O-V-O-M-A-L-T-I-N-E.

Das einzige industriell gefertigte Produkt, das ich in veganer Ausführung vermisst hab.

Jetzt wird alles gut.

 

Zutaten

2-3 Teile Kokosblütenzucker (gibt es im Bioladen, z.B. von Aman Prana unter dem Namen “Gula Java Brut”)

1 Teil Kakaopulver

 

Zubereitung

Die beiden Zutaten im gewünschten Verhältnis mischen und wie Ovomaltine verwenden, das heißt:

  • mit Sojamilch (oder anderer ungesüßter Pflanzenmilch) warm oder kalt als Kakao genießen,
  • eine Banane oder anderes Obst damit bestreuen (kennt ihr das, wenn man früher eine Banane mit Ovomaltine bestreut hat, dass diese dann so leicht geschmolzen ist? Genau das macht die vegane Ovomaltine auch!),
  • pur essen oder was ihr sonst für Schweinereien mit Ovomaltine gemacht habt….

 

Ovomaltine 1

 

Ovomaltine 2

 

Ovomaltine 3

 

Ovomaltine 4

 

 

Für diejenigen, die sich selbst oder ihre Erziehungsberechtigten erst zum Kauf des doch etwas teuren Kokosblütenzuckers überreden müssen: ebendieser wurde von der FAO (Food & Agriculture Organization der UN) zum nachhaltigsten Zucker der Welt gewählt. Er wird aus dem Blütennektar der Kokospalme hergestellt, die Palmen müssen dafür nicht abgeschnitten werden, da der Nektar in Auffanggefäße tropft und danach eingekocht wird. Der Zucker ist nicht raffiniert, enthält viele Mineralstoffe und Antioxidantien und hat einen sehr niedrigen glykämischen Index (GI 35). Sein malziger Geschmack ist das, was mit Kakaopulver vermischt so sehr an Ovomaltine erinnert.

Ich freue mich über Kommentare, insbesondere wenn ihr die vegane Ovomaltine ausprobiert habt und mir mitteilen wollt, was ihr davon haltet oder ihr euch Ovomaltine-Kindheitserinnerungen und Verwendungsvorschläge von der Seele reden wollt. Schämt euch nicht, es bleibt unter uns (naja fast)!

 

 

 

Vegan in Island

31 Dez

Island stand immer schon ganz oben auf der Liste meiner Traumreiseziele, war aber in meinem Kopf abgespeichert als etwas, was ich vielleicht “irgendwann mal” erleben könnte, da teuer und umständlich, bedarf viel Planung, etwaige Reisepartner würden ein derartiges Budget lieber im warmen Süden verprassen, usw… bis mir meine Mutter vergangenen Juli ein unwiderstehliches Angebot gemacht und mich (größtenteils) auf diese Reise eingeladen hat. Das Ganze war relativ kurzfristig und so wurden Flüge für Mitte August gebucht und die verbleibenden paar Wochen zur intensiven Vorbereitung genutzt. In meiner Vorstellung lag die Veganfreundlichkeit dieser Insel am Polarkreis in etwa auf einer Stufe mit der Mongolei – ich war also durchaus darauf vorbereitet, von Brot und mitgebrachten Aufstrichen zu leben. Was soll ich sagen – diese 10 Tage in Island waren nicht nur landschaftlich ein Erlebnis sondern auch kulinarisch und haben in beiderlei Hinsicht meine Erwartungen bei Weitem übertroffen.

Kleine Info zum verspäteten Blogeintrag: schon vor unserer Abreise habe ich Linda vom veganen Reiseblog ‘V’eltenbummler kontaktiert, um ihr einen Gastbeitrag anzubieten. Ich bin also schon mit der Absicht nach Island geflogen, meine Reise essenstechnisch zu dokumentieren und habe das auch gemacht. Wie das Leben so spielt hatte ich aber nach der Reise weder Zeit, noch Nerven für die Verarbeitung der gesammelten Infos, da ich mit Beruf, Abendschule und Umzugsstress mehr als einmal die Grenzen meiner Belastbarkeit erreicht habe. Nun also mit 6 Monaten Verspätung, hier ein Reisebericht.

 

Anreise und Allgemeines

Die beste Reisezeit für Island ist von Ende Juni bis Anfang September, da es in den restlichen Monaten die meiste Zeit dunkel und kalt ist und demnach auch viele Touristenattraktionen und Straßen nur in den Sommermonaten geöffnet sind.

Die Flüge von Wien nach Reykjavík geben im Prinzip eine Reisezeit von 10 Tagen vor, was sich für uns als genau richtig erwiesen hat. Hin- und Rückflug haben Mitte August 2013 für uns beide ca. 900 Euro gekostet, wobei Service und Komfort an Bord absolut miserabel waren. Ich weiß jetzt, was die Leute mit dem Ausdruck “Sardinenbüchse” meinen, an Schlaf war auf beiden Nachtflügen nicht zu denken (und das lag nicht mal am brüllenden Baby, sondern an den Sitzen ohne Kopflehne) und die Wahl zwischen Schinken- und Käsesandwich blieb mir als Veganerin zum Glück erspart. Dafür wurde ich mit der bislang einzigen Sichtung einer Aurora borealis (Polarlicht) belohnt, auf die uns der Captain aufmerksam machte, als wir über Norwegen waren.

Angekommen am Keflavík International Airport (KEF) haben wir den Flybus genommen, was sicher die einfachste und komfortabelste Lösung ist, da die Busse regelmäßig nach jeder Landung abfahren, man garantiert einen Sitzplatz bekommt und man die Tickets schon vorab im Internet kaufen kann. Der nervige Flug und die Ankunft mitten in der Nacht bei 11°C und Nieselregen waren also schnell vergessen, als wir im kuschelig-warmen Bus mit gratis Wifi nach Reykjavík gefahren wurden (Fahrzeit ca. 50 Minuten).

Alle Isländer, die uns begegnet sind, haben exzellentes Englisch gesprochen, auch in den abgelegendsten Gebieten. Außerdem waren alle extrem freundlich, hilfsbereit und offen und das zu einer Jahreszeit, wo sie von Touristen nur so überschwemmt werden. Angeblich befinden sich in den Sommermonaten doppelt so viele Menschen auf der Insel wie sonst, allerdings ist die Insel generell so dünn besiedelt, dass auch das nicht sonderlich auffällt, zumindest nicht, wenn man ein Stadtleben gewohnt ist. Uns ist zeitweise kilometerlang kein anderes Auto begegnet und das, obwohl wir fast ausschließlich auf der Ringstraße unterwegs waren. Es war also wirklich eine kleine Auszeit für uns, ohne Stress und ohne Hektik.

Apropos Auto: wir haben unser Mietauto vorab im Internet gebucht und es hat alles reibungslos funktioniert. Für eine Inselumrundung auf der Route 1 reicht in jedem Fall ein Kleinwagen, wir sind damit auch heil durch die Berge im Osten des Landes gekommen. Nur sogenannte “F roads” dürfen damit nicht befahren werden, hier ist Allradantrieb Pflicht. Diese führen aber meist ins Landesinnere und da wollten wir eh nicht hin.

Überall wird bargeldlose Bezahlung mittels Kreditkarte bevorzugt, selbst bei den allerkleinsten Beträgen. Geldwechseln ist also auf der gesamten Reise nicht notwendig (es sei denn, man will den öffentlichen Verkehr nutzen, hier wird nur Bargeld akzeptiert).

Auf unserer gesamten Reise gab es an jedem Ort kostenloses Wi-Fi. Am Flughafen, im Flughafenbus, in jeder Unterkunft, in jedem Café, in jedem Restaurant, einfach überall. Was für ein modernes Land!

Die Fotos sind teilweise recht klein, zur Vergrößerung einfach draufklicken :)

 

Unterkünfte

Was die Übernachtungsmöglichkeiten betrifft, so haben wir das breite Angebot voll ausgenutzt: die ersten zwei Nächte in Reykjavík haben wir bei unserer airbnb Gastgeberin Elín verbracht, danach kamen schäbige Hostels, luxuriöse Hostels, eine kleine Holzhütte mit Stockbetten und die wohl schönste Nacht der Reise im Bakki Guesthouse mit traumhaftem Blick auf den Atlantik. Generell empfiehlt es sich, Unterkünfte schon vor der Abreise zu reservieren, da gerade im Juli und August so viele Touristen auf der kleinen Insel unterwegs sind, dass die besseren Hostels schon lange voll sind und die meisten Isländer auf Plattformen wie Couchsurfing oder airbnb ihre Anfragen nicht mal mehr lesen/beantworten, da sie geradezu überflutet werden. Wir hatten 5 von 9 Nächten im Voraus geplant und sind auch so ganz gut durchgekommen, aber die spontanen Nächtigungen waren dann eben entsprechend teurer oder so abgelegen und schäbig, dass ich das nächste Mal eher mehr reservieren würde.

Wer auf der sicheren Seite sein will, dem empfehle ich folgende Plattformen zur Vorausplanung und Reservierung:

www.couchsurfing.org  //  www.airbnb.com  //  www.hostel.is

Bakki Guesthouse  ///  Kirkjubraut 5, 780 Höfn 

Das Bakki Guesthouse war definitiv die schönste Unterkunft unserer Reise. Wir hatten für diese Nacht nichts reserviert und sind einfach so weit gefahren, bis es dunkel wurde. Wie es der Zufall will, waren wir zu dem Zeitpunkt gerade in Höfn, einer Kleinstadt im Südosten Islands, die als malerisches Fischerdorf gilt und wo sich wohl generell die kaufkräftigeren Isländer und Touristen ansiedeln. An der Promenade reihen sich idyllische, private Gästehäuser aneinander und wir mussten an viele Türen klopfen, bis wir ein freies Zimmer gefunden haben. Mit ca. 120 Euro pro Nacht (für 2 Personen) war das auch mit Abstand die teuerste für uns. Aber als wir unser Zimmer bezogen und durch die riesige Fensterfront vom Bett aus den Sonnenuntergang über dem Atlantik beobachten konnten, waren wir auch damit versöhnt.

Unterkünfte

 

 

Reykjavík

Reykjavík ist eine bezaubernde kleine Stadt und der kulturelle Mittelpunkt des Landes. Wer etwas für Cafés, Museen und skandinavische Architektur übrig hat, könnte die gesamte Reisezeit hier verbringen, aber natürlich hat die Insel noch viel viel mehr zu bieten. Auch das Nachtleben soll hier ausgesprochen vielfältig sein, aber unsere Erkundung hat sich auf den Tag beschränkt.

Wir waren überrascht, wie nahe alles beisammen liegt. Auf die öffentlichen Verkehrsmittel kann man getrost verzichten, v.a. wenn man direkt in der Stadt wohnt. Da wir relativ weit außerhalb in der Nähe des Einkaufszentrums Kringlan genächtigt haben, haben wir uns 1 oder 2 Mal ein Taxi gegönnt. Sonst ist eigentlich alles zu Fuß zu erreichen und so sind wir ein paar Straßen entlang geschlendert und haben ohne Mühe unser erstes Ziel des Tages erreicht, das Café C is for Cookie, welches ich sofort ins Herz geschlossen habe und zu meinen absoluten Lieblingen weltweit zähle.

Auf den Fotos u.a. die evangelisch-lutherische Kirche Hallgrímskirkja, der alte Hafen und die Skulptur “Sonnenfahrt” des Künstlers Jón Gunnar Árnason.

Reykjavík 3

Reykjavík 1

Reykjavík 4

Reykjavík 2

 

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C is for Cookie  //  Týsgata 8, 101 Reykjavík

Der vegane Apfel-Streusel Kuchen wird warm serviert und gibt zusammen mit einem Soja Latte ein hervorragendes Frühstück ab. Einige andere Kuchen wurden mir auch als vegan aufgezählt und auch pikante Snacks wie Hummus mit Brot oder div. Suppen sind im Angebot. Die Bedienung war sehr freundlich und kann im Zweifelsfall helfen. Am Ende unserer Reise waren wir ein zweites Mal im C is for Cookie und da saß Björk zusammen mit ihrer Mutter und Tochter am Nebentisch. Ich habe also auf meiner ersten Islandreise gleich die einzige mir bekannte Isländerin getroffen, auch nicht schlecht :)

C is for Cookie

 

Elding Whale Watching  //  Reykjavík’s Old Harbour, Ægisgarður 5, 101 Reykjavík

Wir haben uns für eine Tour mit dem Anbieter Elding Whale Watching entschieden – angeblich der professionellste und umweltfreundlichste und wir waren auch wirklich sehr zufrieden mit allem, außer…….. dass wir keine Wale gesehen haben.

Es hat den ganzen Tag geregnet und gestürmt, zudem war Mitte/Ende August die Whale Watching Saison schon fast am Ende angelangt und man kann Elding wirklich keinen Vorwurf machen. Wir sind eine gute Stunde länger als vorgesehen am offenen Meer herumgetuckert (manche von uns haben sich ob der stürmischen See übergeben, ich war’s nicht, räusper räusper) und wir haben einen Gutschein bekommen, die gleiche Tour innerhalb eines Jahres gratis zu wiederholen. Das finde ich wirklich mehr als fair, vor allem da sich in den allerletzten Minuten des Trips doch noch ein Minkwal gezeigt hat. Die See war wirklich sehr rauh und man konnte kaum etwas erkennen, aber für den Bruchteil einer Sekunde hab ich seine Rückenflosse gesehen.

Fotografieren war unmöglich, deswegen gibt es an dieser Stelle nur ein Foto von mir mit in Reykjavík gekaufter Haube der isländischen Outdoor-Marke N°66 (natürlich wollfrei und somit vegan) und Ganzkörperanzug, der von Elding zur Verfügung gestellt wurde.

Trotz mehrerer Schichten – Winterjacke, Jogginghose, darüber Jeans, darüber Ganzkörperanzug, Trekkingschuhen und Haube – war es so bitterkalt auf dem Schiff, dass ich mich gleich am ersten Tag megamäßig verkühlt habe und im Laufe der nächsten Tage auf isländisches Aspirin und Lutschtabletten zurückgreifen musste, um nicht richtig krank zu werden. Kein Wunder, immerhin lagen die Temperaturen in Wien vor unserer Abreise bei knapp 39°C und so einen Temperatursturz von 30 Grad erlebt man auch nicht alle Tage…

Das zweite Foto zeigt den einzigen (offiziell) gesichteten Wal der Reise, gesehen auf einem Spielplatz in Reykjavík .

Darunter erkennt man in der Ferne eine Papageitaucher Kolonie, gesehen vom Schiff aus am offiziell letzten Tag der puffin breeding season :)

Whale Watching 2Whale Watching 1

 

Da wir uns dringend aufwärmen bzw. ich meine seekranke Mutter in ein nahegelegenes Lokal lotsen musste, fiel unsere Wahl auf das vegetarische Grænn Kostur. Es liegt etwas versteckt in einer Seitengasse der Einkaufsstraße Skolavordustigur, ist aber leicht zu finden, wenn man auf die aufgestellten Schilder und die von dort aus zum Restaurant führenden grünen Fußabdrücke am Boden achtet.

Auch hier waren wir absolut positiv überrascht und ich hab selten so bunt und abwechslungsreich gegessen.

 

Grænn Kostur – The Green Choice  //  Skolavordustigur 8b, 101 Reykjavík

Wir haben uns für den Tagesteller entschieden, das war eine Art veganer Braten mit Sesamkruste und Kräutersauce, viele verschiedene Salate, Ofengemüse, Naturreis, Brot und eine extrem leckere Erdnussauce, die man sich von einer Bar holen konnte. Dazu gab es viel Tee und hinterher haben wir uns ein rohveganes Törtchen geteilt, das auch fantastisch war.

Am letzten Tag unserer Reise waren wir ein zweites Mal hier zu Gast, da hatte ich wieder den Tagesteller, der wieder sehr bunt zusammengestellt war, und meine Mutter eine Thai Gemüsesuppe. Geteilt haben wir uns diesmal den rohveganen Schokokuchen – ein Traum.

Graenn Kostur 1Graenn Kostur 2Graenn Kostur 3

 

Am nächsten Morgen haben wir dem Laundromat Café einen Besuch abgestattet.

Laundromat Café  //  Austurstræti 9, 101 Reykjavík

Dieses ist zwar nicht vegetarisch/vegan, aber wie der Name verspricht, handelt es sich dabei um eine gelungene Mischung aus Café und Waschsalon und mehr braucht es nicht, um mein Interesse zu wecken.

Mittlerweile hat jedes Lokal, das etwas auf sich hält, eine vegane Option in der Karte stehen. Leider ist man hier (wie auch in entsprechenden Lokalitäten in Wien) wenig einfallsreich und serviert Hummus mit Brot. Versteht mich nicht falsch, für mich ist Hummus ein Grundnahrungsmittel und ich liebe es, aber gerade wenn ich auswärts esse, hätte ich schon gern etwas mehr Abwechslung.

Während meine Mutter sich mit einem (nicht veganen) Muffin und einem Espresso begnügt hat, hab ich mir mein Frühstück selbst zusammengestellt und neben dem Hummus mit Brot noch um etwas frisches Gemüse gebeten. Zusammen mit dem Caffé Latte war das ein recht ausgewogenes, solides Frühstück. Obstsalat und diverse Säfte hätte es auch noch gegeben.

In ganz Island scheint es üblich zu sein, dass man sich in Cafés und Restaurants an einer Bar aus Krügen mit Leitungswasser selbst bedienen darf. Das allein finde ich schon super, aber ein besonders schönes Detail im Laundromat Café war noch, dass es neben dem Leitungswasser und Zitronenwasser auch Erdbeerwasser im Angebot gab – also ein Krug Leitungswasser mit TK-Erdbeeren drin. So, so, so gut! Unbedingt für den nächsten Sommer merken.

Laundromat Café 1

Laundromat Café 2

 

gló – Health Food Restaurant  //  Laugavegi 20b, 101 Reykjavík

Die Restaurantkette gló hat sich gesunden, frischen Lebensmitteln verschrieben und bietet täglich vier Gerichte an: eins davon ist roh, eines mit Huhn, eins vegetarisch und einmal die Tagessuppe. Dazu gibt es Kaffee und Tee, etliche Kuchen (roh und gebacken), frische Säfte, gratis Leitungswasser und eine riesige Salatbar. Die Inneneinrichtung ist sehr modern und es wurde viel mit natürlichen Materialien und Farben gearbeitet. Da wir kurz davor Essen waren und hier nur die Zeit bis zum Heimflug überbrücken wollten, haben wir außer Kaffee nichts konsumiert. Es hat aber alles wirklich hervorragend ausgesehen.

gló

 

Reykjavík Museum of Photography  //  Grófarhús, Tryggvagata 15, 101 Reykjavík

Das Museum befindet sich in den oberen Stockwerken einer Bücherei und ist sehr sympathisch, nicht nur wegen dem freien Eintritt. Die aktuelle Ausstellung über Biker in den USA war jetzt nicht so ganz unser Geschmack, dafür waren die Fotocollagen im Eingangsbereich und die alten isländischen Schwarzweißfotografien im Stiegenhaus den Besuch allemal wert.

Fotografiemuseum

 

Bevor wir die Stadt mit dem Mietauto Richtung Süden verlassen haben, haben wir uns in verschiedenen Supermärkten und dem Reformhaus Heilsuhúsið (es gibt mehrere Filialen in Reykjavík und anderen größeren Orten und ein umfangreiches veganes Angebot, vergleichbar mit Biomärkten hierzulande) mit Lebensmittelvorräten eingedeckt.

 

On the road

Zu unserer Reiseroute sei gesagt, dass wir die Insel nicht umrundet haben, sondern von Reykjavík über die Südküste Islands bis nach Borgarfjörður eystri im Nordosten und dann wieder retour gefahren sind. So haben wir gegenüber einer Umrundung zwar nicht wirklich Kilometer gespart, aber wir hatten genug Zeit, die Südküste ausgiebigst zu erkunden und was uns da geboten wurde an Landschaft, an Naturschauspiel, an Begegnungen,… hätte locker für 3 Reisen ausgereicht. Diese Insel ist einfach unglaublich.

Von strömendem Regen und eisiger Kälte bis zu strahlendem, frühlingshaften Sonnenschein. Wasserfälle, Wasserfälle und nochmal Wasserfälle. Dazwischen mal den größten Gletscher Europas und die dazugehörige Gletscherlagune gesehen. Große Eisberge fotografiert, kleine Eisberge abgeleckt, Seehunde gesichtet, aber weder fotografiert, noch abgeleckt. Außerdem Papageientaucher, Schwäne (im Meer!), unzählige mir unbekannte andere Vögel, Islandpferde, Kühe und Schafe ohne Ende. Letzte stehen oft mitten auf der Straße herum und müssen mehrmals angehupt werden, bevor sie den Weg räumen.

Jede Stunde Autofahrt war eine komplett andere Welt: Lavafelder, grüne Wiesen, rote Wiesen, schwarze Sandstrände und türkisblaues Meer, Gletscherzungen, ein Canyon, unendlich viele Flüsse in allen Variationen, heiße Schwefelquellen. In den Bergen sind wir durch weiße Wolken gefahren und am Meer durch schwarze Sandverwehungen.

Reiseroute

Landschaft 1

Landschaft 2

Landschaft 4

Landschaft 3

Landschaft 5

Landschaft 6

Landschaft 8

Landschaft 7

Essen unterwegs

Da wir außerhalb von Reykjavík mit dem Auto unterwegs waren und in verschiedenen Herbergen und Gästehäusern übernachtet haben, haben wir uns zum größten Teil selbst versorgt. Das heißt: ich habe gekocht und meine Mutter abgewaschen ;)

Hier eine kleine Auswahl dessen, was wir unterwegs gegessen haben. Ich gebe zu, es kommen relativ oft Nudeln vor… aber bis auf ein, zwei Mal, wo wir auf Jamie Oliver Pastasaucen zurückgegriffen haben, wurde immer frisch gekocht, mehrmals gab es auch Hirse mit Gemüse, was besonders praktisch ist, weil man die restliche Hirse am nächsten Morgen als Porridge servieren kann.

Abgesehen von reichlich Obst und Gemüse und den Gewürzen und Aufstrichen, die wir von daheim mitgebracht haben, haben sich folgende Lebensmittel als absolute Allrounder und Lebensretter erwiesen: Haferflocken, Pflanzenmilch, Toast, Nudeln, Erdnussbutter und Avocados. Aus Haferflocken und Milch lässt sich jederzeit ein schnelles und nahrhaftes Frühstück zubereiten, Toast (unterwegs) und Nudeln (abends) sind perfekte Grundlagen für schnelle und einfache Mahlzeiten und Erdnussbutter bzw. Avocados machen einfach glücklich ;)

Man beachte bitte die selbstgepflückten Heidelbeeren und den Meerblick beim Essen im Freien!

 

Frühstück  //  Snacks  //  Unterwegs  //  Abendessen

Frühstück

Snacks

Essen unterwegs

Abendessen

 

Außerhalb von Reykjavík haben uns essenstechnisch nur drei Orte nachhaltig beeindruckt:

 

Langabúð  //  Djúpivogur

Langabúð ist eines der ältesten Gebäude in diesem kleinen Fischerdorf in Südostisland (aus Reykjavík kommend kurz nach Höfn). Es ist aufgeteilt in einen Restaurantbereich und ein Museum. So wie es von außen ausgesehen hat, hätte ich nie im Leben mit Sojamilch gerechnet, aber vollkommen perplex war ich erst, als ich zwischen den vielen üppigen Torten ein Schild mit der Aufschrift “Banana Chocolate Ice Cream Cake (vegan & glutenfree)” entdeckt habe. Mitten in der Einöde! Die Eistorte war mit frischen Granatapfelkernen und Minze verziert und hat himmlisch geschmeckt.

Langabúð

 

Bókakaffi – Book Café  //  Helgafelli 2, 700 Egilsstaðir

Das Buchcafé befindet sich direkt am Ende der Brücke von Egilsstaðir nach Fellabæ und ist weder von außen, noch von innen besonders auffällig. Allerdings gibt es hier nicht nur den einzigen Kaffee mit Sojamilch weit und breit (die Kleinstadt befindet sich in einem Tal; egal aus welcher Richtung man kommt, man hat auf jeden Fall eine abenteuerliche Fahrt durch die Berge hinter sich), sondern endlose Bücherwände mit alten und neuen Werken, die zum Schmökern einladen. Eine besondere Überraschung war an diesem Montag Nachmittag die Livemusik: die isländische Sängerin und Songwriterin hatte eine unglaubliche Stimme und hat sowohl ihre eigenen Stücke, als auch englischsprachige klassische Soul- und Popnummern zum Besten gegeben. Ich bin eine der wenigen Personen, die nicht von sich behaupten kann, ein großer Musikfan zu sein, aber ihr ganz besonderer Stil hat sogar mir Gänsehaut gemacht. Als meine Mutter sie angesprochen und sich für dieses schöne Erlebnis bedankt hat, hat sie uns auch noch eine CD von sich geschenkt, die auf der weiteren Reise noch viele Male gelaufen ist.

Ein weiteres Book Café gibt es auch in auch in Selfoss, auch hier eine Mischung aus Buchladen und Café, auch hier gibt es Kaffee mit Sojamilch. Außerdem ist es wenige Meter vom örtlichen Hostel entfernt. Konnte im Internet leider nur diese Tripadvisor Seite finden: Bokakaffid Selfoss. Ob die beiden Cafés zusammengehören, kann ich nicht sagen.

Book Café

 

Vallanes – Organic Farm  //  Móðir jörð – Vallanesi – 701 Egilsstöðum (ca. 15km südlich von Egilsstaðir, bei Rte 931 abzweigen und den Schildern folgen)

Über Vallanes habe ich zufällig gelesen, als ich in meinem Reiseführer geblättert habe. Wir wussten nur, dass es sich um einen Biobauernhof mit Ab-Hof Verkauf handelt, der nicht nur Gerste und frisches Gemüse, sondern auch Marmeladen und Chutneys im Angebot hat. Dort angekommen sind wir mit einer reizenden älteren Engländerin ins Gespräch gekommen, die im Rahmen einer WWOOF Initiative auf dem Hof arbeitet. Sie hat uns herumgeführt und wir haben frischen Salat fürs Abendessen und Chutneys als Mitbringsel gekauft (siehe ganz am Ende des Artikels). Der Salat wurde in unserem Beisein gestochen, frischer gehts also gar nicht. Definitiv empfehlenswert, wenn einem unterwegs frische Lebensmittel ausgehen oder wenn man etwas wirklich Schönes mit nach Hause nehmen möchte.

Vallanes

Sehenswert

 

Hverasvæðið Geothermaler Park  //  40km östlich von Reykjavík in der Kleinstadt Hveragerði 

Die Stadt Hveragerði befindet sich auf einem Hochtemperaturgebiet und dies macht sich auf verschiedenste Arten bemerkbar. Sei es der dampfende Fluss, der daran vorbeiführt, die dampfenden Stellen in manchen Gärten oder diese Schwefelquellen. Gegen eine kleine Gebühr kann man den Park betreten und wird in ernstem Tonfall daran erinnert, auf den markierten Wegen zu bleiben, wenn man seine Schuhe nicht einschmelzen will. Mich hat besonders fasziniert, dass direkt neben den heißen Quellen so viele Pflanzen wachsen und gedeihen.

Schwefelquellen

Fjaðrárgljúfur Canyon  //  3,5km nördlich der Ringstraße

Dieser Canyon im Südosten Islands ist in etwa zwei Millionen Jahre alt, an manchen Stellen bis zu 100m tief und erstreckt sich über eine Länge von 2 Kilometern. Er befindet sich 3,5km nördlich der Ringstraße und ist entweder per Fußmarsch über Lavafelder zu erreichen oder über die Route 206. Es wird öfter behauptet, dass dieser Canyon nur über eine sogenannte “F road” zu erreichen wäre (auf diesen ist Allradantrieb Pflicht), dies können wir aber widerlegen, wir habens ausprobiert und man erreicht den Canyon, noch bevor die Straße zu einer F road wird :)

Canyon

 

Wasserfälle  //  immer und überall

Es ist schwer, sich für einen zu entscheiden, denn Wasserfälle gehören zum Landschaftsbild Islands und wir haben unzählige gesehen. Einer der schönsten, größten und bekanntesten ist Skógafoss in Südisland, direkt and der Rte 1. Er ist 60m hoch und 25m breit und beeindruckt durch die gewaltigen Wassermassen, die hier hinabstürzen und einem Ohrensausen und nasses Gewand bescheren. Es gibt seitlich eine Treppe, die man hinaufgehen kann, um das Ganze von oben zu beobachten.

Auf den Fotos seht ihr den Wasserfall Seljalandsfoss, der sich ebenfalls in Südisland an der Ringstraße befindet und ebenso einen kurzen Stop wert ist.

Wasserfälle

 

Vík  //  der südlichste Punkt der Insel

Vík í Mýrdal ist der südlichste Ort auf dem Festland Islands. Der Strand wurde einst unter die 10 schönsten Strände der Welt gewählt und wenn wenn man erst einmal den schwarzen Lavasand gesehen hat, an dem sich die stürmische See bricht, dann weiß man auch warum. Eine Legende berichtet, dass die drei schwarzen Felsnadeln, die aus dem Wasser ragen, versteinerte Trolle sind, die ein Schiff an Land bringen wollten. Sie heißen Skessudrangur, Landdrangur und Langsamur.

Vík

 

Jökulsárlón Gletscherlagune  //  direkt an der Rte 1 zwischen Skaftafell und Höfn

Wenn ich einen Punkt der Reise nennen müsste, der mich am meisten beeindruckt hat, so wäre es wohl diese Lagune. Man parkt direkt an der Ringstraße, geht zu Fuß über eine kleine Anhöhe und auf einmal blickt man auf eine riesige, milchig-blaue Lagune herab, in der Eisberge treiben, die von Vulkanasche grau gestreift sind. Es ist ganz still, kühl, alles um einen herum ist weiß, blau oder grau. Das einzige, was sich in dieser surrealen Welt bewegt sind die Eisberge, die langsam ins offene Meer hinausdriften und die Seehunde, die ab und zu ihre Nase aus dem Wasser recken, um dann wieder zwischen den Eisbergen abzutauchen. Wir waren insgesamt zweimal dort, einmal bei Tag und einmal bei Dämmerung, das war wirklich wunderschön. Es gibt drei Möglichkeiten, den Eisbergen noch näher zu kommen: entweder eine Bootstour (ziemlich teuer), oder man geht zu Fuß entweder zur Lagune hinunter oder auf der anderen Seite des Parkplatzes direkt zum Strand, wo die Eisberge unter einer Brücke durch ins offene Meer hinaustreiben. Der Eisbär mit dem Einkaufswagen passt auf, dass nichts passiert. Was sonst.

Jökulsárlón

Jökulsárlón

 

 

Mitbringsel

Neben unendlich vielen Eindrücken habe ich nur diese 6 typisch isländischen Produkte mit nach Hause genommen.

  • meine wollfreie und somit vegane Haube der isländischen Outdoor Marke N°66 (siehe Whale Watching Tour)
  • Heidelbeermarmelade mit Engelwurz & Steckrübenchutney mit Marille und Engelwurz, beides vom Biobauernhof Vallanes  (Übersetzung: Heidelbeeren = Blaubeeren; Marillen = Aprikosen)
  • Ein Naturkosmetik Deo von oy! Organic Young mit dem Versprechen “no gunk, no junk, no nasties” (vegan zertifiziert) und eine traumhafte Handcreme mit isländischer Birke von Sóley Organics. Ausprobiert habe ich die Creme am WC des Rohkost Restaurants gló in Reykjavík. Es kam mir sehr gelegen, dass sich unterhalb des Restaurants eine Filiale der Heilsuhúsið Reformhäuser befindet und ich habe die letzte noch lagernde Pumpflasche sofort an mich gerissen.
  • Lava Salz von Saltverk – gibt es in vielen typischen Touristenläden, aber auch in Supermärkten und am Flughafen zu kaufen. Saltverk bietet auch andere Salze an, z.B. grobes Meersalz, Salz mit Lakritze, arktischem Thymian oder geräucherter Birke.

Mitbringsel

 

 

Für Rückfragen und weitere Tipps stehe ich jederzeit gerne zur Verfügung :)

Dieser Artikel erscheint ebenso auf  ‘V’eltenbummler – Vegan Verreisen.

 

 

Herbst am Teller.

20 Okt

 

Zweierlei Kürbis im Ofen gebacken mit Piment und Thymian, cremiges Kartoffel-Knoblauch-Püree mit Röstzwiebeln und einem herbstlichen Salat aus Radicchio, Feldsalat, Trauben und einem Balsamico-Leinöl Dressing.

 

Kürbis mit Kartoffelpü

 

Ofenkürbis

2 kleine Kürbisse (zB ein Hokkaido und ein Butternut)

1 TL Piment (und/oder Zimt, Muskat, Kardamom,…)

1 TL Thymian

1 TL Olivenöl

Salz, Pfeffer

 

Kartoffelpüree

1kg Kartoffeln

5 Knoblauchzehen

1 EL Gemüsebrühenpulver

1-2 EL Hefeflocken

Muskat, Salz, Pfeffer

Sojasahne und vegane Butter nach Geschmack

 

Röstzwiebel

1 große Zwiebel

1 EL Olivenöl oder vegane Butter

Salz

 

Herbstlicher Salat

1 Handvoll Vogerlsalat (Feldsalat)

1 kleiner Radicchio

ein paar Trauben

2 EL guten Balsamico

1 EL Ahornsirup (oder Agavensirup)

1 TL Leinöl

Salz, Pfeffer

 

Zuerst den Ofen auf 250°C vorheizen und die Minikürbisse halbieren, die Kerne entfernen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen. Mit Piment (oder anderen Gewürzen), Thymian, Salz und Pfeffer bestreuten, mit ein wenig Olivenöl beträufeln und im vorgeheizten Backrohr ca. 20-30min backen.

Währenddessen die Kartoffeln schälen und in möglichst kleine Würfel schneiden (das reduziert die Garzeit). Die Kartoffeln und die grob gehackten Knoblauchzehen in einem großen Topf mit etwas Wasser und Gemüsebrühenpulver köcheln lassen, bis sie wirklich sehr weich sind und fast zerfallen. Dazwischen immer wieder umrühren und ggf. Wasser nachgießen. Wenn alles gar ist, mit Hefeflocken, ordentlich frisch geriebener Muskatnuss, Salz und Pfeffer würzen, mit Sojasahne und/oder veganer Butter verfeinern und mit einem Handrührgerät cremig aufschlagen.

Okay, jetzt ist Zeitmanagement gefragt: während die Kürbisse im Ofen sind und die Kartoffeln vor sich hin köcheln, kann man schon mal die Zwiebel in feine Ringe schneiden und sie (am besten in einer beschichteten Pfanne) in etwas Olivenöl/veganer Butter unter der Zugabe von ordentlich Salz karamellisieren lassen. Das funktioniert am besten bei mittlerer Hitze und kann etwas dauern… es lohnt sich aber, das langsamer zu machen, sonst verbrennen sie nur.

Zu guter Letzt noch den Salat putzen/waschen, kleinschneiden und beiseite stellen. Die Vinaigrette aus Balsamico Essig, Leinöl, Ahornsirup, Salz und Pfeffer anrühren und noch nicht mit dem Salat vermengen.

Wenn der Kürbis innen weich und das Kartoffelpüree fertig ist, alles auf einem Teller anrichten, zuletzt den Salat mit dem Dressing beträufeln und servieren.

 

 

NOAH – Italian Vegan Shoes

12 Okt

Ich weiß, ich könnte mich regelmäßiger melden, aber ich hab einfach grad zu viel um die Ohren… diesen Tipp kann ich euch allerdings nicht vorenthalten, da ich selbst seit Jahren auf der Suche nach veganen Winterschuhen/-stiefeln bin, nie welche gefunden habe, die ich auch nur annähernd in Erwägung ziehen könnte und deshalb die letzten Winter mehr schlecht als recht mit diversen Stoff- und Plastikschuhen hinter mich gebracht habe (nasse Füße inklusive).

In der überaus praktischen Facebook Gruppe Wien Vegan wurde kürzlich besprochen, wie man dem kommenden Winter “vegan, wasserdicht und lederfrei” trotzen kann und ich wurde auf das italienische Label Noah aufmerksam:

NOAH shoes are made in Italy, a country that has a special and long tradition in the making of shoes. They have the classic fashion style that is famous in the entire world for its quality and comfort. The high quality Microfiber material that is used has many advantages: it is water repellent and hardwearing but at the same time it is lightweight and lets the feet breathe. It does not contain harmful substances and it is also suitable for allergic people.

Quelle: http://www.noah-shop.com/ladies/boots.html

Ich Glückskind habe dann auch tatsächlich in der Kategorie Damenstiefel welche gefunden, die mir nicht nur optisch zusagten, sondern auch von 174 auf 99 Euro reduziert waren – also hab ich zugeschlagen und war sehr gespannt.

Bezahlen kann man praktischerweise mittels PayPal, nach 6 Tagen war das Paket da.

Die Schuhe sind absolut hochwertig verarbeitet und fühlen sich sehr gut an. Sowohl außen – pflegeleichtes Micronappa (schwarz) kombiniert mit streichelzartem Microsuede (grau), als auch innen (kuschelig-warm gefüttert). Die Sohle ist aus recyceltem Gummi und macht auch einen soliden Eindruck.

Das einzige, was ich zu bemängeln habe: die Schuhe wurden nicht, wie auf den Fotos ersichtlich, mit langen Schuhbändern geliefert, sondern mit kurzen. Es mag zwar gerade sehr modern sein, Stiefel nur halb zu schnüren, aber mir gefällt das überhaupt nicht, also habe ich mir heute in einem Schuhgeschäft noch lange schwarze Schuhbänder um 3,80 Euro dazugekauft – Problem gelöst.

Laut Webshop sind die Stiefel dank Mikrofaser atmungsaktiv, weich, langlebig, schmutz- und wasserabweisend und leicht zu pflegen. Besonders praktisch ist auch, dass die Stiefel seitlich zu zippen sind – d.h. man erspart sich langes auf- und zuschnüren und die Stiefel sitzen trotzdem perfekt.

Es gibt das Modell “Sara” in schwarz/grau und schwarz.

Ich spreche also hiermit eine absolute Kaufempfehlung aus. Nie wieder kalte Füße! ;)

Screen Shot 2013-10-12 at 9.45.41 PM

Quelle: http://www.noah-shop.com/ladies/boots/sara.html

Ach ja, dies ist übrigens ein ad-free blog, d.h. ich empfehle nur Produkte, die ich selbst gekauft und für gut befunden habe, auch wenn ich genügend Anfragen bekomme, div. Produkte gratis zu testen, wenn ich dann darüber schreibe. Erstens lasse ich mich nur ungern von Firmen als Werbeplattform missbrauchen und zweitens finde ich es ganz einfach langweilig, wenn innerhalb eines Monats auf jedem deutschsprachigen veganen Blog das selbe Produkt vorgestellt wird. Für die Werbeeinschaltungen, die hin und wieder am Ende eines Artikels eingefügt werden, kann ich nichts… das macht WordPress leider.

Einfacher Erdäpfelsalat

5 Aug

Dieses Rezept ist eine Hommage an meinen 2008 verstorbenen Großvater, der immer den besten Erdäpfelsalat von allen gemacht hat. Nämlich ohne Suppe, sondern nur mit viel roter Zwiebel, Zitronensaft und Olivenöl.

 

Zutaten

0,5 kg gekochte Erdäpfel (Kartoffeln)

1 rote Zwiebel

1 Knoblauchzehe

1/3 Bund Petersilie

Saft von 1-2 Zitronen (je nach Geschmack, ich mag mindestens 2!)

1 EL Olivenöl

1 EL Ahornsirup

1 EL Hefeflocken

1 TL Senf

Salz, Pfeffer

 

Zubereitung

Die gekochten Erdäpfel (am besten noch heiß, geht aber auch mit kalten) schälen und in dünne Scheiben schneiden. Die Zwiebel schälen und in feine Würfel schneiden, den Knoblauch pressen, die Petersilie fein hacken.

Mit den restlichen Zutaten vermengen und einige Zeit durchziehen lassen.

Passt sicher auch gut zum Grillen.

 

Erdäpfelsalat

 

 

Bohnen-Bratlinge aus dem Backrohr.

4 Aug

Machen sich gut in einem Burger oder – wie hier – mit Hirse, Joghurtsauce und Salat.

 

Zutaten

1 kleine Dose weiße Bohnen

1/2 Tasse feine Haferflocken

1 EL Leinsamen oder Chiasamen mit 3 EL Wasser

Gewürze nach Geschmack (z.B. mexikanische Gewürzmischung)

1 TL Agavensirup

Salz, Pfeffer

frische Kräuter nach Geschmack (z.B. Koriander)

Semmelbrösel (Paniermehl)

 

Zubereitung

Die Lein- oder Chiasamen mit Wasser vermengen und beiseite stellen, bis sich eine gelartige Masse gebildet hat.

In einer großen Schüssel die abgespülten und abgetropften Bohnen mit einer Gabel zerdrücken, mit Haferflocken, Leinsamen-/Chia-Gel, Gewürzen, Agavensirup und Kräutern zu einer einheitlichen Masse verkneten, eventuell mit mehr Flüssigkeit oder Haferflocken nachjustieren. Unbedingt kosten, die Masse verträgt viel Würze!

Mit nassen Händen Bratlinge formen, diese in Semmelbröseln wenden und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.

Im vorgeheizten Backofen bei 200°C backen, bis sie außen knusprig sind.

 

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Grüne Bananenmilch mit Superfoods.

4 Aug

Manchmal hab ich in der Früh Lust auf comfort food. Meistens eher im Winter, aber auch bei der derzeitigen Hitzewelle kann es schon mal vorkommen. Eine guter Kompromiss ist für mich zum Beispiel Chiapudding mit Schoko und Banane, aber auch dieser grüne Smoothie ist nicht zu verachten – voll gepackt mit lauter guten Dingen, aber geschmacklich eher wie cremige Bananemilch mit Zimt (wen die hellgrüne Farbe stört, der muss einfach die Augen zumachen beim Trinken, der Babyspinat ist nämlich relativ geschmacksneutral).

 

Zutaten

1 reife Banane (frisch oder gefroren)

1 Tasse Milch (z.B. Reis-Mandelmilch von Joya)

1 Handvoll Babyspinat

1 TL Matcha (z.B. Premium Bio Matcha Tee von imogti.com)

1 Msp Maca (optional, z.B. Bio-Maca Pulver von lifefood.de)

1 Msp Zimt

 

Zubereitung

Alle Zutaten zu einem cremigen Smoothie mixen.

 

Grüner Matcha Smoothie

 

 

Karamellisierte Auberginen

2 Aug

Im NENI am Naschmarkt gibt es ein Gericht, das es mir schon beim ersten Bissen angetan hat: karamellisierte Auberginen auf Basmati Reis.

Das ist meine Freestyle Version davon, die außerdem mit weniger Fett und Zucker auskommt.

 

Zutaten

1 EL Öl

1 Zwiebel

2 Knoblauchzehen

1 daumengroßes Stück Ingwer

2 Auberginen (oder 1 Aubergine + anderes Gemüse nach Wahl, bei mir zB Zucchini und Fenchel)

3 EL Rohrzucker oder Ahornsirup

1 EL Gemüsebrühe

1 guter Schuss Sojasauce

1 guter Schuss Reisessig (oder Apfelessig)

ev. frische Kräuter (Koriander, Basilikum,…)

 

Zubereitung

Zwiebel, Knoblauch und Ingwer schälen und fein hacken. Auberginen und anderes Gemüse in mundgerechte Stücke schneiden.

Alles zusammen in einer sehr heißen (beschichteten) Pfanne in etwas Öl scharf anbraten, bis das Gemüse etwas Farbe genommen hat.

Zucker/Ahornsirup untermengen und karamellisieren lassen.

Mit Gemüsebrühe würzen, mit Sojasauce und Essig ablöschen und auf mittlerer Hitze sämig einkochen lassen (auf den ersten Blick ist vielleicht zu viel Flüssigkeit in der Pfanne, aber gerade die Auberginen saugen das schnell auf. Wenn man das Gericht also nur mit anderem Gemüse – ohne Auberginen – macht, sollte man weniger Sojasauce/Essig nehmen).

Auf braunem Reis anrichten und mit frischen Kräutern garnieren.

 

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Hummus mit weißen Bohnen und Zitrusnote.

29 Jul

 

Ich muss zugeben, ich bin eine von denen, die Hummus lieber kaufen als selbst zu machen. Dieses Rezept könnte das aber schlagartig ändern, da der zitronig-fruchtige Geschmack einfach grandios ist. Außerdem ist die Konsistenz durch die weißen Bohnen unglaublich cremig.

 

Zutaten

1 kleine Dose Kichererbsen

1 kleine Dose weiße Bohnen

1 EL Tahin (Sesampaste)

1 große Zitrone (Saft und Abrieb)

1/2 Orange (Saft)

2 Knoblauchzehen

Salz, Pfeffer

Cayennepfeffer (optional)

ev. einige EL Wasser (je nach gewünschter Konsistenz)

 

Zubereitung

Kichererbsen und weiße Bohnen gründlich abspülen und in einem Sieb abtropfen lassen.

Anschließend zusammen mit Tahin, Abrieb der Zitrone, Orangen- und Zitronensaft, den geschälten Knoblauchzehen, Cayennepfeffer (für die, die’s scharf mögen), Salz, Pfeffer und einigen Esslöffeln Wasser in den Mixer befördern und zu einem cremigen Hummus mixen.

 

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Inspiriert von Hummus Dip. Restaurant-Style. auf Healthy. Happy. Life.

 

Schokolader Chiapudding mit Banane.

27 Jul

Zur Zeit habe ich zwei Lieblingsfrühstücke. Das eine, Smoothie mit Heidelbeeren und Basilikum, hab ich euch gestern vorgestellt. Das andere ist dieser unglaublich gute Chiapudding mit Kakao und Banane – nur gesunde Zutaten und trotzdem ein absolutes comfort food, da er cremig, schokoladig und bananig ist. Ich bin eigentlich überhaupt keine Freundin von gelartigen/schleimigen Speisen, aber lasst euch davon nicht abschrecken, mich erinnert dieses Rezept eher an einen bestimmten Grießpudding aus dem Kühlregal, den ich früher gern gegessen habe.

So sehr wie Chiasamen momentan gehyped werden, muss ich euch wohl nicht mehr allzu viel über deren positive Eigenschaften erzählen. Deshalb nur ganz kurz: die kleinen Samen aus Südamerika können ein Vielfaches ihres Volumens an Flüssigkeit aufnehmen und das ergibt dann eine gelartige Masse, die aufgrund der vielen Ballaststoffe lange satt hält und verdauungsfördernd wirkt. Außerdem sind sie ein guter Lieferant für Omega-3 Fettsäuren (besonders wichtig für Veganer), Proteine, Vitamine (u.a. Vitamin A, Niacin, Tiamin, Riboflavin), Mineralien (u.a. Kalzium, Phosphor, Kalium, Zink) und Antioxidantien.

Ich bereite den Pudding immer schon am Abend zu und stelle ihn über Nacht in den Kühlschrank. Die Banane aber eher so frisch wie möglich hinzufügen.

Der Pudding kann übrigens auch rohköstlich zubereitet werden, in dem man selbstgemachte Mandelmilch und rohes Kakaopulver verwendet.

 

Zutaten

1 Tasse Mandelmilch

1 EL Kakaopulver

4 TL Chiasamen

1 Banane

 

Zubereitung

Milch und Kakaopulver gut verrühren, sodass keine Klümpchen mehr zu sehen sind.

Die Chiasamen unterrühren und ca. 1/2 Stunde quellen lassen. Dabei immer wieder umrühren, damit sich auch hier keine Klümpchen bilden.

Kurz vor dem Servieren die Banane schälen und in Scheiben schneiden oder klein hacken und unterheben.

 

Chiapudding

 

 

Smoothie mit Heidelbeeren und Basilikum.

26 Jul

Normalerweise poste ich keine Smoothie “Rezepte”, da ich selbst einfach das verwende, was ich gerade daheim habe, bzw. hier sowieso unendlich viele Kombinationsmöglichkeiten gegeben sind… aber heute mach ich eine Ausnahme. Und zwar deswegen, weil die Kombination von Heidelbeeren und Basilikum wirklich unschlagbar ist, man aber so von selbst vielleicht nicht unbedingt drauf kommen würde.

Anmerkung #1: ich nehme gefrorene Heidelbeeren, aber nur aus dem Grund, weil sie billiger sind und ich sie – im Gegensatz zu den schnell verderblichen frischen Beeren – immer vorrätig haben kann (und seit diesem Rezept auch habe).

Anmerkung #2: trotz der wunderschönen heidelbeerig-violett-roten Farbe qualifiziert sich dieses wohlschmeckende Getränk dank Basilikum als green smoothie und man darf sich während des Trinkens selbst auf die Schulter klopfen, weil man eine supergesunde Wahl getroffen hat.

Anmerkung #3: die Idee, Heidelbeeren und Basilikum in einem Smoothie zu vereinen, habe ich vor einiger Zeit im Internet gelesen – anscheinend gerade sehr modern in diversen juice bars und anderen hippen Läden in L.A. – also nicht nur gesund, sondern auch noch cool. Wahnsinn.

 

Zutaten

1 Banane

1/2 Tasse gefrorene Heidelbeeren (Blaubeeren)

1 Tasse Reis-Mandelmilch

3 große Zweige Basilikum (ca. 20 Blätter oder nach Geschmack)

 

Zubereitung

Alle Zutaten in den Mixer schmeißen und zu einem cremigen Smoothie verarbeiten.

Je nach gewünschter Konsistenz eventuell noch etwas Wasser hinzufügen.

 

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Rahmfisolen mit Dille und Erdäpfeln.

22 Jul

Das ist so ziemlich das einzige Gericht aus meiner Kindheit, das ich der österreichischen Hausmannskost zuordnen würde.

Hier die veganisierte Version.

 

Zutaten

Heurige Erdäpfel (junge Kartoffeln), je nach Hunger

0,5 kg Fisolen (heißen in Deutschland angeblich Gartenbohnen – noch nie gehört)

3 EL Mehl

2 EL Öl

Fisolen-Kochwasser

2 EL Gemüsebrühe

1 Becher Joya Crèmesse (Alternative zu Sauerrahm/saurer Sahne)

frisch gehackte Dille (ich hoffe, die heißt in Deutschland auch so)

Salz, Pfeffer

 

Zubereitung

Die Erdäpfel bissfest kochen.

Separat die Fisolen bissfest kochen/blanchieren, anschließend abseihen und das Kochwasser auffangen.

In einem Topf eine Einbrenn (Mehlschwitze) herstellen, indem man Öl erhitzt, Mehl unterrührt, etwas Farbe nehmen lässt und anschließend mit Flüssigkeit (Fisolen-Kochwasser) aufgießt.

Mit Gemüsebrühe würzen und sämig einkochen lassen.

Mit einem Schneebesen den veganen Sauerrahm und die frisch gehackte Dille unterrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken und zum Schluss die gekochten Fisolen hinzufügen.

Rahmfisolen mit Erdäpfeln anrichten – wenn diese jung sind, können sie mit der Schale genossen werden.

 

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Puh, zum Glück ist das echt das einzige österreichische Rezept, an dem mir etwas liegt – so viel ist sonst nicht ins Deutsche zu übersetzen :)

 

Wrap mit Huhn, Mango und Currysauce.

20 Jul

Ich liebe Obst in pikanten Gerichten. Vor allem die Mango ist da sehr vielseitig einsetzbar, was sie schon letztes Jahr bewiesen hat, als ich euch Soba Nudeln mit Aubergine und Mango ans Herz gelegt habe.

Wirklich gute Mangos kaufe ich gerne beim Hofer – sie sind reif, saftig, süß und nicht faserig. Diese Woche hab ich mir eine solche gegönnt und folgendes daraus gemacht…

 

Zutaten für 3 Wraps

3 Tortilla Fladen

1 TL Öl

1/2 Packung Hähnchenfilet in Stücken von Vantastic Foods **

1/2 Mango

1 Avocado

2 Tomaten

6 EL Sojajoghurt

1 gehäufter TL Currypulver

1 EL Ahornsirup

1 Zitrone

Salz, Pfeffer

 

Zubereitung

Aus Sojajoghurt, Currypulver, Ahornsirup, Zitronensaft, Salz und Pfeffer eine Sauce zusammenrühren und beiseite stellen.

Das vegane Hähnchenfilet in etwas Öl knusprig braten.

Die Tortillas in einer trockenen Pfanne erhitzen, bis sie weich und biegsam werden.

Das Obst und Gemüse in mundgerechte Stücke schneiden.

Füllen, rollen, genießen.

 

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Als Nachspeise gibt’s die andere Hälfte der Mango.

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** Dieses und andere Produkte von Vantastic Foods gibt es jetzt auch bei Maran Vegan in Wien. Nicht, dass ich so begeistert von dem Laden wäre, aber alle in Wien lebenden Menschen, die Lust haben, das nachzukochen, müssen nicht darauf warten, dass das Paket des Onlineshops ankommt, sondern müssen sich nur Schuhe anziehen und sich auf den Weg in die Stumpergasse machen.

 

Der geilste Scheiß: Booja Booja Eis.

19 Jul

Seit gestern gibt es in Wien einen veganen Supermarkt: Maran Vegan. Leider gibt’s dort nicht wirklich was Neues. Das Ganze hat für mich persönlich zwei Vorteile: es gibt eine Auswahl an Vantastic Foods Produkten (hauptsächlich Fleischersatz und ein paar Schakalode-Tafeln) – diese waren, soweit mir bekannt ist, davor in Österreich nur online erhältlich. Und: es gibt Booja Booja Eis und Pralinen. Und das, meine Lieben, ist richtig richtig geiler Scheiß.

Booja Booja Eis ist…

  • vegan
  • ohne raffiniertem Zucker (mit Agave gesüßt)
  • sojafrei
  • glutenfrei
  • biologisch
  • hauptsächlich roh (die Sorte “Keep Smiling Vanilla M’Gorilla” ist komplett roh, die anderen Sorten “so roh wie möglich” – die Herstellung im Betrieb erfolgt bei einer Temperatur von höchstens 45°C um alle Nährstoffe zu erhalten)

 

Booja Booja

 

Probiert habe ich die Sorte “Hunky Punky Chocolate”, die aus Wasser, rohem Agavensirup, Cashews und Kakaopulver besteht. Meine Erwartung war ein eher gesunder Geschmack… ich hätte echt nicht damit gerechnet, dass es das reichhaltigste, cremigste, aromatischste Eis überhaupt sein würde. Smooth ist gar kein Ausdruck. Ein 110 ml Becher kostet bei Maran Vegan 2,85 Euro.

Außer “Hunky Punky Chocolate” gibt es noch die Sorten “Keep Smiling Vanilla M’Gorilla”, “Coconut Hullabaloo”, “Feisty Winjin Ginger” und “Pompompous Maple Pecan”. Yum yum.

Übrigens: in Wien gibt es Booja Booja Eis auch bei Brass Monkey, aber die haben gerade Sommerpause.

 

Dolma – gefüllte Weinblätter

14 Jul

Am heutigen Sonntag habe ich arabische Hausfrau gespielt. Dabei rausgekommen sind unglaublich gute selbstgemachte Dolma.

Wieso sollte man etwas selbermachen, was es auch fertig in der Dose gibt? Aus den gleichen Gründen, warum man so ziemlich alles lieber selbermachen sollte, was es in Dosen zu kaufen gibt: es ist billiger, frischer, man weiß was drin ist und es schmeckt um Welten besser. Außerdem ist es weniger Aufwand als man vielleicht denken würde und das Einrollen hat sogar etwas meditatives an sich – also perfekt für Sonntagnachmittag :)

Das Rezept unten ist die Basisversion – da ich zu wenig Tomaten hatte, hab ich die halbe Menge gemacht wie beschrieben und die andere halbe Menge mit ganz fein gehackten Auberginen anstelle der Tomaten. Beides schmeckt sehr gut. Es gibt ja auch Rezepte, wo die Weinblätter mit Reis und Faschiertem gefüllt werden – das nächste Mal versuche ich das mit Sojagranulat :)

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Zutaten

1 Packung Weinblätter (gibt’s im türkischen Supermarkt, z.B. von der Marke Sera um ca. 6 Euro)

2 Tassen Basmati Reis

2 Zwiebeln

5 Knoblauchzehen

8 Tomaten

2 Zitronen

2 TL Dolma Gewürz

Salz, Pfeffer

frische Kräuter nach Geschmack (z.B. Petersilie)

2 EL Olivenöl

3 EL Tomatenmark

Zubereitung

Den Reis gründlich waschen.

Zwiebeln, Knoblauch und Tomaten so fein wie möglich hacken, mit Reis und Zitronensaft vermischen und mit den Gewürzen abschmecken (verträgt einiges an Salz!).

Die Masse mit der Hand ordentlich durchkneten, damit sich die Aromen verbinden.

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Die Packung mit den Weinblättern öffnen…

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…und eins davon mit dem Stiel nach unten auf ein Küchenbrett legen. Je nach Größe des Weinblattes 1 TL bis 1 EL der Fülle auf das untere Ende des Blattes legen.

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Zuerst werden die Seiten eingeschlagen, dann das Blatt von unten nach oben vorsichtig eingerollt.

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In einem großen Topf 1 EL Olivenöl am Boden und an den Rändern verteilen, damit nichts kleben bleibt.

Anschließend die fertig gewickelten Dolma so eng wie möglich schichten, damit sie sich nicht wieder ausrollen.

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Mit der obigen Mengenangabe gehen sich in meinem großen Topf genau 3 Schichten aus.

Wir man sehen kann, ist der Topf nach oben hin nicht mal halb voll, aber mehr solltet ihr wirklich nicht reinpacken, da die Dinger in der Flüssigkeit so stark aufgehen, dass der Topf eine halbe Stunde später randvoll sein wird :)

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In einer Tasse das Tomatenmark mit warmem Wasser und dem restlichen EL Olivenöl ordentlich verrühren, bis möglichst keine Klümpchen mehr zu sehen sind (so wie bei mir :D) und über die Weinblätter leeren. Dann den Topf mit so viel Wasser auffüllen, bis alle Dolma bedeckt sind.

Bei mittlerer Hitze (bei mir Stufe 7 von 12) vor sich hin köcheln lassen, bis die Flüssigkeit aufgesaugt bzw. verdampft und der Reis gar ist.

Am besten alle 10 Minuten nachsehen, damit nichts anbrennt. Gegebenenfalls Flüssigkeit nachgießen.

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Bei mir hat das ca. 40-50 Minuten gedauert… und fertig sind die selbstgemachten Dolma.

Dazu schmecken Fladenbrot, Hummus, Oliven, frisches Gemüse und was euch sonst noch so alles aus diesem Themenkreis einfällt. Oder einfach mit den Fingern direkt aus dem Topf :)

Achja, noch besser sind sie angeblich am nächsten Tag, das kann ich aber noch nicht bestätigen. Wäre aber nicht mal notwendig, da sie jetzt schon wirklich fantastisch schmecken.

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Schönen Abend allerseits! :D

wife her

Gebratener “Eierreis” mit grünem Gemüse

23 Jun

Hey.

“Egg-fried rice” ist das neue “oats in a jar” – eine Welle an Rezepten überrollt gerade so ziemlich jeden veganen Blog im Internet, aber was soll’s. Dieses Rezept ist so gut, das muss einfach festgehalten werden, auch wenn’s nur für mich selbst ist.

 

Gebratener Eierreis

 

Zutaten

2 EL Öl (geschmacksneutral oder Sesam, Erdnuss,…)
2cm Stück Ingwer
2 kleine Zwiebeln
2-4 Zehen Knoblauch
½-1 Block Tofu
1 TL Currypulver
1 TL Gemüsebrühe
1 EL Hefeflocken
2 große Hände voll Gemüse nach Wahl (zB Brokkoli, Spargel, Erbsen,…)
2 Portionen gekochter, ausgekühlter Naturreis
1 EL Sojasauce
1 TL Reisessig oder Zitronensaft
1 TL Agavensirup
2 Frühlingszwiebeln

 

Zubereitung
Falls beim letzten Abendessen kein gekochter Reis übrig geblieben ist, dann bitte als erstes darum kümmern, schließlich sollte der Reis möglichst kalt sein, dann wird er beim Braten nicht matschig.
In einer sehr heißen, beschichteten Pfanne die in Ringe geschnittene Zwiebel und feingehackten Knoblauch & Ingwer zusammen mit dem abgespülten und gut ausgedrückten Tofu scharf anbraten. Den Tofu dafür am besten zwischen den Fingern zerkrümeln, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist (also in etwa so wie bei scramlbed tofu/Tofu-Rührei). Mit Currypulver, Gemüsebrühe und Hefeflocken würzen und braten, bis alles schön Farbe genommen hat und knusprig wird. Dann auf einem Teller beiseite stellen.
In der immer noch heißen Pfanne das klein geschnittene Gemüse in 1 EL Öl ebenso scharf anbraten, bis es Farbe genommen hat, aber immer noch knackig ist. Ebenfalls auf einem Teller beiseite stellen.
Letzter Durchgang: den Reis in der Pfanne ohne weitere Zugabe von Öl anbraten, bis er an manchen Stellen knusprig wird. Eventuell kann man auch einfach alles zusammen anbraten, aber mir war das Risiko zu groß, dass irgendwas matschig wird, v.a. der Reis.
Alle Zutaten zurück in die Pfanne, mit Sojasauce, Reisessig/Zitronensaft und Agavensirup abschmecken und mit in Ringe geschnittenen Frühlingszwiebeln servieren.

 

Got it?

9 Feb

 

 

Mad cow disease

 

 

Vegan Wednesday (3)

5 Sep

Und schon wieder ist Mittwoch… ihr müsst euch leider dran gewöhnen, dass ich gerade die Vegan Wednesday Fotos nur mit der Handykamera mache bzw. die dann sogar noch verwackelt und unscharf sind, weil ich immer erst in letzter Sekunde dran denke, zu fotografieren :-)

 

Frühstück: ein Stück Marillen-Streuselkuchen, den ich gestern für die Arbeit gebacken habe.

 

Mittag: da ich gestern früh ins Bett bin und nicht mehr kochen wollte, hab ich mir in der Mittagspause vom Asialaden eine vegetarische Bento Box geholt: Reis, Gemüse, 3 Frühlingsrollen, 3 Kappa Maki, 3 Avocado Maki.

 

Abendessen: selbstgemachte, scharfe Kürbis-Mais-Cremesuppe. Bestehend aus Knoblauch, grüner Currypaste, 1 EL Gemüsebrühenpulver, 1/2 Hokkaido Kürbis, 1 Dose Mais, einem Schuss Sojasahne, Wasser.

 

Schönen Abend!

Gebackener Hokkaido mit Zimt, cremigem Mangold und Couscous

1 Sep

Heute gibt’s was richtig Herbstliches: im Ofen gebackene Kürbisspalten, aromatisch gewürzt mit Zimt, Thymian und Chili; ein cremig-zitroniges Mangoldgemüse und Vollkorn Couscous.

Das Rezept ist für 2-3 Portionen.

 

Zutaten für den Kürbis

1/2 Hokkaido Kürbis

1 TL Zimt

1 TL Thymian

Chili nach Geschmack

1 EL Olivenöl

1 TL Ahornsirup

Salz, Pfeffer

 

Zutaten für den Mangold

1 TL Olivenöl

1-3 Knoblauchzehen

ca. 600 g frischen Mangold

1 TL Gemüsebrühenpulver

Abrieb einer unbehandelten Zitrone

2 EL Sojasahne (z.B. von Provamel)

1 kleiner Becher Sojajoghurt (z.B. von Provamel; ca. 125 g)

Salz, Pfeffer

 

Zutaten für den Couscous

1 kleine Tasse Vollkorn Couscous (gibt es bei Merkur)

1 kleine Tasse kochendes Wasser

etwas Salz

 

Zubereitung

Da der Kürbis am längsten braucht, zuerst das Backrohr auf 250°C vorheizen. Den Kürbis halbieren und mit einem Löffel entkernen, eine Hälfte in den Kühlschrank (morgen gibt’s Kürbissuppe, nam nam!) und die andere Hälfte in ca. 1 cm dicke Spalten schneiden. Diese mit Zimt, Thymian, Chili, Olivenöl, Ahornsirup, Salz und Pfeffer würzen und auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen. Im vorgeheizten Backofen ca. 20 Minuten backen, bis der Kürbis bissfest gegart bzw. am dünneren Ende leicht knusprig ist.

Da die zwei Beilagen jeweils nur wenige Minuten in Anspruch nehmen, reicht es damit zu beginnen, wenn der Kürbis bereits im Ofen ist.

Eine Tasse Wasser im Wasserkocher zum Kochen bringen. In einer Schüssel oder einem kleinen Topf den Vollkorn Couscous und etwas Salz mit gleich viel Wasser übergießen, abdecken und 6 Minuten quellen lassen. Anschließend mit einer Gabel auflockern.

Für den Mangold den kleingehackten Knoblauch in Olivenöl anbraten. Währenddessen den Mangold waschen, etwas trockenschütteln und die härteren Stiele in dünne Streifen schneiden. Diese etwas andünsten lassen, bevor die in breitere Streifen geschnittenen Mangoldblätter dazukommen. Wenn die beginnen zusammenzufallen, mit Suppenpulver und Zitronenschale würzen, mit etwas Wasser und/oder Sojasahne ablöschen und den Herd abdrehen. Sojajoghurt unterrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Alles zusammen anrichten und genießen.

 

 

Einen schönen September wünsch ich!

 

Vegan Wednesday (2)

29 Aug

 

Worum gehts?

Hab ich hier  schon geschrieben – sag bloß, das hast du nicht gelesen!

 

Zum Frühstück gabs heute wieder Haferbrei. Diesmal mit Haferflocken und Reismilch, dazu Banane und 2 Nektarinen. Und eine Prise Zimt.

 

Für heute Mittag wollte ich mir eigentlich etwas von daheim mitnehmen, da es mich aber gestern nicht gefreut hat, war ich beim Merkur. Große Schüssel vom Salatbuffet, Dachsteinbrot mit Zitronen-Koreander-Hummus (von Green Heart) und als Nachspeise ein Dr. Martins Kokoswasser mit Ananas und Acerola (schmeckt wie Piña Colada).

 

 

 

 

Und am Abend waren wir am Rathausplatz essen: Chana Masala (Kichererbsen Curry) mit Reis und dazu frisch gepressten Granatapfelsaft. Mhh!

 

 

 

Gebratene Nudeln mit Sojaschnetzeln und allem, was der Kühlschrank hergibt.

26 Aug

Nachdem ich seit 5 Jahren Vegetarierin und seit ca. 3 Monaten Veganerin bin, hab ich jetzt erst Sojaschnetzel für mich entdeckt. Ich koche zwar alle paar Monate mal Bolognese oder Chili mit Sojagranulat, aber da ich ein großer Fan von Seitan bin und dieser so vielseitig einsetzbar ist, hab ich nie  einen Grund gehabt, mit Sojaschnetzel zu experimentieren. Fragt mich nicht, wie ich jetzt darauf gekommen bin, aber Sojaschnetzel haben doch ein paar sehr große Vorteile…

TVP (engl.: textured vegetable protein) wird unter großem Druck und bei hohen Temperaturen hergestellt und ist ein Nebenprodukt der Sojaölproduktion. Es enthält daher viel Eiweiß und wenig Fett, hat eine fleischähnliche, faserige Struktur und kaum Eigengeschmack, weshalb es wunderbar als Fleischersatz geeignet ist. Zubereitet wird es normalerweise, indem man es in heißem Wasser (oder Brühe oder Marinade) aufquellen lässt und anschließend würzt, anbrät und wie Fleisch verwendet. Weitere Vorteile sind, dass es in getrocknetem Zustand sehr lange haltbar ist (noch dazu ungekühlt) und es im Gegensatz zu Seitan oder anderen fertig gewürzten Fleischersatzprodukten sehr preiswert ist. Eine 300g-Packung der deutschen Marke Vantastic Foods kostet in div. Onlineshops ca. 2,19 Euro (z.B. hier) und ergibt nach dem Einweichen bis zu 900g Sojafleisch. Klar, es ist ein sehr stark verarbeitetes Produkt und es besteht aus Soja – man sollte es also nicht zur Basis seiner Ernährung machen. Aber man isst es ja auch nicht jeden Tag.

Perfekt geeignet ist es also für jene Tage, an denen der Kühlschrank nicht mehr viel hergibt und man gerne aus ein paar Resten noch etwas Leckeres zubereiten möchte… so geschehen letztes Wochenende und das Ergebnis kann ich durchaus weiterempfehlen :-)

 

 

Zutaten

1 Handvoll Sojaschnetzel (z.B. die von Vantastic Foods)

1 EL Gemüsebrühenpulver

1 TL Sesamöl

100 g gekochte Vollkornnudeln (z.B. Fussili)

1 kleine Handvoll TK-Erbsen

4-5 Cocktailtomaten

Blattspinat

Sojasauce

Reissirup

Limettensaft

 

Zubereitung

Mit dem Wasserkocher ca. 0,5 Liter Wasser kochen, in einer Schüssel mit dem Suppenpulver verrühren, die Sojaschnetzel darin versenken, Deckel drauf und für ca. 10-15 Minuten quellen lassen.

Danach gut ausdrücken und in einer beschichteten Pfanne im Sesamöl bei großer Hitze anbraten, bis sich Röstaromen bilden. Die gekochten Nudeln und Erbsen hinzufügen und erwärmen bzw. mitanbraten. Zum Schluss mit Sojasauce, Reissirup und Limettensaft würzen, die geviertelten Tomaten und den Blattspinat kurz durchschwenken und servieren.

Mahlzeit!

Das Wort zum Freitag.

24 Aug

Die Franzosen haben bereits entdeckt, dass die Schwärze der Haut [der Sklaven] kein Grund dafür ist, jemanden schutzlos der Laune eines Peinigers auszuliefern. Es mag der Tag kommen, da man erkennt, dass die Zahl der Beine, der Haarwuchs oder das Ende des Kreuzbeins gleichermaßen unzureichende Gründe sind, ein fühlendes Wesen demselben Schicksal zu überlassen… Die Frage ist nicht: ‘können sie denken?’ oder ‘können sie sprechen?’, sondern: ‘können sie leiden?’

Quelle: Jeremy Bentham: An Introduction to the Principles of Morals and Legislation. A new edition, corrected by the author. London 1828. Chapter 17: Of the Limits of the Penal Branch of Jurisprudence. IV. Fußnote “Interest of the inferior animals improperly neglected in legislation”. p. 235, 236

 

 

 

Newborns responding to a cold stethoscope.
Feelings make us equal.
Break the species barrier.

 

 

Vegan Wednesday (1)

22 Aug

 

Auf dem Blog “V”eltenbummler – Vegan Verreisen habe ich eine nettes Projekt entdeckt: Vegan Wednesday.

Ins Leben gerufen wurde es von den Bloggerinnen von Mixxed Greens, think. care. act. und twoodledrum und das ist die Idee dahinter:

 

Was soll das?
Jeden Tag etwas anderes. Burger, Kartoffeln, Salat, Reispfannen, Kuchen, Smoothies, Kekse, Cupcakes, Bananen, Schokolade… Wer behauptet, dass Veganer nur Gemüse essen, könnte nicht falscher liegen. Wie vielfältig und unterschiedlich vegane Ernährung ist, möchten wir mit dieser Initiative zeigen. Dabei lehnen wir uns an “What I Ate Wednesday” an – eine Blogbewegung, die immer mehr Teilnehmer findet. Alles, was mittwochs auf dem Teller gelandet ist, wird in einem Blogpost dokumentiert.

Wie kann ich mitmachen?
Immer abwechselnd rufen wir jeden Mittwoch mit unserem persönlichen “What I Ate Wednesday”-Post zum “Vegan Wednesday” auf. In den Kommentaren könnt ihr dann bis Samstag Abend die Links zu euren eigenen Posts hinterlassen. Zwei Bedingungen: Mindestens die Hauptmahlzeiten sollen fotografiert werden, und alles Gegessene soll vegan sein. Das ein oder andere Rezept könnt ihr natürlich gern gleich mit verraten! Wir sammeln dann die schönsten Bilder (aus jedem Post mindestens eins) auf tumblr/Pinterest ein, sodass ihr euch anschließend durch alle Posts klicken könnt.

Quelle: Mixxed Greens.

 

Da ich das absolut unterstützenswert finde und die Idee hinter meinem eigenen Blog auch die ist, anderen Leuten zu zeigen wie abwechslungsreich ein veganes Leben ist, habe ich beschlossen, mitzumachen. So weit es sich bei mir organisatorisch ausgeht, werde ich also jeden Mittwoch mein Essen fotografisch festhalten. Los gehts!

 

Zum Frühstück hab ich mir in der Arbeit einen Haferbrei gemacht: ca. 6-7 EL Haferflocken mit Sojamilch bedecken, für 3 Minuten in die Mikrowelle, mit 1 Tropfen Stevia und reichlich Zimt würzen und einen rohen, geschnittenen Apfel unterrühren.

 

Zu Mittag hat es wieder (wie immer bei diesem Wetter) Salat gegeben: heute mit 2 Tomaten, 1/3 Gurke, 2/3 gelber Paprika, gemischten Blattsalaten mit gehobelten Karotten und roten Rüben, 1 reifen Nektarine und einem Dressing aus dem Saft einer Zitrone, 2 EL Ume Su (japanischer Essig aus Umeboshi Pflaumen), 1 TL Olivenöl und Pfeffer. Dazu 3-Korn Waffeln (bestehend aus Vollkornreis, Hirse und Buchweizen) mit Kichererbsenaufstrich von Alnatura.

 

Am Nachmittag hab ich mir noch was Süßes geholt: und zwar 0,5 Liter frisch gepressten Orangen-Ananas-Saft vom Merkur und eine sehr gute vegane Schokolade: Himbeer-Granatapfel von Liebhart’s Gesundkost. Noch besser ist allerdings die Sorte Erdbeere-Pfeffer, mhh.

 

Abendessen fällt heute aus. Und somit wünsche ich euch allen einen schönen Abend :-)

3 Wochen.

19 Aug

Puh.

Die letzten 3 Wochen waren echt anstrengend.

Ich habe in der Zeit 35 Punkte meiner To-Do-Liste erledigt, meine Wohnung renovieren lassen und die Vorbereitungen dafür bzw. Nacharbeiten inkl. Putzen erledigt, eine Woche davon wieder bei Mama gewohnt (inkl. Aufstehen um 4:30 Uhr und von da in die Arbeit fahren), ich habe Ikea Möbel zusammengebaut und geschraubt, bis ich nicht mal mehr die Zahnbürste halten konnte. An den Tagen, an denen ich nicht zur Baustelle oder in die Arbeit fahren musste, waren wir bei Sonnenauf- und Sonnenuntergang in einer privaten Schottergrube schwimmen (unbeschreiblich schön!) und sonst habe ich 3 Wochen lang auf Sofas und in fremden Betten geschlafen – und das auch noch viel zu kurz. Somit blieb weder Zeit zu bloggen, noch habe ich Rezepte oder sonstige Themen vorbereitet.

Da ich dieser Seite aber wieder etwas Leben einhauchen will, gibt es jetzt einfach mal einen bunt zusammengewürfelten Post mit ein paar Fotos der letzten Zeit.

 

Die Entdeckung No. 1 dieses Sommers sind für mich Heidelbeeren. Gemocht hab ich sie schon immer, aber aus irgendeinem Grund habe ich ihre Genialität erst jetzt entdeckt.

Es folgt sogleich Entdeckung No. 2: Haselnussmus.
Im Zuge meiner Auseinandersetzung mit dem Thema “whole foods plant-based diet”, bemühe ich mich, gesunde Fette aus möglichst naturbelassenen, vollwertigen Nahrungsmitteln zu mir zu nehmen. Sprich: Avocados, Nüsse, Samen bzw. Mus aus diesen. Das Highlight ist für mich Haselnussmus, das zu 100% aus Haselnüssen besteht, aber für meine Sinne riecht und schmeckt wie eine Nuss-Nougat-Creme. Ich kann gar nicht beschreiben, was ich meine… man muss dran gerochen haben, um es zu verstehen.
Das unansehenliche Foto tut mir leid, aber aus oben erwähntem Haselnussmus lässt sich ein fantastisches Eis zubereiten: 2 gefrorene Bananen, 1 EL Haselnussmus und 1 EL Kakaopulver mixen. Yummy!
Von meinem Lieblingsautor Jonathan Safran Foer habe ich zuerst den Roman “Alles ist erleuchtet” gelesen. Anschließend “Extremely loud and incredibly close”, seinen 2. Roman. Dann das Sachbuch “Eating Animals” und einige Kurzgeschichten. Jetzt hatte ich das dringende Bedürfnis auch den ersten Roman noch einmal im Original (“Everything is illuminated”) zu lesen und natürlich ist er so noch um einiges besser. Ich kann alle seine Bücher von Herzen empfehlen!
Kennt vielleicht jemand die Verfilmung mit Elijah Wood? So ergeht es der Hauptfigur als Vegetarier in der Ukraine:
Ein guter Tag beginnt mit einem Spaziergang im Prater.
…oder endet mit einem Spaziergang im Marchfeld.
Mittagessen in der Arbeit sieht momentan meistens so aus: Grünzeug, Gemüse und Obst kleinschneiden, mit Mais, Hülsenfrüchten oder Getreide wie Quinoa, Hirse, etc. zu einer sättigenden Mahlzeit machen und durch täglich variierende Dressings Abwechslung reinbringen.
A propos Dressing: total gut schmeckt dieses Nektarinen-Salbei Dressing: 2 reife Nektarinen, ein paar Blätter Salbei, 1 kleine Knoblauchzehe, Saft einer Zitrone, 1 TL Tahin oder Öl, 1/2 TL Reissirup mit dem Stabmixer pürieren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Passt gut zu Blattsalaten.
In der Baustellenzeit (= heimat- und küchenlos) wurde ich von meiner Schwester mit tollem Essen verwöhnt. Einmal gab es Reisnudeln mit Seitan und Sesam. Lecker!
Als ich wieder eine begehbare Küche, aber noch immer kaum Platz und Zeit hatte, gab es Baustellenessen: Potato Wedges (gewürzt mit Thymian, Paprikapulver, Jamaican Jerk Gewürzmischung, Reissirup, Olivenöl, Salz, Pfeffer), dazu rohes Gemüse, selbstgezogene Alfalfa Sprossen und eine Sauce aus Sojajoghurt, Kräutern, Senf und Zitrone.
Ein weiteres kulinarisches Highlight war eine Frühstücksverabredung, die ungewöhnlich geendet hat: und zwar mit einem rohveganen Frühstück im Stadtpark. Wassermelone, Marillen, Äpfel, Heidelbeeren, Feigen, Himbeeren, Erdbeeren, Mandeln und Cashews. In welchem Lokal hätte man so ein gesundes Frühstück bekommen?!
Einen praktischen Snack für unterwegs gibt es bei dm: Dinkel-Sesam Cracker mit Hokkaido Kürbis-Aufstrich, beides von der Marke Alnatura. Dazu noch etwas seichte Unterhaltung in Form eines gratis Magazins und das Mittagessen ist gerettet. ;-)
Ohne Vitamix ist das Grünzeug eindeutig zu kurz gekommen. Jetzt bemühe ich mich, wieder mit einem grünen Smoothie in den Tag zu starten:
Ich muss gestehen, ich bin ein großer Fan von Jamie Olivers Kochsendungen bzw. auch von seinem Magazin. Ich finde ihn selbst zwar weniger sympathisch (wobei es schon erheblich hilft, seine Sendungen mit Originalton zu schauen), aber dafür gefällt mir der Stil verdammt gut. Und man findet überraschend viele vegane oder leicht veganisierbare Rezepte:
Für die schöne Wohnung hab ich mir 2 Schneidbrettchen gegönnt, die süßer nicht sein könnten.
1x “Körnerfresser” und 1x “Vegan Chick“. Das Design ist von pflanzenheld.com und die Brettchen sind hitzebeständig, wasser-, stoß-, abrieb-, säure- und schnittfest und das beste: 100% des Gewinns (nach Steuern) werden an Tierrechtsorganisationen gespendet. Wenn das kein tolles Geschenk ist.
Schön langsam ist wieder Ruhe eingekehrt :-)
Und meine Katzen haben auch etwas bekommen: neue Körbchen. Die ECO Collection von Scruffs bietet (eigentlich Hunde-, aber auch katzentaugliche) Körbchen, die zu 100% aus recyceltem Material bestehen, z.B. aus PET Flaschen. Trotzdem ist das Material flauschig-weich und wie ihr seht, ist Safran sehr zufrieden damit.
Zum Schluss gibt’s noch eine gute Nachricht für alle, die gerne fernsehen, und damit wünsche ich euch einen schönen Sonntag Abend und bis bald!

And the winner is…

29 Jul

Die 30-minütige Verspätung tut mir leid, ich hatte zwar eine Erinnerung im Handy gespeichert, war dann aber ohne Handy im Prater spazieren :oops:

Aber das Ergebnis ist unverfälscht, es wurden alle E-Mails bis heute 10 Uhr gezählt und ich freue mich sehr über die 29 Personen, die teilgenommen haben. Danke!

Ich werde sowas garantiert wieder machen, also besucht fleißig meinen Blog, damit wir bald bei 100.000 Views sind ;-)

Jetzt aber zum wichtigsten Teil. Gewonnen hat…

Lena

von lovingvegan.wordpress.com

WOHOOOO! :-)

Liebe Lena, ich freue mich ganz besonders und werde das Paket morgen gleich zur Post bringen.

Wer Lust hatte, konnte ja (ohne Einfluss auf die zufällige Auslosung) einen Satz in sein Mail schreiben, was vegan für ihn oder sie bedeutet. Lena hat mir folgendes geschickt, was ich auch besonders schön finde:

Vegan bedeutet ist für mich eine ganzhaltige Lebenseinstellung und Lebensweise, die so viel (Tier)Leid wie möglich vermeidet.Für mich war die Entscheidung vegan zu werden, die Beste meines Lebens!

Danke nochmal fürs Mitmachen und bis bald! ♡

“Liebster Blog” Award

28 Jul

Die liebe Crysanthes vom veganen Blog Gemüsli – Liebe in meinem Kühlschrank hat mir diesen Blog Award verliehen:

 

 

Sinn und Zweck dieses Awards ist es, Bloggerneulingen die Chance zu geben, sich bekannt zu machen.
Wenn du den Award erhalten hast:
1. Poste den Award auf deinem Blog.
2. Verlinke deinen Nominator – als kleines Dankeschön.
3. Gib den Award an fünf Blogger weiter, die weniger als 200 regelmäßige Leser haben und informiere sie hierüber in einem Kommentar oder per Mail.

 

Vielen vielen Dank, ich fühl mich geehrt!

Zu Punkt 1: Ich konnte den Award erst heute auf meinem Blog posten, da sie leider vergessen hat, mich zu informieren und ich erst gestern zufällig davon erfahren habe ;-)

Zu Punkt 2: Hier nochmal ganz ausdrücklich: http://gemuesli.wordpress.com/

Zu Punkt 3: Da ich nicht weiß, wie man herausfindet, ob jemand mehr oder weniger als 200 regelmäßige Leser hat, hab ich einfach Blogs gewählt, die ich persönlich schätze und gerne lese. Die Reihenfolge ist zufällig.

 

Mein Blog Award geht an…

Oh, glorious food. – ein veganer Foodblog mit Schwerpunkt auf Wien und die hier erhältlichen Produkte bzw. hier ansässigen veganen Lokalitäten. Sehr hilfreich, viele neue Inputs. Dass der letzte Eintrag 8 Monate her ist, ist hoffentlich nur Zufall. Ihr macht doch noch weiter, oder?

Leckerlutionaer – minimalistisches Design, sehr schöne Fotos und tolle Rezepte. Das sind meine Kriterien an einen guten Foodblog und Leckerlutionaer trifft dabei genau meinen Geschmack.

Vegans do it better! – Sherry aus Mainz berichtet von ihrem veganen Leben. Ein sehr lebendiger Blog mit interessanten Rezepten und erst kürzlich einem Reisebericht aus Schweden.

“V”eltenbummler – bleiben wir doch gleich beim Thema Reisen. Auf dem sympathischen Blog “V”eltenbummler geht es nämlich nur darum und das ist fantastisch (außer man sitzt bei 30°C im Büro, dann ist es eher depremierend ;-)). Besonders angetan haben es mir die Berichte aus Kroatien und Jamaica.

Lisa Goes Veggie! – und last but not least ein bemerkenswerter Blog der 15-jährigen Veganerin Lisa. Hut ab!

 

Also, schaut auf den Blogs vorbei und habt noch ein schönes Wochenende!

Und nicht vergessen: bis morgen, Sonntag, 10 Uhr MEZ, habt ihr noch die Möglichkeit, bei meinem Gewinnspiel mitzumachen!

 

10.000 Views, 1 Gewinnspiel.

23 Jul

5 Monate, knapp 50 Artikel, gut 250 Kommentare und insgesamt 10.000 Views – wow! :-)

Das will gefeiert werden – und zwar mit einem Gewinnspiel: verlost wird eine bunte Mischung an veganen Dingen, die das Leben schöner machen. :-)

 

Der Gewinn

Angefangen mit einem Exemplar von Björn Moschinskis Kochbuch “Vegan kochen für alle” – darin enthalten ist das Rezept für die Tomaten-Kokos-Suppe, die ich hier schon mal gekocht hab, und natürlich viele andere mehr. Eines der wenigen deutschsprachigen Kochbücher, die ich wirklich gerne mag: sehr gute Fotos, kreative Rezepte, locker geschrieben.

Dann gibts eines meiner liebsten Getränke: “Bergkräuter Tee” von Alnatura. Minzig-frisch mit Schafgarbenkraut, Apfelminze, Brombeerblatt, Spitzwegerich und anderen tollen Kräutern.

Die weltbeste vegane Schokolade (ihr erinnert euch?): Dunkle Nougat von Vivani. Eine Tafel von mir für dich.

Und ein himmlisch duftendes Duschgel von Lavera: Bio-Lavendel & Bio-Aloe Vera. Es verspricht weiche Haut und sanfte Reinigung – und das glaube ich ihm aufs Wort, da ich selbst hauptsächlich Duschgels von Lavera verwende :-)

 

 

Ablauf

Wenn du an der Verlosung teilnehmen willst, schick mir doch bis 29.07.2012, 10:00 Uhr, ein E-Mail an die Adresse   ziemlichschoen [at ] gmx . at   und vergiss nicht, deinen Namen und – falls vorhanden – deinen Blog dazuzuschreiben. Wenn du Lust hast, erkläre in 1-2 Sätzen, was das Wort VEGAN für dich bedeutet :-)

Der Gewinner oder die Gewinnerin wird am 29.07.2012 um 11:00 Uhr per Zufallsgenerator durch www.random.org ermittelt und sowohl hier bekanntgegeben, als auch per Mail verständigt.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, ebenso eine Barablöse. Freunde und Familie können leider nicht mitspielen.

Der Versand erfolgt nur innerhalb von Österreich, nach Deutschland und in die Schweiz.

 

Viel Glück! ;-)

 

Marillen-Streuselkuchen

21 Jul

Zur Vernissage einer Freundin habe ich fürs (komplett vegane) Buffet diesen Marillen-Streuselkuchen mitgebracht. Ich kenne und verwende das Rezept schon seit Jahren und will es euch nicht vorenthalten. Woher ich es habe, weiß ich nicht mehr.

Ich finde, es gibt fast nichts Schlimmeres als diese Obstkuchen, die aus sehr viel trockenem Teig und sehr wenig Obst bestehen. Ganz anders dieser hier: der Teig ist flaumig und saftig und erinnert von Konsistenz und Geschmack sehr an Topfenteig, belegt mit reichlich Obst und knusprig-zimtigem Streusel hat er bisher noch jeden überzeugt (“Was, der ist vegan?”).

 

Zutaten für den Teig

100 g Kristallzucker

150 g Margarine (z.B. Alsan)

1 ausgekratzte Vanilleschote (oder 1 Päckchen Vanillezucker)

Abrieb einer halben unbehandelten Zitrone

2 gehäufte EL Sojamehl**, zu einer Paste angerührt mit 6 EL Wasser

250 ml Sojamilch

500 g Mehl

1 Päckchen Backpulver

1 Prise Salz

 

Obstbelag

1 kg Obst nach Geschmack (z.B. Marillen, Äpfel, Kirschen, Zwetschken…)

 

Zutaten für die Streusel

200 g Kristallzucker

100 g Margarine

100 g gemahlene Mandeln

150 g Mehl

1 Prise Zimt

 

Zubereitung

Backofen auf 175°C vorheizen.

Die Zutaten für die Streusel gut verkneten und beiseite stellen.

Für den Teig Zucker und Margarine schaumig schlagen. Vanille, Zitronenschale, die angerührte Paste (aus Sojamehl und Wasser) und die Sojamilch unterrühren und zuletzt Mehl, Backpulver und Salz hinzufügen. Das Ganze ergibt einen relativ festen, klebrigen Teig.

Diesen – möglichst gleichmäßig – auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech streichen und darauf das entsteinte und in Spalten geschnittene Obst verteilen und leicht flach drücken. Darüber die Streusel verteilen.

Auf mittlerer Schiene etwa 30-40 Minuten backen. Der Kuchen ist durch, wenn die Ränder schön goldbraun sind.

 

 

Das Bild ist leider nicht sehr aussagekräftig, aber ich konnte den Kuchen natürlich nicht daheim anschneiden… aber ihr könnt es euch sicher vorstellen: unten Teig, in der Mitte Marillen, oben Streusel ;-)

 

** Sojamehl bekommt man beim Merkur (in der Ökoabteilung) und in jedem Biomarkt, es ersetzt in diesem Rezept die Eier.

Erdnuss-Orangen-Frühstückskekse

18 Jul

Diese Kekse sind sicher nicht für jeden.

Sie sind nicht sehr süß und beinhalten keine Schokolade – das sind wohl Ausschlussgründe für die meisten Leute. Ich mag sie gerade deswegen und nenne sie Frühstückskekse, da sie – zusammen mit einem heißen Kakao – ein leckeres und gar nicht mal so ungesundes Frühstück abgeben. Wer es süßer und ungesünder mag, kann natürlich trotzdem gehackte Schokolade unter den Teig mischen ;-)

 

Zutaten

1 reife Banane

2 EL Erdnussmus (100% Erdnüsse – ohne Öl oder Zucker)

1 Prise Salz

1 Prise Zimt

Abrieb einer halben unbehandelten Orange

1 EL Leinsamen

1/2 Tasse Dinkelvollkornmehl

1/4 TL Backsoda (Natron)

1 Tasse Haferflocken

 

Zubereitung

Den Backofen auf 180°C vorheizen.

Die Banane mit einer Gabel zerdrücken, dann die restlichen Zutaten hinzufügen, alles mit einem Kochlöffel verrühren und zum Schluss die Haferflocken richtig gut einkneten, damit sie nicht zu trocken bleiben.

Ein Blech mit Backpapier auslegen und den Teig esslöffelweise in kleinen Häufchen auf das Blech setzen, etwas flachdrücken und ca. 14 Minuten backen. Vollständig abkühlen lassen und nicht luftdicht verpacken – es sei denn, man will weiche Kekse haben, dann nur zu.

Ergibt bei mir 13 Kekse.

 

 

 

Eierschwammerl Sauce

16 Jul

Ich liebe Eierschwammerl (=Pfifferlinge) und finde, dass sie mit möglichst wenigen Zutaten und bei möglichst kurzer Garzeit am besten zur Geltung kommen. Besser als Nudeln würden natürlich Semmelknödel passen, aber das ist mir zu aufwendig (obwohl die vegan ganz super gelingen – vielleicht mach ich das mal für Gäste).

 

Zutaten

150 g Vollkorn Fussili (oder andere Pasta)

1 rote Zwiebel

1-2 Knoblauchzehen

330 g Eierschwammerl

60 ml Sojasahne

frische Petersilie

1 EL Gemüsesuppenpulver

Abrieb einer halben unbehandelten Zitrone

Salz, Pfeffer

 

Zubereitung

Nudeln nach Packungsanweisung kochen. Sobald die Nudeln im Wasser sind, mit der Sauce beginnen.

Dafür eine beschichtete Pfanne vorheizen. Zwiebel und Knoblauch hacken und in etwas Öl oder Wasser andünsten. Eierschwammerl hinzufügen, mit Suppenpulver, Salz und Pfeffer würzen, mit mehr Wasser und/oder Sojasahne ablöschen und einige Minuten köcheln lassen. Die gekochten Nudeln mit der Sauce vermengen und mit frisch gehackter Petersilie und fein geriebener Zitronenschale servieren.

 

Veganes Frozen Yogurt bei Zanoni&Zanoni!

15 Jul

Liebe Leute,

ich weiß, die erste Hälfte des Sommers ist fast schon vorbei (und ich muss sagen, dass mich das nicht gerade stört), aber obwohl ich seit Monaten von seiner Existenz weiß, hab ich’s erst gestern geschafft, es zu probieren: das vegane Frozen Yogurt von Zanoni&Zanoni in Wien.

Und ich muss euch sagen: ich finde keine Worte dafür, wie gut es ist. Es ist der Hammer. Wirklich. Das Sojaeis ist cremig und aromatisch und ich konnte überhaupt nur beim allerersten Bissen eine leichte Sojanote erkennen, danach hat es so vollmundig und sahnig geschmeckt, dass ich schon fast gedacht hätte, man hätte mir aus Versehen das Milcheis gegeben. Die Auswahl der Toppings lässt (für mich) keine Wünsche offen, vegan sind auf jeden Fall alle Obstsorten, alle Obstsaucen und mindestens eine Krokantsorte. Was will man mehr?

Ich hatte einen kleinen Becher mit 3 Toppings (Himbeersauce, Heidelbeeren und veganes Krokant) um 3,50 Euro. Den Preis finde ich total in Ordnung, zumal das kleine Eis so viel war, dass ich das letzte Drittel nicht mehr essen konnte.

Der einzige Minuspunkt für mich ist, dass es wirklich sehr sehr süß ist. Ich hätte mir gewünscht, dass das Eis selbst vielleicht wenig bis gar nicht gesüßt ist, damit die süßen Toppings als Kontrast dazu besser wirken. Aber erstens ist das Geschmackssache und zweitens könnte man das wohl leicht umgehen, indem man als Topping nur pures Obst nimmt. Auch waren wir etwas verwundert, dass das Frozen Yogurt so gar nicht säuerlich geschmeckt hat – ich muss sagen, ich hab auch davor noch nie ein “normales”, unveganes Frozen Yogurt gegessen, aber sollte das nicht irgendwie joghurtig-säuerlich schmecken?

 

 

Zanoni&Zanoni

1010 Wien, Am Lugeck 7

Tel: 01 – 512 79 79

www.zanoni.co.at

Öffnungszeiten: tgl. 11 – 23 Uhr (gilt für Frozen Yogurt Filiale, die sich gegenüber der Hauptfiliale befindet)

 

Kleiner Tipp: das Frozen Yogurt hat zwar auch bei Regen und 15°C fantastisch geschmeckt, aber am kommenden Donnerstag soll es wieder heiß werden! ;-)

 

 

Sommerlicher Kichererbsensalat

11 Jul

Ich hasse Geschirrabwaschen so sehr, dass ich oft deshalb Salate mache. Das ist also einer der wenigen Fälle, wo Faulheit zu etwas Gutem führt ;-) Und wenn man einen Salat um Hülsenfrüchte, Mais, Nudeln, Reis, Hirse, Couscous oder Quinoa erweitert, hat man eine komplette Mahlzeit ohne den Herd aufzudrehen oder viele verschiedene Schüsseln und Töpfe abspülen zu müssen. Dass im rohen Gemüse alle Nährstoffe optimal erhalten bleiben, ist da für mich nur mehr Nebensache.

 

Zutaten

1 Handvoll Kichererbsen (aus der Dose oder frisch gekocht)

1 Tomate

1/2 Paprika

10 cm Gurke

1 Handvoll gemischte Blattsalate

Basilikum

1 EL gehackte Rosinen

 

Zutaten für das Dressing

1 EL Balsamico Essig

1/2 Zitrone (Saft und Abrieb)

1 TL Olivenöl

1 Knoblauchzehe, gepresst

1 Msp Dijonsenf

Salz, Pfeffer

 

Zubereitung

Zutaten für das Dressing vermengen, Gemüse schneiden, beides in eine Schüssel tun und genießen.

 

 

Baked Tofu. Viel Geschmack, wenig Fett.

10 Jul

Ich hab mir letztens das neue Kochbuch von Isa Chandra Moskowitz gegönnt: Appetite for Reduction – 125 Fast and Filling Low-Fat Vegan Recipes. Es ist wirklich toll und ich habe bisher ca. 20 Eselsohren hineingemacht – eines zu jedem Rezept, das ich unbedingt ausprobieren muss.

Da Google schon die Drecksarbeit für mich übernommen hat (= das Rezept für jeden zugänglich zu machen – und zwar hier), wasche ich mein Gewissen rein und mache hier nur mehr die Übersetzung:

 

Zutaten

1 Block Tofu (so fest wie möglich – ich liebe den von Spar Veggie aus dem Kühlregal)

3/4 Tasse Gemüsebrühe

3 EL Balsamico Essig

2 EL Tamari oder Sojasauce

1 TL getrockneter Thymian

3 Zehen Knoblauch, gepresst

1 EL Reissirup (optional)

Salz, Pfeffer und Chili nach Geschmack

 

Zubereitung

In einer Plastikbox alle Zutaten für die Marinade vermengen. Den Tofu abspülen und auspressen bzw. mit Küchenrolle trocken tupfen, anschließend in Würfel, Scheiben oder Dreiecke schneiden.

Den Tofu in der Marinade versenken und ab damit in den Kühlschrank: für mindestens eine Stunde, am besten über Nacht. Wenn der Tofu nicht komplett in der Marinade schwimmt, gelegentlich wenden.

Das Backrohr auf 200°C vorheizen und den Tofu auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen und mit je 1/2 TL Marinade übergießen. 20 Minuten backen, dann wenden und wieder mit Marinade übergießen. Nach insgesamt 30-40 Minuten sollte der Tofu fertig sein. Fertig heißt: an manchen Stellen knusprig, an anderen von klebrig-süß-pikanter Marinade überzogen.

Der baked tofu eignet sich für asiatische Gerichte, Gemüsepfannen, Wraps, Salate,… aber auch in einem Sandwich würde er eine gute Figur machen.

Alternativ kann man die Marinade auch für Tempeh verwenden. Da ich den sogar lieber mag als Tofu, muss ich das unbedingt probieren.

 

 

Ich habe dazu Hirse gekocht (1 Teil Hirse + 2 Teile Wasser in den Reiskocher, Knöpfchen drücken und 20 Minuten warten) und eine schnelle Gemüsepfanne, die ich mit der restlichen Tofumarinade gewürzt hab.

 

 

Spaghetti mit Champignon-Spinat-Sahnesauce

29 Jun

Normalerweise esse ich Spinat ja nicht, ich trinke ihn. In Form eines grünen Smoothies. Da man aber eine 500g-Packung nicht so schnell aufbrauchen kann, gab es heute ausnahmsweise mal gekochten Spinat. Hab ganz vergessen, wie toll das schmeckt, mhh.

 

Zutaten für zwei Personen

150-200 g Vollkorn Spaghetti

1-2 Knoblauchzehen

1 Handvoll Champignons

300 g Blattspinat (frisch)

1 TL Gemüsenbrühenpulver

1 Schuss Sojasahne

1 kleiner Becher Sojajoghurt (125 g)

Saft und Abrieb einer Bio-Zitrone

Muskatnuss, Salz und Pfeffer

 

Zubereitung

Die Nudeln nach Packungsanweisung kochen.

In einer beschichteten Pfanne den gehackten Knoblauch und die in Scheiben oder Würfel geschnittenen Champignons in etwas Wasser andünsten. Den Spinat zugeben, zusammenfallen lassen, mit Gemüsebrühenpulver und Sojasahne etwas köcheln lassen, dann vom Herd nehmen und mit Sojajoghurt, Saft und Abrieb einer Zitrone, Muskatnuss, Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Sauce zusammen mit den Nudeln anrichten und – je nach Geschmack – mit Hefeflocken oder Mandelparmesan bestreuen.

 

 

 

Alles roh: Gurkenspaghetti mit Tomatensauce

22 Jun

 

Mein Spiralschneider von Lurch ist gerade noch rechtzeitig angekommen, bevor es so heiß wurde.

Ich hasse dieses Wetter. Irgendwann werde ich nach Kopenhagen ziehen (ich beobachte das Wetter dort seit ein paar Monaten und es hat immer – wirklich immer – zwischen 10 und 20 Grad Celsius – was für ein Paradies!), aber bis dahin tröste ich mich täglich mit einem Teller roher Gurkenspaghetti mit Tomatensauce.

Gemüsespaghetti? Mit ungekochter Tomatensauce? Ja und ja. Urteilt nicht, bevor ihr es nicht probiert habt. Den intensiven Geschmack dieser Sauce kann man sich nicht vorstellen, wenn man es nicht probiert hat. Und die Gurke ist so knackig und frisch, dass ich richtig begeistert bin. Ich habs auch schon mit roher Zucchini probiert, das ist allerdings nicht mein Fall. Die Zucchini hat mMn so viel Stärke, dass es so klebrig wird und quietscht auf den Zähnen. Also bleiben wir erstmal bei Gurke.

Das Rezept ergibt zwei kleine oder eine sehr große Portion.

 

Zutaten

1 Salatgurke

2 frische Tomaten

1/2 Stange Stangensellerie oder 1/2 gelbe Paprika oder anderes Gemüse nach Wahl

3 Hälften getrocknete Tomaten

3 Datteln

1 Knoblauchzehe

1-2 EL Zitronensaft

Salz, Pfeffer

einige Tropfen Olivenöl (optional)

 

Zubereitung

Die Gurke waschen, die Enden gerade abschneiden und in zwei gleichgroße Teile teilen. Beide Teile nacheinander durch den Spiralschneider drehen und die Spaghetti auf einem Teller zur Seite stellen.

In einem Standmixer oder einer Küchenmaschine die restlichen Zutaten zu einer Sauce mixen, abschmecken und eventuell mit frischen, gehackten Kräutern ergänzen.

Falls aus den Spaghetti in der Zwischenzeit Wasser ausgetreten ist, dieses wegschütten und die Spaghetti zusammen mit der Tomatensauce anrichten.

 

Kennt jemand den Film Do The Right Thing von Spike Lee?

 

Schönes Wochenende!

 

Baba Ganoush

21 Jun

Ein Klassiker der arabischen Küche, passt gut zu einer Mezze Tafel mit Falafel, Hummus, Fladenbrot & Co. Aber auch zu einem Grillabend oder als Snack mit knackigem Gemüse zum Dippen.

Was ich an Baba Ganoush auch noch toll finde: es ist relativ fettarm. Ich liebe Auberginen über alles, aber um den Geschmack optimal rauszubringen, braucht man normalerweise viel Fett, Salz und teilweise sogar Zucker (hab ich schon von den karamellisierten Auberginen aus dem NENI geschwärmt?). Der eine Esslöffel Tahini, der in meinem Rezept enthalten ist, ist da schon ziemlich okay.

 

 

Zutaten

2 Auberginen

1 EL Tahini

Saft einer Zitrone

1 Knoblauchzehe (oder auch mehr – nach Geschmack)

1/2 Bund Petersilie, gehackt

Salz, Pfeffer

 

Zubereitung

Das Backrohr auf 240°C vorheizen.

Die Auberginen waschen und mit einer Gabel rundherum einstechen, damit während des Backens der Dampf entweichen kann.

Anschließend auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und so lange rösten, bis sie in sich zusammenfallen und die Haut ganz schrumpelig wird.

Wenn die Auberginen etwas abgekühlt sind werden sie halbiert und das Fruchtfleisch wird mitsamt der Kerne aus der Schale gelöst und in einen Standmixer oder in eine Küchenmaschine transferiert. Dazu kommt nun die Sesampaste (Tahini), der Zitronensaft und der Knoblauch und das Ganze wird zu einer cremigen Masse gemixt. Dann die Petersilie unterrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken und eventuell mit etwas Petersilie und ein paar Tropfen Olivenöl dekorieren.

Je nach Geschmack können noch gehackte Oliven, gehackte getrocknete Tomaten oder sonstige Zusätze untergemischt werden. Ich mag’s lieber pur.

 

 

Ein sehr schönes Video gibt es von und mit Tony Fiore bei Totally Vegetarian:

Polenta mit Nektarinen und Brombeeren

9 Jun

Ein sehr leckeres Frühstück für die kühleren Tage – so wie heute.

 

Zutaten

1 Espressotasse Polenta

4 Espressotassen Hafermilch

1 Nektarine

1 Handvoll Brombeeren

Zimt und Mandelsplitter (optional)

 

Zubereitung

Hafermilch erhitzen, Polenta einrühren und auf schwacher Hitze solange köcheln lassen, bis die Polenta weich und cremig ist. Die Hafermilch, die ich verwende (Alnatura von dm), ist auch ohne Zuckerzusatz sehr süß, deswegen brauche ich kein weiteres Süßungsmittel. Wenn ihr eine andere Milch verwendet oder überhaupt nur Wasser (auch das wird genau so cremig!), dann müsst ihr eventuell mit etwas Reissirup nachhelfen.

Die Polenta mit dem Obst in eine Schüssel schichten und mit Zimt und Mandelsplittern bestreuen.

 

 

 

Fabelhafte Brownies (obwohl vollwertig, zuckerfrei und fettarm)

6 Jun

Frage: Was ist besser als Brownies?

Antwort: Vegane, zuckerfreie, vollwertige, fettarme Brownies, denen man ihre gesunden Eigenschaften nicht ansieht oder anschmeckt.

 

Zutaten

2 Bananen

7 Datteln

2 EL Leinsamen

2 EL Reissirup (alternativ: Agavensirup)

1 EL Kokosöl (alternativ: geschmacksneutrales Öl)

1/4 Tasse Wasser

1/2 Tasse Vollkornmehl

1/4 Tasse Kakaopulver

1/2 TL Natron (Speisesoda)

1 Prise Salz

1 Prise Zimt

1 Tasse Haferflocken

 

Zubereitung

Die Bananen mit Datteln, Leinsamen, Reissirup, Kokosöl und Wasser pürieren. (Das funktioniert einwandfrei im Vitamix und sollte auch mit anderen Standmixern, Küchenmaschinen oder Stabmixern zu schaffen sein. Im schlimmsten Fall die Datteln vorher im Wasser einweichen.)

Das Bananenpüree in eine Rührschüssel umfüllen und zuerst mit Mehl, Kakaopulver, Natron, Salz und Zimt verrühren. Dann die Haferflocken einkneten, bis ein klebriger, eher fester Teig entsteht.

An dieser Stelle könnte man noch gehackte Nüsse oder gehackte Schokolade unter den Teig rühren. Zuckerfreie Schokolade (gesüßt mit Xylitol) gibt es zum Beispiel von der britischen Marke Plamil, erhältlich u.a. beim Veganversand Lebensweise.

Die Masse ca. 1,5 cm hoch auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech streichen. Der Teig zerrinnt nicht und geht nicht stark auf, deshalb ist keine Kuchenform notwendig.

Bei 180°C auf mittlerer Schiene 17-20 min backen und danach vollständig abkühlen lassen.

Am ersten Tag schmecken sie wie Kuchen, richtig “chewy” (wie Brownies sein sollten) sind sie erst am nächsten Tag ;-)

 

 

Nachtrag vom 16.06.2012

Nachdem ich die Brownies jetzt schon mehrmals gemacht hab (unter anderem für die Veganmania in Wien, wo sie innerhalb kürzester Zeit weg waren), kann ich sagen: bei einer Backzeit von 17 Minuten sind die Brownies wunderbar weich und saftig, wer also den “chewy” Effekt will, sollte sie auf keinen Fall länger backen. Wer mehr auf Sandkuchen steht, kann die Backzeit auf bis zu 20 Minuten erhöhen. Desweiteren lässt sich das Rezept wunderbar vervielfachen, ich hab zB die dreifache Menge gemacht für ein ganzes Backblech.

Die viel wichtigere Neuigkeit ist aber: ich empfehle eine kleingehackte Tafel Schokolade unter den Teig zu mischen. Himmlisch schmeckt es mit der zuckerfreien Kaffeeschokolade Plamil Coffee ohne Zucker. Oh mein Gott!!! Erinnert mich an die Espresso Brownies von Starbucks, die ich früher gern gegessen habe.

 

Rohe Pastasauce aus Tomaten und Cashews

5 Jun

In letzter Zeit bin ich ziemlich fasziniert von rohen Pastasaucen. Für den nächsten Schritt – rohe Gemüsenudeln – hab ich mir auch schon einen Spiralschneider bestellt, der kommt allerdings erst nächste Woche an. Einstweilen passt die Sauce auch gut zu gekochten Vollkornnudeln :-)

 

Zutaten für zwei Portionen

3 Tomaten

3 Datteln

3 Stück(=Hälften) getrocknete Tomaten, eingeweicht

1/2 Tasse Cashews

1 Stange Stangensellerie (optional)

1 Zehe Knoblauch

Pfeffer

frisches Basilikum

 

Zubereitung

Alle Zutaten (außer die letzten zwei) in den Vitamix werfen, 20 Sekunden auf höchster Stufe mixen und mit Pfeffer abschmecken. Salz war bei mir nicht mehr nötig, da die getrockneten Tomaten gesalzen waren und auch der Sellerie leicht salzig schmeckt – sonst eventuell noch salzen.

Zusammen mit frischem Basilikum anrichten und genießen ;-)

Tofu Scramble mit Pilzen, Zucchini und Tomaten

3 Jun

Ich hab heute zum ersten Mal in meinem Leben Tofu Scramble gemacht bzw. gegessen. Bin ziemlich begeistert.

Obwohl ich Eierspeise (=Rührei) nie so besonders gerne gegessen hab, finde ich Tofu Scramble toll. Das soll aber jetzt nicht die abschrecken, die den Geschmack von Eiern mögen – ich finde, die Tofuvariante kommt dem geschmacklich sehr nahe. (Ich hab auch Spaghetti Bolognese nie gerne gegessen, Sojabolognese allerdings schon, auch wenn es fast gleich schmeckt. Keine Ahnung warum.)

Was ich auch noch toll daran finde: es ist schnell zubereitet, man hat meistens alle Zutaten zu Hause und es ist ein leckeres Frühstück mit viel Gemüse und hochwertigem Eiweiß, dafür wenig Fett (man kann das Gemüse auch in Wasser dünsten, wenn man gar kein Öl verwenden will).

Okay, kommen wir zur Sache.

 

Zutaten für 1 große Portion

1 TL Olivenöl

5 Champignons

1/2 Zucchini

1 Tomate

1-2 Zehen Knoblauch

1/2 Packung Tofu (ca. 120g; möglichst fest)

1 TL Gemüsebrühenpulver

1/2 TL Currypulver

Pfeffer

1 EL Hefeflocken

1 EL Schnittlauch

 

Zubereitung

In einer beschichteten Pfanne das Olivenöl erhitzen, das geschnittene Gemüse und den gehackten Knoblauch zugeben und scharf anbraten. Sobald sich Röstaromen gebildet haben, den ausgedrückten Tofu mit den Händen über das Gemüse bröseln und solange mitbraten, bis der Tofu an manchen Stellen dunkler und knusprig wird. Dann mit Gemüsebrühenpulver, Currypulver und Pfeffer würzen und solange am Herd lassen, bis aus dem Gemüse genügend Wasser ausgetreten ist, um dem Ganzen die gewünschte Konsistenz zu geben (wer keine Champignons und Tomaten nimmt, muss an dieser Stelle eventuell 2 EL Wasser hinzufügen). Am Schluss mit Hefeflocken und Schnittlauch abrunden und servieren. Dazu passt Vollkorntoast.

 

 

Schönen Sonntag! :-)

Filmtipp: May I Be Frank.

20 Mai

Ich habe schon vor einer Woche auf Claudis Blog über den Film May I Be Frank gelesen. Dieses Wochenende hatte ich endlich Zeit, ihn anzusehen und ich bin begeistert – ich war nicht nur einmal zu Tränen gerührt und kann den Film wirklich jedem empfehlen. Hier eine kurze Zusammenfassung:

 

Frank Ferrante is a 54 year old Sicilian from Brooklyn living in San Francisco.  A lover of life, great food, beautiful women and a good laugh, Frank is also a drug addict, morbidly obese, pre-diabetic, and fighting Hepatitis C. He’s estranged from his daughter, single, and struggling with depression. Frank knows that life can be better than this, and is looking for a way out.

May I Be Frank documents the transformation of Frank Ferrante’s life. He unknowingly stumbles into a local restaurant in San Francisco, Café Gratitude, a raw, organic and vegan café. As he becomes friends with the staff, he keeps returning to the café where he feels welcomed and free from his collapsing personal life. On one such visit, Frank is asked by Ryland, one of the servers, “What is one thing you want to do before you die?” Frank replies “I want to fall in love one more time, but no one will love me looking the way I do.”

Inspired by the possibility of helping Frank, Ryland invites him to come into the café everyday for the next month. Armed with a camera and a wide open heart, Ryland soon enrolls his brother Cary, and Conor, his best friend, to participate in supporting Frank’s transformation. The final agreement is made that for the next 42 days, Frank will turn his life over to three twenty-something young men committed to his healing and prepared to coach him physically, emotionally and spiritually.  Frank will eat only raw food, practice gratitude, visit local holistic practitioners, and get a weekly colonic.  Ryland, Conor, and Cary get to support and witness Frank’s miraculous transformation.  Frank gets a new body, a clearer mind, and most importantly, a soaring spirit.

Over those 42 days, the four men go on the ride of their lives.  Setting out to help Frank lose weight and get healthy, no one anticipated the profound impact this journey would have on the lives of countless others.  Through Frank’s story of love, redemption, and transformation, the viewers witness the power of change for themselves and the world.  May I Be Frank documents the essence of the human condition and what it truly means to fall in love again.

 Quelle: http://mayibefrankmovie.com

 

 

Den Film gibt es auf DVD zu kaufen (auf der Webseite weiter oben) oder man kann ihn sich hier online ausleihen – das kostet $3 (umgerechnet €2,43) und kann bequem mit Kreditkarte oder über PayPal bezahlt werden. Das tolle daran ist: man kann sich den Film innerhalb von 7 Tagen so oft ansehen, wie man will. Und zusätzlich kann man den Film nach dem Prinzip “rent one, gift one free” an eine Person weiterschenken, die sich den Film dann auch online ansehen kann.

Wenn jemand Interesse hat – ich verschenke meine Weitergabeoption an den ersten, der einen Kommentar mit seiner E-Mail Adresse hinterlässt. Die E-Mail Adresse wird von mir selbstverständlich nicht veröffentlicht.

Achja, der Film ist auf Englisch, ohne Untertitel, aber leicht verständlich.

 

Schönen Sonntag, allerseits!

Matcha Smoothie

20 Mai

Guten Morgen!

Heute gibts mal eine andere Art von Green Smoothie. Und zwar mit Matcha.

Matcha ist zu feinem Pulver vermahlener Grüntee, der ursprünglich in japanischen Teezeremonien verwendet wird/wurde. Der Vorteil gegenüber herkömmlichem Grüntee ist ganz klar, dass bei Matcha nicht nur die wasserlöslichen Stoffe getrunken werden, sondern das gesamte Teeblatt, wodurch man alle guten Inhaltsstoffe nutzen kann. Die da wären zum Beispiel Mineralien wie Flour und Kalzium, Vitamin C (so viel wie Zitronen), Chlorophyll und eine ganze Menge an sekundären Pflanzenstoffen. Darüber weiß die Webseite http://www.matcha-grüntee.de (seit wann gibt es eigentlich Umlaute in einer URL?) mehr zu sagen:

Die interessanteste Wirkstoffgruppe des grünen Tees sind die sekundären Pflanzenstoffe, u.a. die Catechine, und in dieser Gruppe besonders das „Epigallo-Cathechin-3-O-gallat“, abgekürzt EGCG. Sie wirken als „Radikalfänger“ und halten Schadstoffe von den Zellen fern. In einer großen Versuchsreihe mit vielen Teilnehmern haben Wissenschaftler der amerikanischen „University of Kansas City“ außerdem festgestellt, dass grüner Tee Herz- und Krebserkrankungen vorbeugt. Vermutet wurde dieser Zusammenhang schon lange. EGCG schützt 100 mal stärker vor Freien Radikalen als Vitamin C sowie 25 mal stärker als Vitamin E. Damit ist das EGCG allen bisher bekannten Waffen gegen das Altern weit überlegen. Zu den Catechinen gesellen sich noch weitere sekundäre Pflanzenstoffe, wie zum Beispiel die Flavonoide, die vor Entzündungen und Infektionen schützen und die Immunabwehr steigern. Die Gerbstoffe im grünen Tee haben darüber hinaus eine ähnlich blutverdünnende Wirkung wie das Aspirin. Sie hemmen die Blutgerinnung und verhindern, dass Blutfette wie zum Beispiel das Cholesterin sich an den Gefäßwänden absetzen kann. Das beugt Gefäßverschlüssen und damit dem Herzinfakt vor. Japanische Pharmakologen der Universität Tokio stellten darüber hinaus fest, dass der Genuss von grünem Tee die Blutfettwerte normalisiert.

Quelle: www.matcha-grüntee.de/inhaltsstoffe/index.html

 

Ich finde, Matcha hat die Bezeichnung “Superfood” durchaus verdient. Und damit die Inhaltsstoffe optimal erhalten bleiben, sollten geöffnete Packungen unbedingt im Kühlschrank aufbewahrt und schnell verbraucht werden.

Matcha bekommt man in Asialäden, Teehäusern und Biomärkten. Ich verwende momentan ein Produkt der Marke ARCHE Naturküche und zwar dieses hier. Gibt es in Wien beim Basic Biomarkt (Schönbrunner Straße), eine Dose mit 30 g kostet knappe 16 Euro. Von der Biomarke AIYA gibt es viele verschiedene Sorten von Matcha for Cooking über Ceremonial Matcha bis hin zur Super Premium Luxus-Klasse. Mehr Infos zu den einzelnen Sorten findet ihr hier, erstehen kann man den in Wien bei dem Teehaus Cha No Ma im 4. Bezirk oder – lt. Aiya Webseite – auch bei Tee Gschwendner. Sobald ich wieder so viel Geld habe, dass ich für ein paar Gramm eines bestimmten Pulvers Unmengen an Geld ausgeben kann, werde ich mir mal eine vernünftige Sorte von Aiya gönnen ;-)

So. Jetzt zu meinem Frühstück.

 

Zutaten

2 reife Bananen

1 Handvoll Babyspinat

1 TL Matcha

Hafermilch

Wasser

 

Zubereitung

Die geschälten Bananen, den Spinat und das Matchapulver im Mixer eures Vertrauens platzieren, mit Hafermilch und Wasser aufgießen, mixen, fertig. Wenn man so viel Flüssigkeit nimmt, dass die anderen Zutaten gerade bedeckt sind, ergibt das bei mir einen Liter (eher dünnflüssigen) Frühstückssmoothie.

 

 

 

Maiscremesuppe mit grüner Currypaste und Kokosmilch

19 Mai

Vor einigen Wochen hab ich, von einer Wurzelbehandlung kommend (mit leerem Magen, noch betäubt und mit dem Wissen, dass ich nicht so bald kauen werde können), im Supermarkt eine Fertigsuppe von Roggenkamp Organics gekauft. Frische Kürbis-Mais-Suppe mit Anapurna-Curry. Die Suppe war zwar sehr gut, aber erstens relativ teuer und zweitens nicht vegan (enthält Sahne, wenn auch nicht viel). Da ich sie aus diesen Gründen nicht wieder kaufen will, habe ich mir die wichtigsten Zutaten gemerkt und die Suppe seitdem einige Male nachgekocht. Warum sie bisher nicht auf dem Blog gelandet ist? Weil kein Foto diesem Geschmackserlebnis gerecht werden kann. Ehrlich, lasst euch nicht von der blassgelben Farbe abschrecken. Ich hab selten so eine würzige Suppe gegessen.

Ohne Kürbis (diese Saison ist erstmal vorbei) wird die Suppe sehr dick und cemig. Man könnte stattdessen vielleicht Karotten o.ä. mitkochen, hab ich allerdings noch nicht probiert. Das würde der Suppe wahrscheinlich auch zu einer kräftigeren Farbe verhelfen ;-)

 

Zutaten

ein paar Tropfen Olivenöl

1 Zehe Knoblauch

1 Dose Mais, abgetropft

1/2 TL grüne Currypaste

1 TL Gemüsebrühenpulver

1/3 bis 1/2 Dose Kokosmilch

 

Zubereitung

In einem mittleren (beschichteten) Topf das Olivenöl erhitzen und die grob gehackte Knoblauchzehe etwas anbraten, sollte aber nicht zu dunkel werden. Dann Mais, Currypaste, Gemüsebrühenpulver und Kokosmilch hinzufügen und mit so viel Wasser aufgießen, dass der Mais gerade bedeckt ist. Sobald die Flüssigkeit zu köcheln beginnt, sollte auch der Mais erhitzt sein. In einem Standmixer oder mit einem Stabmixer  zu einer cremigen Suppe pürieren und servieren.

 

Glasierter Tempeh aus dem Ofen

19 Mai

Nachdem ich diese Woche zweimal am Abend Wraps mit Gemüse und gebratenem Tempeh gegessen habe, wollte ich heute unbedingt den restlichen Tempeh aufbrauchen. Da ist mir wieder eingefallen, dass es in einem meiner Lieblingskochbücher – Veganomicon von Isa Chandra Moskowitz & Terry Hope Romero – ein ganz tolles Rezept für “Hot-sauce glazed Tempeh” gibt. Mehr Würze als mit dieser Marinade kann man in Tempeh wohl kaum hineinbringen ;-) Leider ist die Marinade so flüssig, dass es eine Ewigkeit braucht, bis das Wasser im Ofen soweit verdampft ist, dass man den glasierten Tempeh genießen kann. Deswegen (und weil ich so wenig Tempeh hatte, dass ich noch Champignons dazugenommen habe) gibt es hier eine etwas abgewandelte Version davon..

 

Zutaten

1 Packung Tempeh (oder: weniger Tempeh und dafür Gemüse wie Champignons, Spargel,…)

1 Schuss Weißwein

1 EL scharfe Chilisauce (nicht diese klebrige Sweet-Chili Sauce, sondern so eine, auf deren Flaschenrückseite ein Totenkopf prangt)

2 EL Olivenöl

2 EL Sojasauce

2 EL Zitronensaft

2 Knoblauchzehen, gepresst

1 TL Rohrzucker oder Agavensirup

1 TL Kumin (Kreuzkümmel)

1/2 TL getrockneten Oregano oder Thymian

 

Zubereitung

Den Ofen auf 200°C vorheizen.

Alle Zutaten für die Marinade vermengen. Den Tempeh in ca. 7 mm dicke Scheiben schneiden und in einer feuerfesten Form nebeneinander auflegen, mit der Marinade übergießen und ab damit in den Ofen. Wenn die Marinade in den Tempeh eingezogen bzw. verdampft ist und nur mehr ein sirupartig eingekochter Rest übrig bleibt, ist er fertig. Man kann den Tempeh dazwischen auch mal wenden, ist aber nicht unbedingt notwendig. Im Originalrezept wird auch empfohlen, den Tempeh vor dem Backen zuerst 10 Minuten in Wasser zu kochen, um ihm etwaige Bitterstoffe zu entziehen… ich hab beides probiert und schmecke keinen Unterschied, deswegen spare ich mir das. (Wer statt dem Tempeh überhaupt nur Pilze oder anderes Gemüse zubereiten will, lässt den Weißwein am besten ganz weg oder verrührt zuerst alle anderen Zutaten und nimmt anschließend nur so viel Weißwein, dass eine gut zu verarbeitende Paste entsteht.)

Dazu gabs bei mir Quinoa – ein nährstoffreiches Pseudogetreide aus Südamerika – das man, wie ich heute herausgefunden habe – ganz wunderbar im Reiskocher zubereiten kann. Dafür die gewünschte Menge Quinoa in ein feinmaschiges Sieb geben und gründlich unter fließendem, möglichst heißem Wasser spülen, um die bitteren Saponine der Samenschalen zu entfernen. Anschließend mit der 1,5 fachen Menge Wasser in den Reiskocher geben und das Knöpfchen drücken. Ich würde den Reiskocher dabei allerdings nicht mehr als halbvoll machen, da es beim Kochen ziemlich schäumt und blubbert.

Der Salat ist im Grunde nichts allzu außergewöhnliches, ich kann an dieser Stelle aber empfehlen, mal ein Dressing aus Orangensaft, Balsamico und Haselnussöl zu probieren. Passt besonders gut zu Blattsalaten.

Die Joghurtsauce besteht aus Sojajoghurt, einer Messerspitze Dijonsenf, etwas Zitronensaft, Salz, Pfeffer, frischer Petersilie und Olivenöl.

 

Neu bei Spar: NENI Mezze.

12 Mai

Seit Kurzem gibt es in ausgewählten Spar Filialen in Wien frische take-away Produkte von Haya Molcho. Das Ganze nennt sich “NENI am Tisch” und spätestens jetzt klingelt es wahrscheinlich bei den Wienern unter euch: ja, Neni, das ist das schicke Lokal am Naschmarkt. Haya Molcho betreibt es zusammen mit ihren vier Söhnen, später folgten der Tel Aviv Beach am Donaukanal, das Lokal “Neni im Zweiten” und ein Kochbuch, das übrigens sehr gut ist und das Rezept zu einer meiner Lieblingsspeisen enthält: Karamellisierte Auberginen mit Reis. Aber zurück zum Thema..

Mezze sind diese typischen Vorspeisen der arabischen Küche. Meistens vegetarisch und kalt serviert, bestehen sie z.B. aus frischem Gemüse, Hülsenfrüchten, Joghurt, Olivenöl, Kräutern und Gewürzen, dazu isst man Fladenbrot. Der bekannteste Bestandteil so einer Mezze Tafel ist wohl Hummus. Da ich diese Küche liebe und auch das Essen im Neni sehr gut ist, musste ich diese Produkte natürlich probieren und da ich heute zufällig am Gourmet Spar in der Babenbergerstraße vorbeigekommen bin, hab ich drei davon gekauft und mir meine eigene kleine Mezze Tafel zusammengestellt ;-)

 

(Das Brotkörbchen ist zufällig auch aus dem Neni, das gibt es aber nicht zu kaufen, sondern war ein Geburtstagsgeschenk)

Wer mich kennt, weiß, dass ich eine Freundin des schönen Designs bin. Ich würde am liebsten jedes Produkt kaufen, das in einer schönen Verpackung steckt und tue das auch manchmal. Anders herum hasse ich es, gute Produkte in hässlichen Verpackungen zu kaufen (ich sag nur Spar Veggie – wem ist dieses Giftgrün nur eingefallen?!), obwohl ich ja weiß, dass man daraus nicht automatisch auf den Inhalt schließen kann…

Leider trifft das auf die hier vorgestellten Mezze teilweise auch zu: das Design finde ich wirklich sehr sehr schön, ein bisschen enttäuschend war dann der Inhalt, zumindest von einem Produkt. Zwar nicht schlecht, aber ich hätte mir einfach mehr erwartet. Ich habe mich für zwei Aufstriche und ein Pesto entschieden, da das auf den ersten Blick die einzigen veganen Produkte waren: Grüne Tahina, Baba Ganusch und Zhug. Von “Neni am Tisch” gibt es außerdem noch Humus mit Olivenöl und Pinienkernen (vermutlich auch vegan, hab es aber nicht gesehen, wie ich dort war), dann noch zwei Sorten Labane (ein Frischkäseaufstrich: einmal mit Kalamata Oliven, einmal mit wildem Thymian; beide nicht vegan) und Falafel mit Kräutern (vermutlich auch vegan, aber auch nicht gefunden).

 

Grüne Tahina: Sesam Paste mit Petersilie

Die Grüne Tahina hat mir von allen dreien am besten geschmeckt. Sie besteht aus Tahina (Sesammus), Petersilie, Wasser, Salz, Zitronensalz, Zitrone und Knoblauch. Die zartgrüne Farbe und wunderbar cremige Konsistenz sind einfach perfekt, dazu der Knoblauch und der etwas herb-bittere Sesamgeschmack…. Diesen Aufstrich halte ich für wirklich gelungen.

 

Baba Ganusch: Melanzani vom Holzofen mit Sesam Paste

Ich liebe Auberginen über alles und mache Baba Ganoush auch von Zeit zu Zeit selbst – vielleicht ist das der Grund, warum ich von diesem hier enttäuscht war. Hier stimmt für mich einfach zu viel nicht. Es ist bitter, aber nicht auf die dezente, angenehme Art wie die grüne Tahina. Es ist ziemlich bitter und dazu noch auf komische Art und Weise sauer. Wenn ich nicht wüsste, dass ich es heute frisch gekauft habe und das Ablaufdatum noch bis Ende Mai reicht, würde ich annehmen, es wäre verdorben. Dazu kommt noch, dass die Zutaten alles andere als klar formuliert sind: auf der Papierlasche stehen nämlich die Zutaten (Melanzani, Tahina, Olivenöl, Knoblauch, Minze, Salz) und erst zu Hause habe ich bemerkt, dass etwas weiter oben steht: “gegrillte Melanzani vom Holzofen mit Sesam Paste und Joghurt”, weiter unten wird der Aufstrich dann wieder als vegetarisch und laktosefrei bezeichnet. Was das betrifft, werde ich ihnen auf jeden Fall noch ein E-Mail schreiben. Vielleicht ist das Joghurt ja die Erklärung dafür, warum es so säuerlich schmeckt.

 

Zhug: Chili-Kräuter Pesto

Dann gibt es noch das Pesto bestehend aus Koriander, Chili, Salz, Knoblauch und Kreuzkümmel. Die kräftige grüne Farbe und der Geruch sind ganz toll, pur kann ich es aber nicht essen, da es mir dann doch zu scharf und zu intensiv nach Koriander schmeckt. Ich hab mich erst vor einem Jahr mit dem aromatischen Koriandergrün angefreundet – wir wollen es langsam angehen. Aber Pestos sollen ja auch würzig sein und wer Koriander mag, wird damit sicher seine Freude haben. Ich kann es mir gut vorstellen in allen möglichen Salaten (eventuell mit Nudeln oder Couscous drin), oder gestreckt mit Sojajoghurt als Dip zu Gemüse oder Ofenkartoffeln. Das einzig negative am Zhug: auch hier wurde die Zutatenliste schlampig verfasst. Es ist ganz sicher Öl enthalten, das erkennt man an der Oberfläche des Pestos und ist ja auch gut so. Nur würde ich mir wünschen, dass auf der Zutatenliste wirklich alle Zutaten angeführt sind, die auch tatsächlich enthalten sind.

 

Fazit: auf jeden Fall eine Bereicherung für diejenigen, die sich in der Mittagspause gerne mal was gönnen und eine der wenigen ausgewählten Sparfilialen in ihrer unmittelbaren Umgebung haben. Das mit der Zutatenliste werde ich hoffentlich noch klären können und Baba Ganoush mache ich wohl weiterhin selbst ;-)

Mehr Infos zu Neni am Tisch, Auflistung der Produkte und Filialen, in denen diese erhältlich sind, findet ihr hier:

http://neni.at/hp/neni-am-tisch/

 

Nachsatz vom 13.05.2012: Haya Molcho hat mir sehr nett geantwortet – die Fehler beim Etikettieren werden alsbald behoben, das Baba Ganusch enthält kein Joghurt und ist somit vegan. Die Bitterstoffe kommen vom Räuchern der Melanzani im Holzofen, so wie es traditionell im Orient gemacht wird.

 

12 Mai

ziemlichschoen:

Für die liebe Katharina, die keine Tassen mag:
In einer großen Rührschüssel (260g) Vollkorn-Dinkel-Mehl (108g), Backpulver (5g) und eine Prise Salz (hab keine Drogenwaage, auf der man eine Prise Salz messen könnte) vermengen und anschließend mit einem Schneebesen (100g) die Soja- bzw. im heutigen Fall Hafermilch (208g = 200ml), den Agavensirup (15g) und das Öl (11g) unterrühren. Zwei kleine Bananen (148g ohne Schale) mit einem kleinen Küchenmesser (17g) klein hacken und untermischen. Anschließend die Pancakes so zubereiten, wie es im Originalrezept beschrieben wird und je nach Geschmack mit Apfelmus (50-200g) oder frischem Obst servieren.
Mahlzeit ;-)

Ursprünglich veröffentlicht auf ziemlichschoen:

Das ist momentan mein liebstes Rezept für Pancakes: es geht superschnell, ist nicht so ungesund wie die meisten anderen und gelingt wirklich immer. Wenn man eine beschichtete Pfanne verwendet, braucht man nicht mal extra Öl zum backen :)

Traditionell isst man Pancakes ja mit Margarine und Ahornsirup – eine gesündere und wirklich leckere Alternative ist Apfelmus mit Zimt. Aber natürlich sind einem hier keine Grenzen gesetzt…

 

 

Zutaten

1 Tasse Vollkornmehl

2 TL Backpulver

1 Prise Salz

1 Tasse Sojamilch

1 EL Öl (ich mag gerne Kokosöl)

1 EL Agavensirup

 

Zubereitung

In einer großen Rührschüssel das Mehl mit Backpulver und Salz vermengen, dann mit einem Schneebesen die Sojamilch, das Öl und den Agavensirup unterrühren. Das geht wirklich einwandfrei und es gibt (zumindest bei mir) nie Klümpchen, obwohl ich das Mehl nicht siebe und keinen Handmixer verwende.

Eine beschichtete Pfanne bei mittlerer Hitze aufstellen (bei mir Stufe 8 von…

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Vitamin B12: oft besprochen und doch nicht oft genug.

11 Mai

Nachdem ich mich zum überwiegenden Teil vegan ernähre, wurde es schön langsam Zeit, mir mal über Vitamin B12 Gedanken zu machen. Ich nehme an, die meisten, die hier drüberstolpern, sind mit dem Thema vertraut, deshalb an dieser Stelle nur ein paar kurze Worte:

Vitamin B12 wird für die Zellteilung, die Blutbildung, sowie für die Funktion des Nervensystems benötigt. Der tägliche Bedarf ist gering und ein Mangel entwickelt sich oft erst nach Monaten oder Jahren, da das Vitamin über lange Zeit im Körper gespeichert werden kann. Trotzdem ist das Thema wichtig, denn erstens kann ein Mangel zu irreparablen Schäden des Nervensystems führen und zweitens kommt Vitamin B12 in pflanzlicher Nahrung nicht vor. Es wird ausschließlich von Mikroorganismen hergestellt und könnte von reinen “Pflanzenfressern” also auf natürlichem Wege nur in Form von ungewaschenem Biogemüse aufgenommen werden. Aber mal ehrlich – erstens ist das meiste Gemüse, das man als Stadtmensch zu Gesicht bekommt, sowieso gewaschen und auf Hochglanz poliert und zweitens erscheint mir das doch als eine sehr unsichere Quelle. Ganz zu schweigen davon, dass ich persönlich nicht so auf Sand, Erde und die Ausscheidungen von Mikroorganismen in meiner Nahrung stehe. Zumindest nicht in größeren Mengen ;-)

Veganer sollten ihren Bedarf also mithilfe von Supplementen decken. Es gibt einerseits angereicherte Lebensmittel (z.B. Cornflakes und andere Cerealien, Sojaprodukte, etc.) und andererseits die Möglichkeit, ein Vitaminpräparat einzunehmen. Es wird zwar immer wieder gerne behauptet, dass Vitamin B12 auch in Algen und fermentierten pflanzlichen Lebensmitteln enthalten ist, allerdings hat die Natur die Sache hier – meiner Meinung nach unnötig – kompliziert gemacht: es existieren nämlich auch sogenannte B12 Analoga. Das sind also solche, die “so tun”, als wären sie aktives Vitamin B12, in Wahrheit sind sie aber inaktiv und erfüllen ihre Aufgaben nicht. Gemein, oder? Also: Algen und Sauerkraut = keine sicheren B12-Quellen.

Da ich Cornflakes so gut wie nie und angereicherte Sojaprodukte nicht regelmäßig in ausreichender Menge konsumiere, wollte ich mir also ein Vitaminpräparat kaufen. Es sollte nur Vitamin B12 enthalten sein und das am besten in Form von Kapseln, da ich mit Kautabletten nicht gut klarkomme. Wer nichts gegen Kautabletten mit künstlichem Beerengeschmack einzuwenden hat, der interessiert sich vielleicht für das Multivitaminpräparat VEG1, das extra auf die Bedürfnisse von Veganern zugeschnitten wurde und neben Vitamin B12 auch noch Folsäure, Jod, Vitamin D, Selen, sowie Vitamin B2 und B6 enthält.

Erwähnenswert wäre an dieser Stelle vielleicht auch noch, dass in fast allen Präparaten Vitamin B12 in Form von Cyanocobalamin enthalten ist. Dieses enthält jedoch, wie der Name schon sagt, Cyanide (toxisch) und muss außerdem vom Körper erst in Methylcobalamin umgewandelt werden, da das die wirksame Form von B12 ist. Deswegen hab ich mich auf die Suche nach einem Präparat gemacht, das Methylcobalamin enthält. Nach langem Hin und Her (der Apotheker meinte zuerst, dass in Österreich kein Methylcobalamin erhältlich ist; nachdem ich ein Produkt im Internet gefunden habe, konnte er es mir dann plötzlich doch bestellen) hab ich also gefunden, wonach ich suchte.

Über die Wirkung kann ich noch nichts sagen, da ich erst nach einer Blutuntersuchung anfangen werde, B12 zu supplementieren (um nach einem weiteren Test in ein paar Monaten vergleichen zu können). Aber ich kann immerhin schon so viel sagen: Methylcobalamin E von pure encapsulations ist laut Produktanfrage vegan und ist ganz klar ein Nahrungsergänzungsmittel. Der gescheite Apotheker wollte mir nämlich hinterher noch einreden, dass es sich dabei um ein Medikament handelt. Da ich weiß, dass immer mehr Leute Methylcobalamin bevorzugen und mitunter auch so ihre Probleme mit dem Kauf haben, hier eine gekürzte Antwort einer überaus netten Dame (und ehemaligen Veganerin) von pure encapsulations:

Sehr geehrte Frau xxx,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Da ich selbst mal vegan gelebt habe weiß ich wie schwierig es ist sich wirklich daran halten zu können und gute Produkte zu finden. Vegetarier tun sich da schon etwas leichter! Ich habe Ihnen eine Übersicht beigefügt, welche Produkte Rohstoffe tierischer Herkunft enthalten. Die meisten Produkte von pure encapsulations® sind tatsächlich für Veganer geeignet [so auch Methylcobalamin E], da als Kapselhülle fast immer eine Cellulose-Kapsel verwendet wird. Nur Öle können leider nicht mit einer Cellulose-Kapsel hergestellt werden, da sonst die Haltbarkeit nicht gegeben wäre, weil die Cellulose-Kapsel nicht so dicht ist und Öle leicht „ranzig“ werden. […]

Was Ihre Frage betrifft, ob das Produkt von pure encapsulations® ein Arzneimittel ist, kann ich Ihnen klar sagen, dass es sich beim Produkt um ein Nahrungsergänzungsmittel handelt. Wir haben extra unseren Hersteller damit beauftragt ein Produkt herzustellen, dass auch Nahrungsergänzung ist und nicht zur Therapie verwendet wird, sondern ganz klar als Nahrungsergänzung für Gesunde, z.B. eben Vegetarier, die über die Nahrung zu wenig B12 aufnehmen. B12 kann auch nicht überdosiert werden und es ist nachgewiesen, dass der Körper aus den Kapseln leider nur einen Teil aufnehmen kann, weshalb die Kapseln auch etwas „überdosiert“ werden müssen. Aus Injektionen ist B12 natürlich besser verfügbar, aber wenn man nicht „spritzen“ möchte, dann ist das „Methylcobalamin E“ von pure encapsulations® eine echt gute Lösung.

Wenn Sie das Produkt in der Apotheke kaufen, dann müssen Sie darauf achten, dass es sich um das „Methylcobalamin E“ von pure encapsulations® handelt und nicht um das „Methylcobalamin“, weil das „Methylcobalamin“ (ohne dem E hinten dran) ist wirklich Arzneimittel, weil es höher dosiert ist. Sie erkennen das richtige Präparat daran, dass es deutschsprachig etikettiert ist und nicht in englischer Sprache beschriftet, außerdem ist das „pure encapsulations“ Logo abgerundet und nicht ganz eckig.

 

Wenn man sich vegan ernährt, ist es empfehlenswert, den Vitamin B12 Wert regelmäßig testen zu lassen. Mit einem normalen Blutbild ist es leider nicht getan, da hier nicht zwischen aktivem B12 und B12 Analoga unterschieden werden kann. Die Vegane Gesellschaft Österreich empfiehlt daher eine Kombination aus großem Blutbild, Vitamin B12 Blutserumtest und Homocystein. Ich werde wieder berichten, wenn ich meine Testergebnisse habe. Ach übrigens: wie ich mir meine Laborüberweisung vom Hausarzt abholen wollte (Krankenkasse zahlt alles außer Homocystein Test – der kostet knappe 20 Euro), meinte die Sprechstundenhilfe doch glatt, ich soll mir keine Gedanken machen, in Linsen ist alles drin, was man braucht. Daraufhin habe ich erwidert, dass Vitamin B12 in pflanzlicher Nahrung nicht vorkommt und sie meinte noch einmal, dass Linsen in Kombination mit “irgendwas anderem” sich im Körper so umwandeln, dass man alles kriegt, was man braucht(!?). Zusammenfassend kann ich also nur sagen: hätte ich auf die Arzthelferin gehört, würde ich gar kein B12 nehmen. Und würde ich es doch nehmen, hätte aber auf den Apotheker gehört, dann würde ich immer noch glauben, in Österreich gäbe es nur das minderwertige Cyanocobalamin. Was lernen wir daraus? Möglichst viele Meinungen einholen und sich gründlich informieren.

 

Okay, so kurz sind die Worte doch nicht geworden :-D

Was habt ihr für Erfahrungen mit dem Thema gemacht? Wie supplementiert ihr?

 

Vitamin B12 Praxisanleitung für Veganer: http://www.vegan.at/b12praxis/

Infos zum Blutbild: http://www.vegan.at/blutbild/

Zusammenfassung ernährungswissenschaftlicher Literatur: http://www.vegan.at/warumvegan/gesundheit/vitamin_b12.html

 

Es sollte zwar klar sein, aber zur Sicherheit: dieser Eintrag beruht, so wie jeder andere Eintrag auf diesem Blog, auf meinem persönlichen Wissen bzw. den Informationen, die ich für meinen Eigenbedarf zusammengetragen habe. Ich übernehme daher klarerweise auch keine Verantwortung für Handlungen oder Unterlassungen Dritter, die auf diesen (möglicherweise unrichtigen oder unvollständigen) Informationen beruhen. 

 

Vollkorn-Pancakes mit Apfelmus und Zimt

7 Mai

Das ist momentan mein liebstes Rezept für Pancakes: es geht superschnell, ist nicht so ungesund wie die meisten anderen und gelingt wirklich immer. Wenn man eine beschichtete Pfanne verwendet, braucht man nicht mal extra Öl zum backen :)

Traditionell isst man Pancakes ja mit Margarine und Ahornsirup – eine gesündere und wirklich leckere Alternative ist Apfelmus mit Zimt. Aber natürlich sind einem hier keine Grenzen gesetzt…

 

 

Zutaten

1 Tasse Vollkornmehl

2 TL Backpulver

1 Prise Salz

1 Tasse Sojamilch

1 EL Öl (ich mag gerne Kokosöl)

1 EL Agavensirup

 

Zubereitung

In einer großen Rührschüssel das Mehl mit Backpulver und Salz vermengen, dann mit einem Schneebesen die Sojamilch, das Öl und den Agavensirup unterrühren. Das geht wirklich einwandfrei und es gibt (zumindest bei mir) nie Klümpchen, obwohl ich das Mehl nicht siebe und keinen Handmixer verwende.

Eine beschichtete Pfanne bei mittlerer Hitze aufstellen (bei mir Stufe 8 von 12) und mindestens zwei Minuten lang heiß werden lassen. Dann pro Pancake ca 2 EL Teig – ohne weitere Zugabe von Fett – in die heiße Pfanne gießen und auf keinen Fall schwenken, sonst werden es Palatschinken ;-) Wenn sich an der Oberfläche Bläschen bilden und der Rand schon halbwegs trocken ist, kann der Pancake gewendet und auf der anderen Seite fertig gebacken werden.

Wenn man größere Mengen macht, empfiehlt es sich, die fertigen Pancakes auf einem feuerfesten Teller im Backofen zu stapeln (auf niedrigster Stufe), dann bleiben sie schön heiß und flaumig.

Die Pancakes mit Apfelmus und Zimt anrichten und genießen ;)

 

Dieses Basisrezept eignet sich auch für alle möglichen Abwandlungen… zum Beispiel schneide ich gerne eine reife Banane in kleine Würfel und mische sie unter den Teig. Oder ich rühre noch 1-2 EL Kakaopulver darunter. Oder 1 TL Zimt.

Pasta mit grünem Spargel in Sahnesauce mit Mandelparmesan

6 Mai

Dieses Pastagericht passt gut zur Jahreszeit und ist so cremig und frisch, dass ich es unbedingt teilen will :)

 

 

Zutaten für 2-3 Portionen

200 g Vollkorn-Pasta (z.B. Fussili)

1 EL Olivenöl

500 g grüner Spargel

1-2 Zehen Knoblauch

1 kleine Zwiebel oder halbe Frühlingszwiebel

150 ml Soja- oder Hafersahne

1 Schuss Weißwein (optional)

1 EL Gemüsebrühenpulver

Saft und Abrieb einer halben Zitrone

Salz, Pfeffer

 

Zubereitung

Nudelwasser zustellen und Nudeln nach Packungsanweisung kochen (meine Vollkorn-Fussili brauchen ca. 8-9 Minuten).

Währenddessen in einer großen beschichteten Pfanne das Olivenöl erhitzen. Den Spargel in 2-3 cm lange Stücke schneiden und ein paar Minuten anbraten, dann gehackten Knoblauch und gehackte Zwiebel bzw. in meinem Fall in Ringe geschnittene Jungzwiebel hinzufügen und noch einige Minuten weiterbraten.

Dann entweder mit Weißwein oder Nudelwasser ablöschen, mit Sojasahne aufgießen und mit Gemüsebrühe, Saft und Abrieb der Zitrone, sowie Salz und Pfeffer würzen.

Wenn die Nudeln gar sind, diese abgießen und in der Sauce schwenken. Alles nochmal abschmecken und servieren.

 

 

Dazu passt sehr gut Mandelparmesan und Tomatensalat mit Basilikum.

 

Der Mandelparmesan ist vielleicht noch eine Erwähnung wert – für mich ist das der beste Hartkäse/Parmesan-Ersatz überhaupt. Mein Mandelparmesan basiert im Grunde auf diesem Rezept von “Homeveganer”, nur dass ich mir das Schälen spare, indem ich gleich geschälte Mandeln kaufe. Und gewürzt wird er bei mir noch mit Pfeffer und dem Abrieb einer halben Zitrone – das Aroma wird unglaublich! ;-)

 

Zutaten

200 g geschälte Mandeln

30-50 g Hefeflocken

50 g Semmelbrösel

Abrieb einer halben Bio-Zitrone

Salz, Pfeffer

 

Zubereitung

Die Mandeln in einer trockenen Pfanne anrösten, bis sie leicht gebräunt und aromatisch sind. Komplett auskühlen lassen. Im Mixer zur gewünschten Konsistenz zerkleinern, dann die restlichen Zutaten hinzufügen, nochmal durchmixen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. In einem Schraubglas im Kühlschrank aufbewahren.

Passt zu Pasta, Antipasti, Pizza (zusammen mit Hefeschmelz), Bruschetta, Risotto,…

 

 

Schönen Sonntag!

Erbsenpüree mit glasierten Karotten

3 Apr

Ich melde mich zurück mit einem (wieder) sehr einfachen Rezept, das (wieder) eher winterlich angehaucht ist, was soll ich sagen, das ist eben momentan mein Geschmack. ;-)

In meiner Familie ist Erbsenpüree weitaus populärer als Kartoffelpüree und soweit ich das als Laie sagen kann, ist es wohl auch ernährungsphysiologisch wertvoller, da Erbsen ja zu den Hülsenfrüchten zählen und – ob vegan oder nicht – pflanzliches Eiweiß schadet nie, oder?

 

Zutaten:

1 Zwiebel

1 EL Margarine (z.B. Alsan)

400-500 g Tiefkühl-Erbsen

2 mittelgroße Kartoffeln

Sojamilch oder Sojasahne

Gemüsebrühe in Pulverform (optional)

Salz, Pfeffer

frische Minze

 

5-7 Karotten

1 EL Margarine oder Öl

1 EL Ahorn- oder Agavensirup

Salz, Pfeffer

 

Zubereitung:

Die Zwiebel fein hacken und in der Margarine kurz anschwitzen, dann die geschälten und in möglichst kleine Würfel geschnittenen Kartoffeln und Tiefkühl-Erbsen zugeben, mit Gemüsebrühe würzen, mit Sojamilch (oder Sojasahne und Wasser) bedecken und köcheln lassen, bis die Kartoffelstücke gar und die Erbsen vollständig erhitzt sind. Anschließend mit dem Stabmixer pürieren (muss nicht komplett glattpüriert sein), mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit frisch gehackter Minze bestreuen.

Während das Püree zubereitet wird, in einem zweiten Topf geschälte und in Scheiben oder Stifte geschnittene Karotten in einer Mischung aus Margarine und Agavensirup glasieren und, wenn sie noch knackig sind, mit Salz und Pfeffer würzen und zusammen mit dem Püree servieren.

 

Schönen Abend!

Die beste Schokolade der Welt? Dunkle Nougat von Vivani.

2 Apr

Viele Worte? Fehl am Platz.

Die beste vegane Schokolade der Welt: Dunkle Nougat von Vivani.

Gibts um EUR 1,89 bei denn’s und anderen Biomärkten.

Warum das einen eigenen Artikel wert ist? Weil so gut wie alle gefüllten oder sonst wie besonderen Schokoladen Butterreinfett enthalten – diese aber nicht. Und es wäre doch schade, wenn jemand – desillusioniert von all dem Butterreinfett – aufhören würde, nach einer veganen Nougatschokolade zu suchen.

Hier bitteschön:

Selbstgemachte Mandelmilch

1 Apr

Ich hab mir schon Nussmilchbeutel (blödes Wort, aber ich weiß keine bessere Übersetzung für juice bags) bestellt, da hatte ich den Vitamix noch nicht mal. Man kann also sagen, ich träume seit gut 5 Monaten davon, Mandelmilch herzustellen.

Warum eigentlich? Weil Mandelmilch meiner Meinung nach die beste Milch überhaupt ist. Es gibt einfach nichts besseres, als diese leicht süßliche, duftende, seidige Nussmilch. Außerdem ist die gekaufte Mandelmilch sauteuer und abgesehen davon, dass die Qualität frischer, roher, selbstgemachter Mandelmilch sicher die bestmögliche ist, finde ich es auch irgendwie abgefahren, so etwas wie Milch selbst herzustellen.

Fragt mich nicht, warum ich es erst jetzt gemacht habe, aber irgendwie war dieses Wochenende wie geschaffen dafür.

 

Equipment:

1 Hochleistungsmixer (z.B. the one and only Vitamix)

1 Nussmilchbeutel

1 Messbecher

1 Gefäß (Topf oder Schüssel)

Flaschen zum Abfüllen

 

Zutaten:

250 g rohe, biologische Mandeln

12 Datteln (optional)

7,5 Tassen Wasser

 

Zubereitung:

Zuerst müssen die Mandeln eingeweicht werden. Dazu die Mandeln in eine große Schüssel geben, diese bis zum Rand mit Wasser füllen und zugedeckt bei Zimmertemperatur stehen lassen. Ich hab sie gestern Abend eingeweicht und heute in der Früh die Mandelmilch gemacht – ich schätze aber, dass 4-5 Stunden Einweichzeit auch reichen müssten.

Die Mandeln sind jetzt deutlich größer als vorher und werden nun in einem Sieb gut durchgespült. Das braune Einweichwasser wird weggeschüttet.

Egal, wieviele Mandeln man nimmt, man braucht immer die 3-fache Menge Wasser. Ich habe also für 2,5 Tassen Mandeln insgesamt 7,5 Tassen Wasser verwendet und damit 2.2 Liter Mandelmilch hergestellt (in 2 Durchgängen, da der Vitamix sonst übergegangen wäre).

Für einen Durchgang kommen also z.B. 1 Tasse Mandeln und 3 Tassen Wasser in den Vitamixbehälter und das ganze wird auf höchster Stufe für 1 Minute gemixt, bis eine weiße, seidige, schaumige Flüssigkeit entstanden ist.

Während des Mixens habe ich den Nussmilchbeutel über einen kleinen Topf gespannt, hier kommt die Flüssigkeit jetzt rein, um die Milch von den Faserstoffen/Pressrückständen/Trester zu trennen (auch hier bin ich nicht sicher, was die passende Übersetzung für “pulp” bei der Zubereitung von Nussmilch ist). Also: Milch rein, Beutel oben zudrehen und mit den Händen von oben nach unten auspressen, bis nichts mehr rauskommt. Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, das eher langsam und vorsichtig zu machen – dafür hat man hinterher weniger zu putzen! ;-)

Die Mandelmilch ist jetzt fertig.

Es sei denn, man möchte sie süßen oder sonstige Aromen (z.B. Vanille) hinzufügen. In dem Fall wird der Vitamixbehälter kurz ausgespült, die Mandelmilch nochmal eingefüllt und zusammen mit 12 Datteln durchgemixt.

In Flaschen abgefüllt hält sie sich im Kühlschrank angeblich bis zu 3 Tage lang. Wenn man also in so kurzer Zeit nicht so viel verbraucht, kann man entweder weniger machen (wer hätte das gedacht) oder die restliche Milch in Eiswürfelformen füllen und für Eis, Shakes, Suppen oder Smoothies verwenden.

Wie ihr seht, ergeben 250 g Mandeln ca. 2,2 Liter Mandelmilch.

 

Und was die Pressrückstände betrifft: die kann man in einen Keksteig schummeln oder zusammen mit Gemüse, Tofu usw. in Bratlinge verwandeln. Wegwerfen fände ich schade.

 

Schönen Sonntag, allerseits!

 

 

Ofengemüse mit aufgemotztem Tsatsiki

31 Mär

Nachdem es wieder kühler geworden ist, war mir einfach danach. Auch wenn das vielleicht eher ein Herbst/Winter Rezept ist.

Ofengemüse. Die Vorteile auf einen Blick: es geht schnell – die Vorbereitungszeit ist sehr kurz und wenn das Gemüse mal im Ofen ist, kann man sich bis zum Essen anderen Dingen widmen. Man kann es so gut wie immer machen, da man die Gemüsesorten nach Lust, Laune und Kühlschrankinhalt wählen kann (dadurch wird es auch nicht langweilig). Und nicht zuletzt: es ist gesund, wärmt und schmeckt toll.

Wie schon erwähnt, was Zutaten und Gewürze betrifft gibt es praktisch keine Grenzen, also ist das ganze hier mehr ein Denkanstoß als ein Rezept ;)

Zutaten für ein Blech:

6-8 kleine Erdäpfel (5-10 Minuten vorgekocht)

1 große Karotte

2 kleine gelbe Paprika

1 Zwiebel

1 Frühlingszwiebel (von weiß bis dunkelgrün – jeder Teil ist willkommen)

1 Handvoll Cocktailtomaten

1 Handvoll braune Champignons

ein paar Oliven

3-6 EL Olivenöl

1 EL Thymian

1 TL Galgant

1 EL Grill-Gewürz (z.B. Frankies Barbecue-Gewürz von Sonnentor)

Salz, Pfeffer und Tabasco/Chilisauce nach Geschmack

Zubereitung:

Die Erdäpfel wie gesagt 5-10 Minuten vorkochen, sonst werden sie später nicht gar.

Währenddessen das Backrohr auf 200°C vorheizen und eine Auflaufform (oder ein Backblech mit höherem Rand) mit Backpapier oder Alufolie auskleiden.

Die vorgekochten Erdäpfel zusammen mit dem restlichen Gemüse in mundgerechte Stücke schneiden und in einer Schüssel mit den Gewürzen vermengen. Anschließend für 20-30 Minuten in den Ofen, bis alles gar bzw. leicht gebräunt ist.

Dazu passt gut Kräuterjoghurt, Currysauce oder Tsatsiki. Ich mag gerne eine Art aufgemotztes Tsatsiki

Zutaten:

250 g Sojajoghurt (z.B. 2 kleine Becher von Provamel)

1/2 Gurke

1 Karotte

5 Radieschen

1 kleine Handvoll Rosinen

viel frische Minze

Saft und Schale einer Bio-Zitrone

1 EL Olivenöl

Salz, Pfeffer, Ahornsirup

Zubereitung:

Gurke, Karotte und Radieschen grob reiben und in ein Sieb geben, das in einer Schüssel steht. Leicht salzen und abtropfen lassen, anschließend das Gemüse mit den Händen auspressen und in eine Schüssel geben. Zusammen mit gehackten Rosinen, frisch gehackter Minze, Saft und Abrieb einer Zitrone, etwas Ahornsirup und Olivenöl vermengen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Unbedingt einige Zeit durchziehen lassen (z.B. solange, bis das Ofengemüse fertig ist).

Knoblauch gehört in ein echtes Tsatsiki natürlich unbedingt rein, da ich den aber nicht so gut vertrage, hab ich ihn weggelassen.

Beides zusammen anrichten und Mahlzeit! :)

Soba Nudeln mit Aubergine und Mango

26 Mär

Dieses Rezept stammt von meinem Lieblingskoch Yotam Ottolenghi.

Yotam Ottolenghi ist ein in Israel geborener Koch, der zusammen mit seinem Freund einige Lokale in London betreibt. Er ist kein Vegetarier, hat aber über einige Zeit eine Kolumne mit vegetarischen Rezepten im britischen Guardian geschrieben und im Jahr 2010 sein zweites Kochbuch veröffentlicht, welches, im Gegensatz zum ersten, auch vegetarisch ist.

Ich liebe Auberginen, ich liebe Nudeln und ich liebe Mango. So abwegig eine Kombination aus den Dreien auch klingen mag – sie ist der absolute Hammer! Müsste ich meinen kulinarischen Geschmack mit einem einzigen Rezept beschreiben, so würde ich wohl dieses hier wählen. Ich liebe die süß-sauer-scharfe Marinade, die Röstaromen der Aubergine, dazu die kalten Nudeln und die saftig-süße Mango… yum yum!

 

Zutaten für 4 Personen:

120 ml Reisessig

40 g Zucker (ich hab Vollrohrzucker genommen)

1/2 TL Salz

2 Knoblauchzehen, gepresst

1/2 frische rote Chili, gehackt

1 TL Sesamöl (ich würde geröstetes nehmen)

1 Limette, Saft und Abrieb

2-3 EL Sonnenblumenöl (das Rezept verlangt nach 300 ml um die Auberginen zu frittieren, ist aber meiner Meinung nach nicht notwendig)

2 Auberginen, in 2 cm große Würfel geschnitten

300 g Soba Nudeln (asiatische Buchweizennudeln, erhältlich im Asialaden)

1/2 rote Zwiebel, in dünne Ringe geschnitten

1 große Mango, in 1 cm große Würfel geschnitten

40 g Basilikum, gehackt

40 g Koreander, gehackt

 

Zubereitung:

In einem kleinen Topf bei niedriger Temperatur den Reisessig zusammen mit Zucker und Salz erhitzen, bis der Zucker sich komplett aufgelöst hat. Anschließend den Topf vom Herd nehmen, Sesamöl, Knoblauch, Chili sowie Abrieb und Saft der Limette unterrühren und beiseite stellen.

Die Sobanudeln in einem großen Topf mit gesalzenem Wasser  (Achtung: schäumt auf und kocht leicht über – wirklich einen großen Topf nehmen!) je nach Packungsanleitung 4-8 Minuten kochen, wenn sie noch Biss haben vom Herd nehmen und mit kaltem Wasser abschrecken, bis die Nudeln komplett kalt sind. In einem Sieb gründlich abtropfen lassen.

In einer Pfanne die Auberginen im Sonnenblumenöl scharf anbraten, bis die Würfel goldbraun und gar sind.

Die kalten Nudeln zusammen mit der gewürfelten Mango, den warmen Auberginenwürfeln, der roten Zwiebel und dem Dressing vermengen und mit den frischen Kräutern bestreut servieren.

 

 

 

Ich empfehle erstens, dieses Gericht nachzukochen und zweitens, das Kochbuch zu kaufen! Es ist so toll, dass mir mein erstes Exemplar davon förmlich aus der Hand gerissen wurde, woraufhin ich mir die englische Ausgabe nachgekaufen musste. Das Kochbuch ist zwar vegetarisch und nicht vegan, es steht aber ganz klar das Gemüse im Vordergrund! So sind die Kapitel auch aufgeteilt nach verschiedenen Gemüsesorten (ein ganzes Kapitel nur mit Auberginen, mhh!) und Eier und Milchprodukte kommen, ebenso wie Tofu, eher selten vor. Wer die orientalische Küche und gemüselastige Rezepte mag, ist hier genau richtig.

 

Yotam Ottolenghis Kolumne im Guardian: the new vegetarian

Veröffentlichung dieses Rezepts in der Kolumne: Soba noodles

Ottolenghis vegetarisches Kochbuch: PLENTY

Und die deutsche Ausgabe davon: Genussvoll vegetarisch (blöder Titel)

 

Bananenmilch. Das zweitbeste Frühstück.

24 Mär

Wenn mir das Grünzeug für die green smoothies ausgeht, gibt es das zweitbeste Frühstück auf dieser Welt: Bananenmilch.

Zutaten:

1-2 Bananen

1-2 Tassen Sojamilch (oder Reis-, Mandel-, Hafer-, …)

je nach Geschmack noch verschiedene Süßungsmittel oder Gewürze

Zubereitung:

Bananen schälen, zusammen mit der pflanzlichen Milch deiner Wahl mixen, bis es schaumig und cremig wird.

Mir ist die Banane süß genug, ich mag aber viel Zimt und etwas Kardamom dazu. Mhh.

Wenn man andererseits noch genug Grünzeug vorrätig und trotzdem Lust auf Bananenmilch hat: dieser Milchshake schmeckt auch wunderbar, wenn man ihn grün färbt. Zum Beispiel mit einer großen Hand voll Babyspinat.

Iranians, we love you!

24 Mär

Wunderschönen guten Morgen (oder Mittag :-)) wünsche ich!

Habt ihr von Ronny Edry gehört?

Er ist 41 Jahre alt, Vater, Lehrer, Grafik Designer. Er ist Israelischer Staatsbürger und er braucht unsere Hilfe.

“An das iranische Volk: An alle Väter, Mütter, Kinder, Brüder und Schwestern. Um einen Krieg zu kämpfen, müssen wir Angst voreinander haben, müssen wir uns hassen. Ich habe keine Angst vor euch, ich hasse euch nicht. Ich kenne euch nicht mal. Kein Iraner hat mir jemals wehgetan. Ich habe noch nicht mal einen getroffen. Nur einen in einem Museum in Paris. Cooler Typ. Manchmal sehe ich im Fernseher einen Iraner. Er spricht über den Krieg. Ich bin mir sicher, er repräsentiert nicht alle Menschen im Iran. Und seid ihr euch versichert: Wenn ihr einen Israeli im Fernsehen seht, der über Bomben auf Euer Land spricht: auch unser Präsident spricht nicht für uns alle. Wir wollen euch nämlich gar nicht wehtun. Im Gegenteil. Wir wollen euch treffen, Kaffeetrinken und über Sport reden.”

 

Ich habe selten so etwas berührendes und zugleich positives gesehen.

Man kann Ronny und seine Sache finanziell unterstützen: http://www.indiegogo.com/israeliran?a=510932

Wenn ich Geld spende, hadere ich oft mit mir selbst, weil ich mir großzügige Spenden (momentan) nicht leisten kann, aber gerne helfen würde. Und dann muss ich mich jedes Mal wieder selbst daran erinnern, dass auch kleine Beträge helfen, wenn nur genug Leute etwas beitragen. Und deshalb finde ich auch das crowd funding Prinzip so toll: viele Leute leisten jeweils einen kleinen (oder je nach Lust und Laune auch größeren) Beitrag, damit eine Sache, die man unterstützenswert findet, realisiert werden kann. Meistens erhält man sogar noch ein kleines Dankeschön, je nach Aktion und Höhe der Spende. Und mal ehrlich, wem von euch tut es weh, $5 für eine gute Sache zu spenden? Um eine Verbindung zum ursprünglichen Thema dieses Blogs herzustellen: das sind  3,76 Euro – also weniger als 2 Packungen Tofu ;-) Und man kann ganz bequem per Kreditkarte oder PayPal zahlen, muss also nicht mal von der Couch aufstehen dafür ;-) Wenn du trotzdem kein Geld spenden möchtest, teile doch die Botschaft, z.B. auf Facebook.

Schönes Wochenende, allerseits. Seht euch unbedingt das Video an!

Bildergalerie: http://www.indiegogo.com/israeliran?c=gallery&a=510932

https://www.facebook.com/israellovesiran

https://www.facebook.com/IraniansWeLoveYou

https://www.facebook.com/pages/Iran-Loves-Israel/326301454094205

Veganna – neuer veganer Blog meiner Schwester :-)

21 Mär

Hey,

bei mir geht es momentan sehr stressig zu und ich werde nach 2 Wochen Pause wohl erst wieder nächste Woche zum schreiben kommen.

Eins kann ich euch aber nicht vorenthalten: den neuen Blog meiner Schwester Anna:

http://vegetariananna.blogspot.com

 

Während ich den Blog so gnadenlos im Stich gelassen habe bzw. immer noch lasse, ist meine Schwester sehr fleißig: kaum gestartet, gibt es auf ihrem Blog schon Rezepte für Pancakes, einen Süßkartoffel-Auflauf und sogar selbstgemachte Seitan-Schnitzel! An dieser Stelle verrate ich euch auch gleich, dass meine liebe kleine Schwester – im Gegensatz zu mir – ein absolutes Genie ist, was das Backen betrifft (nicht nur in diesem Bereich, aber auch ;-)) und wir uns alle auf viele tolle Rezepte freuen können. Juhu :-)

Viel Spaß beim Bloggen, liebe Anna! Wir sehen uns am Sonntag :cool:

 

PS: es wird langsam Frühling in Wien!

 

 

Neues von der Firma Nestlé…

7 Mär

Manager des Schweizer Multis Nestlé sollen für die Ermordung eines kolumbianischen Gewerkschafters zur Rechenschaft gezogen werden. Luciano Romero hatte in einer Milchfabrik gearbeitet. Paramilitärs hatten ihn getötet.

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/mord-in-kolumbien-strafanzeige-gegen-nestle-topmanagement/6294832.html

Weitere angebliche Schmankerl aus dem Hause Nestlé:

  • Verwendung gentechnisch veränderter Zutaten
  • Ausbeutung
  • Kindersklaverei
  • Bespitzelung von NGOs
  • Regenwaldrodung, u.a. bei der Palmölproduktion
  • vehementes Festhalten an Tierversuchen
  • usw….

Und habt ihr schon davon gehört?

In den 1970er und 1980er Jahren wurden Nestlé und andere Unternehmen für ihre Vermarktung von Säuglingsnahrung in Entwicklungsländern heftig kritisiert. Ihnen wurde vorgeworfen, aggressive Verkaufsmethoden anzuwenden, etwa Verkaufspersonal als Krankenschwestern zu verkleiden und Gratismuster zu verteilen, deren Verwendung bei damit einhergehender Einstellung des Stillens zum Versiegen der Muttermilch führt. Damit würden Mütter dauerhaft von den teuren Produkten abhängig gemacht, die aber gerade in Entwicklungsländern für Teile der Bevölkerung unerschwinglich sind, zudem würden gesundheitliche Schäden und Tod von Säuglingen durch Zubereitung mit verschmutztem Wasser in Kauf genommen. Als die Arbeitsgruppe 3. Welt Bern 1974 die Studie Nestlé tötet Babies zum Thema herausgab, klagte Nestlé gegen sie wegen Ehrverletzung.

Quelle: Wikipedia
2007 wurden Aktionäre und verantwortliche Manager des Nestlé-Konzerns von der Stiftung Ethik & Ökonomie (ethecon) mit dem Internationalen Black Planet Award für „herausragende Verantwortung bei Zerstörung und Ruin unseres Blauen Planeten hin zu einem Schwarzen Planeten“ ausgezeichnet.

Zu Nestlé gehören übrigens auch Nesquick, Nestea, Nescafé, Nespresso, Maggi, Buitoni, Perrier, Sanpellegrino, Purina PetCare, Schöller (Eis), Wagner (Tiefkühlprodukte), KitKat, L’Oreal, Alete, Vittel, Mövenpick, Smarties, Lion, Nuts, After Eight und viele, viele andere.

Easy Weekend Pancakes

4 Mär

Ich liebe diese Pancakes. Sie sind schnell und einfach zuzubereiten (und das ohne Ei-Ersatz) und sie sind vegan, luftig und sehr lecker. Genau richtig für Sonntag Morgen. Oder Sonntag Nachmittag ;-)

Das Rezept stammt von meinem Lieblingsblog: VeganYumYum.

Zutaten:

1  1/2 Tassen Sojamilch

2 EL geschmacksneutrales Öl

1  1/3 Tassen Mehl

1 EL Zucker

1 TL Backpulver

1/4 TL Salz

2 – 4 EL Wasser

Zubereitung:

Sojamilch und Öl in den Mixer geben. Mehl, Zucker, Backpulver und Salz hinzufügen und solange mixen, bis ein sämiger Teig entstanden ist. Wer keinen Standmixer hat, nimmt hierfür einen Handmixer oder Schneebesen. Je nach Konsistenz noch 2 bis 4 EL Wasser hinzufügen, der Teig sollte relativ dünnflüssig sein.

Eine beschichtete Pfanne heiß werden lassen und dann auf mittlere Hitze herunterschalten (bei mir ist es Stufe 8 von 12).

Den Teig direkt aus dem Mixer und ohne weitere Zugabe von Öl in die heiße Pfanne gießen und nach einigen Minuten, wenn sich an der Oberfläche Bläschen bilden, die Pancakes wenden und fertig backen.

Die fertigen Pancakes kann man bei Bedarf im Backofen warmhalten: dafür den Backofen auf 100°C vorheizen und die Pancakes auf einem Teller stapeln.

Meine Pancakes sind im Durchmesser ca. 7-10 cm groß und der Teig reicht für 20-25 Stück bzw. als Frühstück für zwei Personen.

Traditionell isst man Pancakes mit Margarine und Ahornsirup – da dieser bei mir gerade aus ist, gab es sie heute mit Obst und Chocoreale Haselnusscreme.

Man kann dem Teig auch mit Mandelaroma, Vanille oder frisch geriebener Orangenschale eine persönliche Note verleihen. Oder man ersetzt das geschmacksneutrale Pflanzenöl durch Kokosöl, yummy!

Gebratenes Gemüse in Erdnuss-Sauce mit Hirse und “Veggie Hühnchen süß-sauer”

4 Mär

Ich glaube, ich habe schon einmal erwähnt, dass das “Veggie Hühnchen süß-sauer” von Vantastic Foods meiner Meinung nach das beste (bei uns erhältliche) Fakefleisch ist. Es besteht aus Soja- und Weizenfaser und kommt in einer süß-sauer-würzigen Marinade aus Sojasauce, Zucker, Salz, Pflanzenöl, Chili, Zitronensaft und Gewürzen. Zugegebenermaßen ist es mit über 5 Euro pro 250g-Packung nicht ganz billig, aber hie und da kann man sich sowas schon leisten. Wie auch andere Produkte von Vantastic Foods kann man es übrigens problemlos einfrieren – was ich besonders praktisch finde, da ich zwar nicht oft Fleischimitat esse, aber doch ganz gerne eins auf Vorrat daheim habe, falls ich mal Lust drauf habe.

Der zweite Star dieses Gerichts ist die Hirse – die ich zum ersten Mal in meinem Leben im Reiskocher zubereitet habe. Was soll ich sagen: funktioniert einwandfrei. Ich liebe dieses Gerät!

Zutaten:

2 Teile Hirse + 3 Teile Wasser

1/2 Packung Veggie Hühnchen süß-sauer

1 TL Öl (z.B. Sesamöl)

Gemüse nach Wahl (hier: Karotten, Brokkoli, Zucchini, Erbsen, Knoblauch, Chili)

1 EL Erdnussbutter

1 EL Sojasauce

1 EL Ketchup oder Sweet-Chili Sauce

1 EL Zitronensaft oder Essig (z.B. Reis- oder Apfelessig)

Zubereitung:

Zuerst zur Hirse: 2 Teile Hirse mit 3 Teilen Wasser und etwas Salz in den Reiskocher und dann das Knöpfchen drücken. Das war’s. Nach 20 bis 30 Minuten ist die Hirse fertig. Ich persönlich mag sie gerne nicht zu feucht, also nehme ich den Deckel ab und lass sie noch ausdampfen, bis das Gemüse fertig ist.

Alles Gemüse waschen/putzen und kleinschneiden, dann in etwas Öl anbraten. Wenn Die Brokkoli-Röschen zu groß geraten sind, werden sie oft nicht so schnell durch, da gebe ich dann nach dem Anbraten gerne ein paar Spritzer Wasser in die Pfanne und mache für 2 Minuten den Deckel drauf. Das geht ganz flott; das Wasser ist verdampft, der Brokkoli gar und man kann dann ganz normal weiterbraten.

Wenn Hirse und Gemüse fast fertig sind, brate ich in einem kleinen beschichteten Topf das Veggie Hühnchen an – Achtung, durch die süße Marinade brennt es sehr schnell an. Also dran bleiben.

Zu guter Letzt noch die Erdnuss-Sauce: in einer Schüssel Erdnussbutter, Sojasauce, Ketchup oder Sweet-Chili Sauce und Zitronensaft/Essig verrühren.

Alles gemeinsam anrichten :-D

 

Schönen Sonntag, allerseits!

 

 

Einkauf im Lily Markt.

3 Mär

Ich habe wieder zugeschlagen.

Diesmal nicht im Veganversand, sondern in einem asiatischen Supermarkt, was sich sehr positiv auf meine Finanzen ausgewirkt hat ;-)

Der Lily Markt befindet sich auf der Rechten Wienzeile im 4. Bezirk und bietet alles, was das exotisch-veranlagte Herz begehrt. Und das auch noch deutlich billiger als der angrenzende Naschmarkt.

Eigentlich hat alles damit angefangen, dass ich in der Mittagspause gerne Maki esse, diese aber in der Regel sehr teuer sind und da hab ich mir überlegt, man könnte das doch auch selber machen. Dazu kommt noch, dass meine 10 Jahre jüngere Schwester zwar noch nicht strafmündig, aber dafür in der Küche schon ein absoluter Vollprofi ist und dass sie perfektes Sushi zubereiten kann, während ich es noch nicht mal versucht habe….. nein, das kann ich nicht auf mir sitzen lassen. Also Zutaten kaufen und mal probieren.

Sushi Grundzutaten: Bambus Matte, Sushi Seasoning mit Reisessig, Sushi Reis und Nori

Dazu (mein abenteuerlichster Einkauf!) Enoki Pilze, auch Samtfußrübling genannt. Hat laut Wikipedia in der japanischen Küche eine besondere Bedeutung, wo er nach dem Shiitake der meistangebaute Speisepilz ist und vor allem in der kalten Jahreszeit auftritt. Ich weiß zwar noch nicht, was ich damit machen werde, aber ich bin auf jeden Fall gespannt.

Green Curry Paste und Sesamöl haben mir in meinem Haushalt schon einige Zeit gefehlt, ebenso Mock Duck aus der Dose, diese tolle vegetarische Ente passt zu jedem asiatischen Gericht.

Könnt ihr glauben, dass diese Packung Sojasprossen (400g) nur 80 Cent gekostet hat? Und das Stück Ingwer 30 Cent.

Für ein schnelles Mittagessen in der Arbeit habe ich noch diese leckere Instantsuppe mit Gemüse und Reisnudeln mitgenommen und das Mango Pulp wird zu einem Mango Lassi verarbeitet, wenn es mal was Scharfes gibt.

Bleiben noch die schöne Holzschüssel und der Seidentofu. Ich wollte schon immer mal ein Schokomousse mit Seidentofu machen und werde natürlich darüber berichten, wenn es soweit ist.

Ich kann den Lily Markt wirklich nur empfehlen – vor allem die Kühlabteilung hat’s mir angetan: viele verschiedene Sorten Tofu (von “silken” bis “extra firm”, pro Packung ca 1,20 Euro), frischer Pok Choi, Limetten, Zitronengras, verschiedenste Pilze, Ingwer, Algen(salat), usw… auch die meterlangen Regale mit Instantsuppen sind beeindruckend, dazu kommen chinesische Süßigkeiten, Nudeln (Soba!) und Reis, Gewürze und Saucen, Porzellan und Reiskocher. A propos Reiskocher: es gibt dort nicht nur die riesigen Großküchen-Dinger, sondern auch welche für kleinere Haushalte. Sie haben sogar “meinen” Tristar Reiskocher, den ich nach monatelangem Gebrauch wirklich zu schätzen gelernt habe und mittlerweile so sehr liebe, dass ich ihm wohl mal einen eigenen Blogeintrag widmen muss.

Achja, für den Einkauf oben habe ich 26 Euro bezahlt. Finde ich okay.

Kennt jemand von euch den PROSI Exotic Supermarket in Wien? Von dem habe ich auch nur Gutes gehört und muss unbedingt mal hinfahren.

Green Smoothie mit Grapefruit, Orange und Babyspinat.

3 Mär

Dieser Smoothie ist ein wahrer Vitamin-C-Booster. Das habe ich auch nötig, denn ich bin heute mit leichten Halsschmerzen aufgewacht.

Und da keine Bananen enthalten sind, ist er dünnflüssiger und trinkt sich eher wie ein Saft. Wenn also jemand nichts für cremige, milkshake-like Smoothies übrig hat, könnte diesen mal probieren. Er schmeckt fruchtig, süß, sauer und durch die Grapefruit leicht bitter. Ich finde ihn sehr, sehr lecker! :cool:

 

Zutaten:

1 Grapefruit

1 Orange

1 Handvoll Babyspinat

1 Tasse kaltes Wasser

 

Zubereitung:

Grapefruit und Orange schälen (bei biologischen/unbehandelten Früchten kann man das Mesokarp, die weiße Haut, dranlassen). Jede Frucht halbieren und eventuell vorhandene Kerne entfernen. Dann zusammen mit dem Spinat und dem kalten Wasser in den Vitamix und 20 Sekunden mixen. Fertig ist ein richtig feiner Smoothie. Ergibt bei mir ca 0,6 Liter.

 

 

 

Für mich gibts jetzt noch einen Kamillen-Ingwer-Tee und einen Spaziergang im Prater :-)

 

Pasta mit Gemüse in Zitronen-Sahne-Sauce

2 Mär

Hier bin ich wieder! Nach einer sehr stressigen Woche melde ich mich mit diesem Rezept zurück – ich mag einfache Rezepte, für die man höchstens zwei Herdplatten anmachen und höchstens zwei Töpfe abwaschen muss (ich habe keinen Geschirrspüler) und ich stehe an Arbeitstagen auch meistens nicht gerne länger als 20 Minuten in der Küche. Natürlich soll es trotzdem gut schmecken und gesund sein. Falls ihr ähnliche Ansprüche an ein Abendessen habt, könnte euch dieses hier gefallen.

Ich gebe zu, auch ich hab schon mal einen schöneren Teller Nudeln gesehen :oops:, aber das liegt erstens daran, dass Hafersahne nicht so eine hohe “Deckkraft” hat wie Sojasahne und zweitens daran, dass Tiefkühlkräuter zwar unheimlich praktisch, aber im aufgetauten Zustand nicht so ansehenlich sind… wie auch immer, ich verspreche es schmeckt fantastisch! ;-)

(Merke: für Fotos Tiefkühlkräuter weglassen und Sojasahne verwenden – die schmeckt zwar nicht so gut wie Hafersahne, sieht aber irgendwie “sahniger” aus.)

Zutaten:

Gemüse nach Geschmack (bei mir: Zwiebel, Karotten, Zucchini, Champignons)

Gemüsebrühe (Pulver oder Würfel)

Saft und Schale einer unbehandelte Zitrone

Hafer- oder Sojasahne

Salz, Pfeffer

und natürlich Nudeln (ich mag Vollkorn-Spiralen)

Zubereitung:

Das Gemüse in einer Pfanne anbraten, mit Gemüsebrühe, Zitronenschale, Salz und Pfeffer würzen, mit pflanzlicher Sahne und Zitronensaft ablöschen und ein wenig köcheln lassen. Wenn das Gemüse gar, aber noch bissfest ist, die al dente gekochten Nudeln untermengen und servieren.

Dazu gibt es bei mir einen schnellen Salat mit gemischten Blattsalaten, einer Avocado und einem Dressing bestehend aus Haselnussöl, Granatapfelsirup, Balsamico, Salz und Pfeffer. Der Granatapfelsirup gibt dem Dressing diese tolle rosa Farbe :cool:

Bon appétit!

 

 

Veganversand Lieferung // Vitamin D

27 Feb

Yay! Heute war es endlich so weit und die lang ersehnte Lieferung vom Veganversand ist angekommen.

Und zwar von links hinten bis rechts vorne:

  • Provamel Sojamilch, gleich ein Vorrat für mehrere Wochen – bestellt ganz einfach deshalb, weil ich nicht gerne schwer trage :-D
  • Paradiso-Konfekt, bestehend aus Kokos, Kokosbutter und Agavensirup: kenne ich noch nicht und bin schon sehr gespannt darauf.
  • Deo von lavera: Bio-Vanille & Bio-Kokos. Ich liebe das Duschgel dieser Produktlinie und überhaupt alles mit Kokosduft oder -geschmack, deswegen musste ich das ausprobieren.
  • Kokosöl von Aman Prana, duftet himmlisch und findet sowohl in der Küche (hoch erhitzbar), als auch im Badezimmer (feuchtigkeitsspendend und somit gut für die Haut) Anwendung.
  • Chocoreale Haselnusscreme – endlich ein veganer Schokoaufstrich, der nicht nur nach Fett und Zucker schmeckt. Wirklich sehr aromatisch und mit einer deutlichen Haselnussnote.
  • Milde Shoyu Sojasauce von lima: für Freunde der asiatischen Küche wohl die günstigste Bio-Sojasauce, zumindest wenn man gleich die Literflasche nimmt. Wird heute Abend gleich ausprobiert.
  • Veggie Hühnchen von Vantastic Foods: für mich der ultimative Fleischersatz! Festes “Huhn” in einer süß-sauer-würzigen Marinade, macht sich in jedem asiatischen Gericht gut. Oder wie wärs mit Wraps? Wie man sieht, überzeugt dieses Produkt auch echte Carnivoren: meine Katze Devi findet den Geruch offenbar sehr ansprechend!
  • Dunkle Nougat Schokolade von Vivani: endlich eine vegane Nougatschokolade! Noch nie gehabt, bin schon sehr gespannt drauf.
  • 3 Rohkostriegel für die Arbeit oder für unterwegs: lifebar Cherry, lifebar Chocolate und Raw-Bite Spicy Lime. Die ersten zwei kenn ich schon, die sind sehr lecker. Und da ich alles mit Zitrusfrüchten mag, wird Spicy Lime wohl auch gut sein :-)
  • ganz rechts außen haben wir noch ein Täfelchen “No Added Sugar Mint Chocolate” von Plamil – als Süßstoff wird hier Xylitol (Birkensüß) eingesetzt. Auch noch nie probiert – ich werde berichten.

Bleiben noch zwei über:

Booja Booja Fresh Raspberry Truffles – eine Offenbarung! Die besten Trüffel, die ich je gegessen habe!

Die sind übrigens roh, biologisch, zuckerfrei, glutenfrei, sojafrei, vegan und handgemacht. Eine Packung mit 2 Stück kostet 2,09 Euro – finde ich absolut okay für ein Produkt dieser Qualität.

Und das zweite, worauf ich näher eingehen will, ist:

Vitashine Vitamin D3 Spray

Die Zufuhrempfehlungen für Vitamin D wurden erst im Jänner von 5 µg auf 20 µg pro Tag erhöht. Zwar kann es der Körper mithilfe von UVB-Strahlung selbst bilden, allerdings reicht die Sonneneinstrahlung in unseren Breitengraden von Oktober bis April nicht aus. Lebensmittel scheiden als Vitamin D Quelle auch aus, da es hier hauptsächlich in fettem Seefisch enthalten ist. Und da Fische Freunde sind und kein Futter, teste ich jetzt mal diesen Vitamin D3 Spray von Vitashine, der von der Vegan Society als veganes Supplement registriert ist und von dem ich bisher nur gutes gehört habe, obwohl ich sonst eigentlich kein Freund von Nahrungsergänzungsmitteln bin, aber zumindest im Winter leuchtet es ein.

Ein Sprühstoß enthält 5 µg Vitamin D, empfohlen wird 1-5 x Sprühen pro Tag. Entweder direkt auf die Zunge oder auf das fertige Essen. Ich habe den Spray schon getestet und er ist ziemlich geschmacksneutral, glaube also nicht, dass es schwer wird, die empfohlene Menge einzuhalten.

Ich werde euch auf dem Laufenden halten!

Zwei Artikel zum Thema:

Vitamin D, warum das sowohl kein Thema für Veganer ist, als auch besonders für Veganer

Der Veganversand meines Vertrauens ist übrigens Veganversand Lebensweise. Der liebe Herr Singer liefert in Wien frei Haus und das nach vorheriger Terminvereinbarung. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich will weder schwere Pakete von der Post abholen, noch mich mit einem privaten Zustelldienst herumärgern müssen… und schon gar nicht will ich, dass die bereits bezahlten Produkte vor meiner Tür im Stiegenhaus auf mich warten. Somit ist das für mich die ideale Lösung.

Was ist vielseitig, schnell, lecker und gesund? Wraps!

27 Feb

Wenn ich keine Lust zu Kochen habe oder es aus anderen Gründen mal schnell gehen muss, mache ich gerne Wraps.

Besonders praktisch finde ich dabei auch, dass man als Fixbestandteil eigentlich nur die Tortilla Fladen braucht. Eine 4-er Packung Wholewheat Tortilla Wraps gibt es zum Beispiel bei Zielpunkt um (ich glaube) 2 Euro, die Packung ist verschlossen sehr lange haltbar und so habe ich immer welche daheim. Alles andere variiert nach Geschmack, Laune und Kühlschrankinhalt ;-)

Als Sauce mag ich gerne Hummus, diverse Linsen- und Bohnenaufstriche, Aufstriche auf Tofubasis, veganen Streichkäse, Joghurtsaucen und alles, was mir sonst noch einfällt. Wem das immer noch zu lange dauert, dem kann ich auch eine dünne (wirklich sehr dünne) Schicht Erdnussbutter empfehlen.

Auch das Gemüse variiert sehr stark, von der Ich-war-gerade-einkaufen-Luxusklasse (gemischte Blattsalate, Tomaten, Avocado, Gurken, gebratene Champignons) bis zur Außer-Karotten-und-Artischocken-aus-dem-Glas-ist-nichts-daheim-Variante (geriebene Karotten und Artischocken aus dem Glas, wie gesagt) war hier schon alles dabei.

Als besonderes Extra mag ich gerne gebratenen Tofu, Seitan, vegane Ente oder Lemon Chicken (erhältlich im Veganversand oder in Wien bei Formosa Food) und gegrilltes Gemüse wie Spargel, Pilze oder marinierte Zucchini.

Hier mal eine besonders leckere Variante von letzter Woche:

Champignons und Zucchini habe ich kurz angebraten, das restliche Gemüse nur in mundgerechte Stücke geschnitten bzw. die Karotten gerieben. Das Zusammenfalten kann ich euch leider nicht zeigen, da diese Torilla Fladen zu klein sind (die aus der Tex-Mex Abteilung beim Billa), die vom Zielpunkt sind größer und da klappt das einwandfrei. Wer noch nie Wraps gefaltet hat, findet eine Anleitung auf fast jeder Packung oder auch über die Suchmaschine seines Vertrauens.

Die Joghurtsauce geht auch sehr schnell und besteht nur aus Sojajoghurt, Currypulver, Ahornsirup und Salz.

Die rötlich-braune Sauce obendrüber ist übrigens Granatapfelsirup – eine köstliche, süß-saure Würzsauce, die man in türkischen Supermärkten findet. Ich hab allerdings in Österreich noch keinen Granatapfelsirup ohne Zucker bzw. E-Nummern entdeckt, deswegen hab ich mir 3 Flaschen aus der Türkei mitgenommen – da ist wirklich nur Granatapfelkonzentrat drin.

Auch Hummus ist schnell gemacht:

1 Dose Kichererbsen, 1 gehäufter EL Tahin, 1 EL Olivenöl (kann mit heißem Wasser ersetzt werden), Knoblauch und Zitronensaft nach Geschmack, Cumin, Salz, Pfeffer und edelsüßes Paprikapulver.

Alle Zutaten in den Standmixer (im Bild der Alleskönner Vitamix)…

… und fertig ist der selbstgemachte Hummus.

Mit Olivenöl und Paprikapulver garnieren. Sollte im Kühlschrank einige Tage haltbar sein.

Wer keine Lust auf Selbermachen hat, wird in Wien am Naschmarkt fündig: bei Dr. Falafel gibt es ausgezeichneten Hummus in vielen verschiedenen Sorten, z.B. mit roten Rüben in knallpink. Sowohl Falafel, als auch Hummus sind lt. Produktanfrage vegan.

Auch bei Merkur oder Spar gibt es mittlerweile Hummus zu kaufen, jeweils in der vegetarisch/veganen Ecke. Der von Merkur ist gut, schmeckt aber sehr stark nach Knoblauch, der von Spar ist sehr gut (danke, Kim!), aber auch sehr ölig.

Mahlzeit! :-)

Ein Eiscreme Rezept am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen!

26 Feb

Nein, ich hab dieses Eis nicht am Sonntag Morgen gegessen, sondern irgendwann unter der Woche als Dessert.

Aber eigentlich enthält es nur gesunde Zutaten, also wenn es zum Frühstück mal Eiscreme sein soll, dann doch bitte diese hier!

 

Bananen-Schoko-Erdnussbutter-Eis

Man nehme:

2 tiefgefrorene Bananen (reife Bananen schälen und mindestens über Nacht einfrieren)

1 EL ungesüßtes Kakaopulver

1 EL Erdnussbutter

2 Datteln

 

Alle Zutaten in den Vitamix und 1 Minute auf “high” mixen, bis eine homogene, cremige Masse entstanden ist. Achtung: nicht zu lange mixen, sonst schmilzt es. Ergibt zwei kleine oder eine große Portion.

Ich bin eigentlich nicht so ein Fan von Eis, aber dieses hier ist so cremig und lecker, dass ich es wirklich jedem empfehlen kann..

Etwas abgewandelte Form von diesem Rezept: Carob & Peanut Butter Ice Cream.

Ich tu mal so, als wär Frühling: warmer Spargelsalat.

24 Feb

Nachdem es in Wien in den letzten 2 Wochen um ca. 25 Grad wärmer geworden ist (von -13°C auf +11°C) und meine innere Jahreszeitenuhr durch einen Sonne-und-Meer-Urlaub sowieso total durcheinander ist, bin ich jetzt irgendwie schon auf Frühling eingestellt.

Das heutige Wetter – sonnig und windig – trägt auch dazu bei, denn irgendwie erinnert mich die Kombination Sonne + Wind immer an Frühling im Hundertmorgenwald: bei Winnie Pooh ist es auch sonnig und windig, wenn Frühling ist, aber gut, ich schweife ab.

Frühling.

Frühling heißt für mich: blühende Bäume. Erdbeeren. Spargel. Tulpen. Spargel. Spargel…

Und so ist es passiert, dass ich etwas getan habe, was ich sonst nicht tue: ich habe ausländischen Spargel gekauft.

Warum tu ich das sonst nicht? Weil Gemüse aus Spanien eigentlich nur Nachteile hat. Es ist überdurchschnittlich mit Pestiziden belastet, es überschwemmt unseren Markt und macht es dadurch den einheimischen Bauern nicht gerade leicht und, das ist der wichtigste Grund, kein Gemüse aus Spanien zu kaufen: die Arbeitsbedingungen dort sind gleichzusetzen mit moderner Sklaverei.

Falls du dich noch nicht mit dem Thema Ernährung & Globalisierung auseinandergesetzt hast und dir danach ist, dies mit dem Ansehen einer wirklich guten Dokumentation zu ändern, dann kann ich dir nur diese hier empfehlen: We Feed the World.

So, nachdem ich jetzt Wasser gepredigt und, erm.. Spargel gekauft habe, will ich euch auch nicht vorenthalten, wie ich den normalerweise esse (den österreichischen, normalerweise): kurz angebraten, in einer Marinade aus Olivenöl, Zitronensaft und sonst nicht viel.

Grünen Spargel in etwas Olivenöl kurz anbraten – Röstaromen sind erwünscht, er sollte aber noch knackig sein.

Den noch warmen Spargel mit Zitronensaft, Salz, Pfeffer und ev. frischen Kräutern anrichten. In Ermangelung an frischen Kräutern habe ich noch Zitronenschale drübergerieben und da ich nichts dazu gegessen habe (Baguette würde sich anbieten), habe ich den Salat auf einem Bett von Rucola serviert.

Achja, weißen Spargel würde ich dafür nicht nehmen, da der doch etwas holzig sein kann und meistens geschält werden muss. Außerdem schmeckt der grüne besser und enthält mehr Nährstoffe :-)

Et voilà…

PS: 200 hits, yay :-D

Pikanter Couscous Salat mit Karotten, Rosinen und Chili

20 Feb

Ich kann mich gar nicht entscheiden, wo ich diesen Salat einordnen soll – für mich passt er zu gegrillten Zucchini und Sojawürstchen an einem heißen Sommertag genau so gut wie zu einer heißen Kürbissuppe an einem gemütlichen Winterabend.

Deswegen nenn ich ihn ganz einfach “Allrounder” und versuche erst gar nicht, ihn in eine Schublade zu stecken.

Zutaten:

Vollkorn Couscous

Karotten, Rucola, Cashews, Rosinen

Saft und Abrieb je einer unbehandelten Zitrone und Orange

Haselnussöl, Chilis, Salz, Pfeffer und sonstige Gewürze nach Geschmack

Zubereitung:

Vollkorn Couscous nach Packungsanweisung kochen. Bei mir: 1 Teil Couscous in einen Topf geben, mit 2 Teilen kochendem Wasser übergießen und 6 Minuten quellen lassen. Anschließend mit einer Gabel auflockern und auskühlen lassen.

Karotten ev. schälen und anschließend reiben. Rucola, Cashews und Rosinen grob hacken.

Von den Zitrusfrüchten zuerst die Schale abreiben, dann den Saft auspressen.

Alle Zutaten in einer Schüssel vermengen und mit Haselnussöl, fein gehackten Chilis, Salz und Pfeffer abschmecken.

Schmeckt noch besser, wenn der Salat ein paar Stunden Zeit hat, durchzuziehen.

TA-DAH! ;-)

Da ich erst vor Kurzem entdeckt habe, dass Vollkorn Couscous überhaupt existiert, hier auch noch ein kleiner Hinweis für alle Österreicher – bei Merkur gibt es diesen hier für wenig Geld:

Und jetzt: sofort nachkochen oder für die nächste Grillparty irgendwo abspeichern!

Green Smoothie aus Bananen, Orangen und Babyspinat

19 Feb

Vor nicht allzu langer Zeit sah mein Frühstück noch so aus: Zimtschnecke und Kakao, gekauft am Weg zur Arbeit, gegessen während der Arbeit. Und um 9 Uhr kam dann schon wieder Hunger auf.

Seit Herbst 2011 sieht mein Frühstück so aus: frisches Obst, zusammen mit grünem Blattgemüse und etwas Wasser zu einem leckeren Smoothie gemixt. Davon trinke ich einen Liter und bin dann bis Mittag satt und glücklich :-)

Nachdem ich Victoria Boutenkos Buch Green for Life geradezu verschlungen (und seitdem vielfach verborgt) habe, wusste ich sofort, dass ich hier auf etwas Essentielles gestoßen bin. Ich hab also mein Konto geplündert und mir gleich mal den Vitamix bestellt – ich mag schließlich keine halben Sachen ;-) und was soll ich sagen – ich krieg gar nicht mehr genug davon.

Mein Plan war ursprünglich, das “Experiment” nachzuspielen, das auch im Buch vorkommt: jeden Tag 1l grünen Smoothie und sonst weiterhin “amerikanische Standardkost” – in meinem Fall also mal mehr und mal weniger gesunde vegetarische Kost. So hab ich dann auch begonnen, aber bereits nach kurzer Zeit hat sich mein Verlangen total umgestellt: keine Lust mehr auf Eier und Milchprodukte, generell weniger Hunger, weniger Lust auf Süßes bzw. mag ich Süßigkeiten jetzt eher weniger süß. Am Anfang hab ich meine Smoothies auch noch mit Unmengen von Datteln gesüßt, mittlerweile hab ich nicht mal mehr welche zu Hause, weil mir die Smoothies schon durch das Obst süß genug sind.

Zusammenfassend kann ich also echt behaupten, dass die Green Smoothies mein Leben verändert haben.

Wer mit diesem Thema noch nicht so vertraut ist und sich auch nicht gleich das Buch kaufen oder einfach loslegen will, findet hier  Informationen, Tipps, Tricks, Rezepte und neuerdings sogar ein anschauliches Video:

http://www.gruenesmoothies.de/

Weiters will ich euch noch zwei YouTube Channels ans Herz legen – auch hier wird fleißig gemixt und ich hab mir schon so manche Kombination abgeschaut:

Blend It and Mend It

MKrawpt

Und jetzt mal ein Beispiel für einen simplen, nahrhaften und sehr leckeren grünen Smoothie.

Normalerweise lasse ich bei Orangen das Mesokarp (die weiße Haut) dran, da hier sehr viele wichtige Nährstoffe enthalten sind. Da diese Orangen aber erstens nicht bio sind und zweitens so eine dünne Schale haben, dass sie schwer zu schälen sind, hab ich es diesmal weggeschnitten. Also noch mal ganz kurz: 2 Bananen, 4 kleine Orangen und 1 Packung Babyspinat zusammen mit einem Glas Wasser in den Vitamix und auf höchster Stufe ca. 30 Sekunden mixen. Fertig ist das perfekte Frühstück.

“Anfängern” kann ich Babyspinat nur ans Herz legen – bei geringeren Mengen nimmt man den Geschmack fast nicht wahr. Um optimal mit Nährstoffen versorgt zu werden, ist es aber wichtig, möglichst viel verschiedenes Blattgrün zu sich zu nehmen. Hier sind der Fantasie natürlich keine Grenzen gesetzt – sehr gut finde ich auch die Mischung Äpfel, Stangensellerie und Zimt. Oder Ananas, Banane und Minze. Oder Orangen und Petersilie. Mhh!

Vollkorn-Banane-Schoko-Hafer-Kekse.

18 Feb

Nach der Suppe kommt gleich noch ein “geklautes” Rezept – wunderbare Banane-Schoko-Hafer-Kekse.

Rezept findet ihr auf diesem Blog. Da der Teig schon sehr fest war, habe ich nur eine Tasse Haferflocken genommen und sie sind genau richtig geworden: chewy, wie ich es mag :-)

Und überhaupt ist es schon sehr besonders, dass die so gut geworden sind, weil im Backen bin ich eigentlich eine totale Niete. Es ist nicht nur einmal passiert, dass das Ergebnis auf direktem Wege in den Mistkübel gewandert ist… aber diesmal, ja diesmal bin ich wirklich zufrieden. Und wir haben was für den Fernsehabend :-)

Mhh, die werde ich morgen gleich nochmal machen, um sie am Montag in die Arbeit mitzunehmen.

Schönen Abend, allerseits!

Ein Abend daheim: Tomaten-Kokos-Suppe.

18 Feb

Als Kind habe ich Suppen gehasst. Mit den Jahren habe ich langsam meine Liebe für diese wärmenden und wohltuenden Speisen entdeckt und mittlerweile mag ich sie alle – ob Gemüsecremesuppe, asiatische Nudelsuppe oder einfach mal Brühwürfel mit heißem Wasser und TK-Erbsen drin.

Obwohl es in Wien nicht mehr -13°C (wie letzten Samstag), sondern mittlerweile schon +7°C hat (und ich somit errechne, dass es in weiteren sieben Tagen schon 27°C haben muss – auch ein wenig übertrieben für Ende Februar, wenn ihr mich fragt!), stehen Suppen bei mir immer noch hoch im Kurs. Besonders diese fruchtige Tomaten-Kokos-Suppe aus Björn Moschinskis neuem Kochbuch “Vegan für alle” hat es mir angetan. Und da der Verlag Random House eine Leseprobe online gestellt hat, die zufälligerweise genau die Seiten enthält, die man benötigt, um meine Lieblingssuppe nachzukochen, finde ich es auch in Ordnung, wenn ich dieses Rezept mit euch teile.

Hier gehts zur Leseprobe inkl. Rezept für die Suppe.

Einzige Veränderung: passend zur Jahreszeit habe ich statt frischen Tomaten welche aus der Dose genommen und das Basilikum komplett weggelassen.

Guten Appetit!

Frühstückspolenta mit Banane, Kokos und Schokoladencreme

18 Feb

Mit welchem Rezept beginnt man einen guten Blog? Meine persönliche Meinung ist, dass ein Rezept, das für einen guten Samstag Morgen geeignet ist, wohl auch für einen Blog nicht ganz verkehrt sein kann.

Wie ich bereits verraten habe, gibt es bei mir ja meistens 1l grünen Smoothie zum Frühstück, aber am Wochenende darf es ruhig mal was anderes sein ;-)

1 Espressotasse Polenta

3 Espressotassen Wasser oder Soja-/Reis-/Mandelmilch

1 Banane

1 EL Kokosflocken

1 TL vegane Schokoladencreme

Polenta mit Wasser oder Pflanzenmilch zum Kochen bringen und auf mittlerer Stufe köcheln lassen, bis ein sämiger Brei entsteht. Mit Banane, Kokosflocken und Schokocreme anrichten und ev. mit geriebener Orangenschale garnieren. Die passt übrigens auch geschmacklich sehr gut dazu.

Wünsche hiermit mal einen gemütlichen Samstagmorgen!

Gettin’ it right – right from the start!

17 Feb

Dieser Blog ist gleich vom ersten Tag an CO2-neutral.

Diese fantastische Initiative pflanzt für jeden Blog einen Baum. Ein durchschnittlicher Blog verbraucht im Jahr 3,6 kg CO2, während ein durchschnittlicher Baum 5 kg CO2 einspart.

Was muss man dafür tun? Ganz einfach:

  1. Bericht über die Aktion posten + Button einfügen
  2. E-Mail an CO2-neutral@kaufda.de
  3. Sie pflanzen für Deinen Blog einen Baum!
Genaue Infos gibts hier.
Und ich, ich schick jetzt noch schnell das Mail raus und bedanke mich für diese tolle Möglichkeit. :-)


kaufDA.de

Na dann versuch ichs halt auch mal..

17 Feb

Als leidenschaftliche Blog-Leserin versuche ich mich jetzt auch mal auf der anderen Seite der Macht. Mir ist zwar klar, dass Food- und Lifestyle-Blogs nur so aus dem Boden schießen und die Welt vermutlich nicht gerade auf meinen gewartet hat, aber in erster Linie bin ich neugierig und mache das nur aus Spaß an der Sache :-)

Auch der Name ist mit Absicht relativ neutral gewählt, da ich ja noch nicht weiß, wohin das Ganze führt… Ich schreibe und fotografiere gerne (und betone an dieser Stelle ausdrücklich den Unterschied zwischen “gerne machen” und “können” ;-)) und ich stelle mir das jetzt einfach mal so vor: ein Blog über die ziemlich schönen Dinge des Lebens.

Eigentlich ist es nicht mein Wunsch, mich im Internet großartig zu präsentieren – deswegen wird an dieser Stelle nur das Grundlegendste verraten: ich bin 23, wohne und arbeite in Wien.

Ich bin seit 4,5 Jahren Vegetarierin, war dazwischen mal ein Jahr komplett vegan, was aber dann irgendwie nicht gehalten hat…
Im Herbst vergangenen Jahres bin ich durch Zufall auf das Thema “Green Smoothies” gestoßen und habe, noch bevor ich überhaupt jemals einen getrunken hätte, irgendwie instinktiv gemerkt, dass ich hier auf etwas Essentielles gestoßen bin. Daraufhin hab ich mir gleich mal den Vitamix bestellt und was soll ich sagen – es war eine Offenbarung! ;-) Das Buch “Green for Life” von Victoria Boutenko folgte und wird seitdem rege verborgt. Und so wird auch in meinem Umfeld schon fleißig gemixt :-)
Seit Herbst also trinke ich jeden Tag 1l grünen Smoothie zum Frühstück und habe durch diese vollkommene Form von Nahrung irgendwie jede Lust auf tierische Lebensmittel verloren und sozusagen “auf den richtigen Weg” zurückgefunden. Ich würde mich jetzt nicht als Veganerin bezeichnen; erstens weil ich es albern finde, so mit Labels herumzuschmeißen (vor allem, wo es das letzte Mal nur ein Jahr gehalten hat – es wäre mir schlicht und einfach peinlich, jetzt ein zweites Mal großartig zu verkünden, dass ich den Schritt wage). Und zweitens, weil ich die vegane Ernährung zwar für wichtig und einzig richtig halte, aber ich mich hier – wie auch in anderen Bereichen – nicht krampfhaft bemühen will, einem Ideal zu entsprechen und bei “Versagen” dann drauf zu pfeifen. Sondern lieber mit Freude und Leichtigkeit zu 98% vegan lebe und es mir verzeihen kann, wenn ich mal danebenhaue.

Auf ne ziemlich schöne Zeit hier! :-)

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